Tandem- / Liegeradtreffen 2001
Weserbergland

Kurzbericht:

Über Himmelfahrt fand im NFH Schneegrund, Oldental, ein Tandem- und Liegeradtreffen statt. Es gab nette Leute, interesante Räder, schöne Strecken, gutes Wetter, eine abwechslungsreiche Gegend und viel Spaß.

Langbericht:

Am Mittwoch trudelten so nach und nach alle Teilnehmer im NFH ein. Es ergab sich, trotz geringer Teilnehmerzahl, ein interessanter Fuhrpark.

Bei der Begutachtung der Räder wurde gleich ein kleiner Flankenbruch am Koga festgestellt, aber wir ließen ihm bis zum Morgen Zeit zur Selbstheilung. Am Morgen war der Reifen aber leider immer noch defekt und so wurde der 37er TT2000 gegen einen 28er Conti GP 3000 getauscht.

Dann ging es endlich los. Wir schlängelten uns in südlicher Richtung durch das Weserbergland nach Bad Pyrmont. Dort im kühlen Schatten auf der Promenade zeigten sich die flanierenden Sparziergänger erstaunlich interessiert und aufgeschlossen. Viele Fragen und auch unterwegs gab es immer wieder freundliche Grüße. Scheint ein nettes Völkchen dort zu sein.
Wieder zurück im NFH gab es, für die 100 km, Gegrilltes und hausgemachten Kartoffelsalat.

Am zweiten Morgen gab es keine Reparaturen. Lediglich das Rücken an Rücken Tandem mußte wegen Knieproblemen die Positionen wechseln (Eine Seite Time, eine Seite SPD). Zunächst ging es zur Wassertretstelle an der Pappmühle. Anschließend setzten wir die schlängeltatik auf kleinen Wegen bis nach Coppenbrügge fort, wo es dann im "Ruinenpark" an der Schloßruine Teilchen vom Bäcker gab. So gestärkt ging es dann zum und über den Ith nach Hameln.
In Hameln angekommen ging es dann ins Fahradies, ein VSF Betrieb deren Betreiber uns am Grillaben mit einem Trike (Marke weis ich nicht mehr) besuchte. Dort gab es für das Koga einen neuen Mantel und SPD-Schuhe für die schon vorhandenen Klickpedalen. Somit lag der Anteil an "Klick-Sandalen" bei 50%.
Für die 86 km erwartet uns eine riesige Waschschüßel voll mit Nudeln und hausgemachte Bolognesesoße. Wobei die Küchenchefin von unserem Nachholtempo etwas irritiert war, aber es war einfach lecker und Bewegung an frischer Luft macht einfach Hunger.

Am dritten Morgen hatten wir zwar die Räder im Griff, aber leider viel ein Captain aus. So mußte dann ein Liegerad im NFH bleiben. Diesmal ging es in Richtung Norden bis über den Mittellandkanal und durch den Schaumburger Wald nach Klein Bremen. Hier besichtigten wir das Erzbergwerk. Brrrrrr war das kalt. 1,5 Stunden bei konstanten 9°C. Nach 87 km war auch diese Tour zu Ende.

Am vierten Tag trennten sich die Wege, da es an die Heimreise ging. Für uns zeigte sich der Nachteil einer recht gradlinigen Fahrt in eine Richtung. So mußten wir uns durch 103 km Gegenwind auf flacher Strecke abmühen. Was schlimmeres gibt es wohl nicht, außer noch längere Strecken bei solchen Bedingungen.
Das Weserbergland zeigte uns wieder recht deutlich, daß man doch dort wo keine Hügel sind, bitte einige aufschütten sollte. Es ist für den Geist und den Hintern einfach entspannender:-)