Über Himmelfahrt fand im NFH Schneegrund, Oldental, ein Tandem- und Liegeradtreffen statt. Es gab nette Leute, interesante Räder, schöne Strecken, gutes Wetter, eine abwechslungsreiche Gegend und viel Spaß.
Am Mittwoch trudelten so nach und nach alle Teilnehmer im NFH ein. Es ergab sich, trotz geringer Teilnehmerzahl, ein interessanter Fuhrpark.
Bei der Begutachtung der Räder wurde gleich ein kleiner Flankenbruch am
Koga festgestellt, aber wir ließen ihm bis zum Morgen Zeit zur
Selbstheilung. Am Morgen war der Reifen aber leider immer noch defekt
und so wurde der 37er TT2000 gegen einen 28er Conti GP 3000 getauscht.
Dann ging es endlich los. Wir schlängelten uns in südlicher Richtung
durch das Weserbergland nach Bad Pyrmont. Dort im kühlen Schatten auf
der Promenade zeigten sich die flanierenden Sparziergänger erstaunlich
interessiert und aufgeschlossen. Viele Fragen und auch unterwegs gab es
immer wieder freundliche Grüße. Scheint ein nettes Völkchen dort zu
sein.
Wieder zurück im NFH gab es, für die 100 km, Gegrilltes und
hausgemachten Kartoffelsalat.
Am zweiten Morgen gab es keine Reparaturen. Lediglich das Rücken an
Rücken Tandem mußte wegen Knieproblemen die Positionen wechseln (Eine
Seite Time, eine Seite SPD). Zunächst ging es zur Wassertretstelle an
der Pappmühle. Anschließend setzten wir die schlängeltatik auf kleinen
Wegen bis nach Coppenbrügge fort, wo es dann im "Ruinenpark" an der
Schloßruine Teilchen vom Bäcker gab. So gestärkt ging es dann zum und
über den Ith nach Hameln.
In Hameln angekommen ging es dann ins Fahradies, ein VSF Betrieb deren
Betreiber uns am Grillaben mit einem Trike (Marke weis ich nicht mehr)
besuchte. Dort gab es für das Koga einen neuen Mantel und SPD-Schuhe für
die schon vorhandenen Klickpedalen. Somit lag der Anteil an "Klick-Sandalen" bei 50%.
Für die 86 km erwartet uns eine riesige Waschschüßel voll mit Nudeln und
hausgemachte Bolognesesoße. Wobei die Küchenchefin von unserem
Nachholtempo etwas irritiert war, aber es war einfach lecker und
Bewegung an frischer Luft macht einfach Hunger.
Am dritten Morgen hatten wir zwar die Räder im Griff, aber leider viel
ein Captain aus. So mußte dann ein Liegerad im NFH bleiben. Diesmal ging
es in Richtung Norden bis über den Mittellandkanal und durch den
Schaumburger Wald nach Klein Bremen. Hier besichtigten wir das
Erzbergwerk. Brrrrrr war das kalt. 1,5 Stunden bei konstanten 9°C.
Nach 87 km war auch diese Tour zu Ende.
Am vierten Tag trennten sich die Wege, da es an die Heimreise ging. Für
uns zeigte sich der Nachteil einer recht gradlinigen Fahrt in eine
Richtung. So mußten wir uns durch 103 km Gegenwind auf flacher Strecke
abmühen. Was schlimmeres gibt es wohl nicht, außer noch längere Strecken
bei solchen Bedingungen.
Das Weserbergland zeigte uns wieder recht deutlich, daß man doch dort wo
keine Hügel sind, bitte einige aufschütten sollte. Es ist für den Geist
und den Hintern einfach entspannender:-)