Pressemitteilung 26.06.1998
Kopfsteinplaster in der Johannisstr.

Als vor einiger Zeit die Bauarbeiten in der Johannisstr. begannen, konnte man noch hoffen, daß die Tage des Holperpflasters zwischen der Johanniskirche und dem Neumarkt nun endlich gezählt waren. Leider ist dies nicht so! Statt ein normales ungefastes Pflaster zu verwenden, ist man auf die Idee gekommen sogenanntes Natursteinpflaster, das man zufällig bei Bauarbeiten am Wall unter dem Asphalt gefunden hat, wiederzuverwenden. Dieses „Natursteinpflaster“ stellt sich allerdings, wie man jetzt, kurz vor Ende der Bauarbeiten sehen kann, als übelstes Kopfsteinpflaster heraus. Kopsteinpflasterstraßen können andernorts nur noch durch Denkmalschutz erhalten werden, Osnabrück aber hat den Trend der Zeit erkannt hat und baut Neue!

Die Folgen dieser Pflasterung sind absehbar. Radfahrer werden von der mit „Katzenköpfen“ gepflasterten Fahrbahn in die relativ ebenen Seitenräume ausweichen und es kommt zu Konfliktsituationen mit den zahlreichen Fußgängern. Radler die sich an die Spielregeln halten, werden auf der Buckelpiste durchgeschüttelt und werden öfter als bisher die Schrauben an ihrem Fahrrad nachziehen müssen. Ein befahren mit Kindern im Kindersitz oder -anhänger ist nahezu ausgeschlossen. Aber nicht nur Radfahrer und Fußgänger werden unter der neuen Oberfläche leiden, auch Busfahrgäste werden frühzeitig durch „Vibrationswecker“ daran erinnert, daß sie am Neumarkt aus- oder umsteigen müssen.

Stefan Meyer