www.Karlsrider.de/Bender.html 

Ab sofort auch auf facebook: 'Bender Seitenwagen' 

Hier entsteht eine Seite mit Informationen zum dänischen BENDER Seitenwagen. Ich habe mir erlaubt, die mir zur Verfügung stehenden Bilder des BENDER Seitenwagen zu verwenden.

Für weitere Informationen z.B.: wie man das Baujahr bestimmt, ob es noch Ersatzteile gibt, ob sonst noch Informationen existieren,.....  wäre ich dankbar.

Bei Interesse wäre ich bereit ein Register zu Erstellen und allen Interessierten alle neuen Informationen zur Verfügung zu stellen.

Ich bitte daher um Zusendung von Interessantem. Spannend fände ich ein Foto von jedem BENDER Gespann mit Beschreibung des Fahrzeugs, Baujahr, Besonderheiten, Seitenwagennummer bzw. Typenbezeichnung. - Vielleicht lassen sich daraus Informationen gewinnen. Momentan sind mir einige, wenige Bendergespanne bekannt. Die meisten sind in der Bildergalerie zu sehen. Mehr währe besser. Also: her mit den Daten!

Email:   Andy@Karlsrider.de 

BILDERGALERIE                       PROSPEKTE und Dokumente  

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Was bekannt ist:

- Es gibt offensichtlich Bender mit  der Nr.  12618 - 12726; wenn die durchgezählt haben also mindestens 108  :-)

- Aber es gibt auch noch 3 und 4stellige Rahmennummern 821,2629,4052,5453,5736 sind bekannt

- Und auch Buchstaben und Zahlen kombiniert: AK 168, TP2251082, 5453BMW, A4052 zum Beispiel

- Es gibt  verschiedene Größen und Bezeichnungen: JM 130, Comet, LV, GM .Vom JM 130/39 das Prospekt unter 'Prsopekte und Dokumente'

...es gibt also offensichtlich ne ganze Reihe verschiedener Typenbezeichnungen - Zudem laufen einige Bender wohl als Steib um die Zulassung einfach er zu  bekommen.

- Es gibt BINDER- Seitenwagen aus der Metallwarenfabrick KARL BINDER, Reichertshofen Obb.; Die heißen nicht nur anders, sondern sehen auch anders aus!

- Nach Produktionsende durch VIGGO BENDER in Dänemark kam es zu einer Neuauflage als BENDER-FLORIN Seitenwagen. Sehen, zumindest auf den Bildern genauso aus, es gibt offensichtlich ein anderes Logo, habe aber noch keinen 'Live' gesehen. Die BENDER-FLORIN SIDEVOGNSFABRK war 1975 in Elverbo 9, 2840 Holte - Kobenhavn, Denmark, Tel(01)423797.

- Es gibt runde, schräge  und eckige Kofferraumdeckel.    

- Was rumfährt und noch nicht im Foto eingefangen ist:     

Horex Regina350 + Bender Rahmennummer 12703
BMW R60 + Bender Bj. 1951 Typenschild: TP72251082 (Eine Nummer die wol vom TÜV vergeben wurde?)
BMW R50/2 + Bender LV Nr. A4197 mit schräger Kofferraumklappe,
Nimbus Bj. 1953 + Bender 'Sport Seitenwagen für Nimbus' Nr. 5453BMW 
R50/2 Bj. 1964 + Bender JM 130/38 Fahrgestellnummer A4052, Gewicht 200kg

- Imt Jahr 1981 wurgen von der 'Beiwagen-Vertriebsgesellschaft'  8 Bender nach Deutschland importiert. Diese hatten die Fahrgestellnummer  12719 bis 12726. Die Beiwagen mit der Nummer 12709 bis 12718 sind nach Schweden verkauft worden. 12708 ist als Vorführobjekt ebenfalls nach Deutschland gegangen. Die Story hierzu findet sich unter 'Prospekte und Dokumente' unten. Zudem gab es seinerzeit Kontakte zum Schweizer 'Das Veteranenmotorrd'. Die Korrespondenz folgt ebenfalls weiter unten. Diese Unterlagen, sowie einige Fotos hat mir der damalige Importeur zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

- ... ich weiß, das ist noch nicht viel

Und wie geht es weiter? Ergänzungen? Eigene Bilder? ...?

Nachfolgend:

1. Mit nem Münch-Bender Gespann unterwegs in den USA

2. Wüstentour mit MÜNCH BENDER Gespann nach und durch Tunesien.

3. Bender Geschichte in deutsch und englisch
                   

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Mit dem Münch - Bender Gespann unterwegs in den USA:

Mit der Münch durch Amerika, ein Traum, oder wie bekloppt muss man eigentlich sein? Wir haben den Traum war gemacht, mit unseren eigenen Maschinen!! Es gab mehrere Rückschläge seitens der Anmeldung der Teilnehmer  und mit dem Container aber wir sind gefahren. Wir hatten Spaß ohne Ende, super Wetter, spitzen Strecken, gute Unterkünfte und kaum Pannen. Aber der Reihe nach!

Am 10. September trafen sich alle Teilnehmer im Direktflug nach New York.
Lorenz Mayer (Münch 4 TTS) und Barbara Kellig (Harley) aus Berlin
Martin Knasiak (Münch 4 TTS der Zeitbandit) und Beate Walerus (BMW 650 CS) aus Castrop
Albert und  Astrid Stehle (Münch TTS/E Gespann) auch aus Castrop
Jürgen und Karin Schreivogel (Münch 4 TTS)aus Bieberach
Corina Schreivogel (BMW R 100) auch aus Bieberach
Stefan Holtfort (Ducati 900) aus Bieberach
Alle kannten sich schon und so kamen wir nach 9 Stunden Flug in New York an. Schnell durch den Zoll (war für Lorenz am einfachsten denn sein Gepäck war nicht da) denn unser Clubmitglied aus New Jersey wartete schon mit seiner Frau auf uns. Klaus und Farida Huenecke hatten alles bestens organisiert. Mit zwei Autos ging es zum Motel und danach zur Firma von Klaus. Unsere Bikes warteten hier auf ihren großen Einsatz! Wir wollten alle unsere Motorräder streicheln. Außerdem hatte Farida reichlich ein-gedeckt! Der Abend ging feucht fröhlich zu Ende. Ab ins Hotel und ins Bett. Wir sind in Amerika und unsere Motorräder auch. Ich habe super geschlafen und noch besser geträumt
Der erste Tag, 11 September, auf nach New York. Aber ohne Motorräder. 11. September, da war doch was! Eine Stadt voller Angst, ich habe noch nie so viel Polizei gesehen. Bedrückend als am Ground Zero die Glocke ertönte.
New York ist  eine gigantische Stadt, hier hätten wir auch eine Woche verbringen können. Aber wir hatten ein strammes Programm vor der Brust und so trafen wir uns am späten Nachmittag an den Motorrädern um sie abfahrbereit zu machen.
Die Rückfahrt am Abend von Klaus seiner Firma zum Motel sollte kein Problem sein, aber auf dieser kurzen Strecke riss der Antriebsriemen von Barbaras Harley, schöne Scheiße. Noch keine 10 Meilen gefahren und die Harley kommt nur mit BMW Power (abgeschleppt) ins Motel. Somit stand die Abfahrt am nächsten Tage schon in Frage.
Sonntags in Amerika. Bekommt man dann Ersatzteile? Aber kein Problem im Harley Land. Klaus Huenecke trieb einen Riemen auf und so machten wir uns an das Zerlegen der Harley.  Um 14 Uhr waren wir reisefertig. Lorenz sein Reisegepäck hatte ihn am Morgen auch erreicht. Bei leichten Nieselregen machte sich die Reisegruppe Münch auf ihre Traumtour. Klaus lotste uns aus der Stadt und so konnte unsere Tour beginnen.
Bis nach Washington sind wir noch gekommen,die Münchs liefen super, sofort ein Motel gefunden und den Abend mit Bowling verbracht. Einfach klasse. Was hatten wir für einen Spaß.
Um 9.00 Uhr war Abfahrt, auf zum weißen Haus, und dann ein Gespräch mit Barak Obama, so von Präsident zu Präsident. Der andere Captain war nicht da, trotzdem kurze Runde in der Hauptstadt, Capitol, weißes Haus und dann weiter zum Shinandoah Nationalpark. Ach ja, Parken vor dem weißen Haus auf dem Gehweg kostet 600 Dollar pro Motorrad. Alles Video überwacht, wir hatten noch nicht die Helme abgesetzt da war die Polizei vor Ort. Und die verstehen wirklich keinen Spaß.
 Jetzt aber zu unserem ersten Nationalpark. Der Skylinedrive. absoluter Wahnsinn, Berg rauf, Berg runter, Kurven ohne Ende, lange Gerade steil hoch und runter gigantische Landschaft. Man kann das gar nicht in Worte wiedergeben. Und das schöne ist es nimmt kein Ende! Über 400 Km Münch gefahren  bis Buena Vista. Motel bezogen,am Gespann die Spur noch etwas verstellt und ab zum Mexikaner. War das ein toller Tag, und der Abend schloss sich an.
Heute war die erste kleinere Reparatur an der Münch von Jürgen. Wir hatten Stopp an einer Tankstelle auf dem Blue Ridge Parkway gemacht, wo wir das Malör hörten: Ein komisches Geräusch beim Auf-bocken der Münch aus dem Kettenkasten. Eine Schraube die das Hinterrad gehalten hat, hatte sich gelöst und den Kasten richtig durchgeschliffen. Ich glaube nicht viele von uns  wären damit weitergefahren, aber Jürgen ist komplett schmerzfrei!! Wirklich!! Schraube angezogen und Aufsitzen es ging weiter. An der nächsten Werkstatt angehalten und das Münchschwingenreparaturharz (nannte sich Tigerhair) gekauft natürlich mit Bremsenreiniger, Jetzt ging es zum nächsten Motel und die Reparatur konnte beginnen. Den restlichen Lack abkratzen und Schichtweise den Glasfaserharz auftragen. Schwinge wieder öldicht und stabilisiert ( Rolf, so geht dass.) Mit Budweiser aus der Dose ging diese Arbeit gut von der Hand. Jürgen du bist ein harter Hund! Dann ging es zum Abendessen.  Ein super Tag neigt sich dem Ende.
Es ist bereits Mittwoch wieder super Wetter wir sind immer noch in den Appalachen auf dem Blue Ridge Parklandway, als meine Münch Zündaussetzer bekam, aber nur ab und zu des " Es regnet doch gar nicht" ,dachte ich und so war ich heute am Schrauben. In Bryson City im Motel mit Swimmingpool habe  ich den Tank abgebaut und die defekte Zündkerze gewechselt. Ein kurzer Scheck alles i.O. Nur der Hinterradreifen vom Gespann hatte die Beste Zeit hinter sich, er war fast am Ende.
16.September. Auf dem heutigen Weg bei Motorradhändler anhalten und nach Reifen fragen. Aber heute hatten wir Pech. Beate verlor auf dem Highway alle Papiere mit Reisepass und Handy aus ihren Rucksack.Mit dem Gespann zurück um zu helfen und so wurde aus der einen großen Gruppe drei kleinere mit einem Alleinfahrer mein Münchgespann. Ich wusste den Weg, so ungefähr eine Karte hatten wir nicht also hinterher. Martin und Beate suchten noch Reisepass und Handy aber erfolglos. Um es kurz zu machen, einen Reifen habe ich bekommen, ich bin die schlimmste Strecke gefahren die es gibt und die Gruppe blieb die Nacht getrennt. Der nette Harley Händler mit deutscher Frau die kein Wort deutsch sprechen konnte trieb einen Reifen auf, nur ich mußte wieder zurück 9 Meilen und dann auf die 129 hier ist der Reifenhändler nach 20 Meilen auf der linken Seite. Reifen gekauft und nach dem Weg gefragt!! Einfach weiterfahren und dann auf die 40 nach Nashville. Und genau so sind wir gefahren. Das die 129 zum Deals of Gap wird war die Hölle zumindest für unser Gespann!! 318 Kurven auf 11 Meilen!! Und was für Kurven, ich kenn keine Steigerung für „ Das war die Hölle“.Wir sind durchgekommen überall Fotografen in den Kurven und Serpentine über Serpentine. Wir sind teilweise nur gerollt. Meine armen Reifen. Nun gut wir wurden dann noch vom Regen nein , vom einem Unwetter überrascht so das wir nicht weiter fahren konnten. Schutz bot eine Brücke. Das war in Nashville. Wir fuhren weiter bis Lexington ca 70 Meilen vor Memphis. Hier fanden wir unser Nachtlager. Die Hauptgruppe, Martin und Beate hatten aufgeschlossen übernachtete in Pulaski.
Heute wollten wir unsere beiden Gruppen wieder zusammenführen. Aber zuerst ereilte mich der nächste Defekt. Eine Feder der Einspritzanlage war gebrochen. Ersatz lag im Seitenwagen, so war der Schaden schnell behoben. Auf nach Memphis über den Tina Turner Highway rechts und links gigantische Baumwollfelder. Wir haben erst mal angehalten um  die Wolle zu fühlen. So verspäteten wir uns etwas am vereinbarten Treffpunkt. Die Freude war groß, und es ging  sofort auf Motelsuche. Wir hatten wie immer Glück, Motel bezogen kurz in den Pool und dann Stadtfein machen. Und dann nach Downtown an den Mississippi und weiter in die City. In einer „Gartenwirtschaft“ mit einer Stimmgewaltligen Diva mit riesiger Oberweite hatten wir viel Spaß. Martin durfte tief gucken bei einem Foto mit der Sängerin. Weiter ging es ins Hard Rock Cafe der Elvis Gedächtnishöhle.  Fotos als Jugendlicher bei seiner Hochzeit, als Soldat, seine verschiedenen Gürtel, Anzüge, hier war alles hinter Glas ausgestellt. Der Abend ging viel zu schnell zu Ende, aber wir mußte Morgen ja frühzeitig aufsitzen.
Bei strahlenden Wetter ging es weiter es wurde jetzt immer heiser, die Wüste ruft, auf nach Hot Springs. Aproppo Hot, es war verdammt heiß, wirklich Die vielen Leuchtschilder zeigten uns 103 Grad Fahrenheit, das sind deutlich über 40 Grad Celsius. Die Münchs hatten damit kein Problem wir fahren ja das beste Motorrad der Welt, aber wir die Fahrer und  Beifahrer hatten in ihrer Lederkluft schwer zu kämpfen.
Gefahren sind wir bis zum Lake Quachita Resort bei Crystel Springs. In Häusern direkt am See fanden wir Unterschlupf. Schnell noch Abendbrot und Frühstück im General Store eingekauft und dann ab in den See. Eine wohltuende Erfrischung, wenn das Wasser nicht so nach Motorenöl gerochen hätte. Lange haben wir auf der Veranda gesessen und uns angeregt unterhalten, Es passte einfach mit unserer Gruppe, das Wetter spielte mit, die Strecke, hier jagte ein Highlight das Nächste ,und die Münchs liefen super! Ist das ein geiler Urlaub!
Um 9.00 Uhr, nach ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Amarillo.Bis dahin war es aber ein weiter Weg, bei Oklahoma City in Chikasha fanden wir ein Motel, nach über 500 Km war das Tagessoll auch locker erreicht. Morgen sollte es auf der Route 66 weitergehen.
Und so passierte es auch wir fuhren auf der legendären „Mutter aller Straßen“ die 66. Und schon wieder hatte ich Zündaussetzer! Das Gespann lief nur auf drei Zylinder, also kurzer Stopp. Martin und Beate blieben bei unserm Gespann und halfen mir. Die Gruppe fuhr weiter wir wollten gegen 17.00 Uhr Telefonieren um einen Treffpunkt auszumachen. Der kalte Auspuff zeigte die defekte Zündkerze an, und 30 Minuten später hatte ich wieder volle Leistung. Auf nach Amarillo. Die Absprache mit den Mitfahrern passte vorzüglich und so waren wir Abends im Hotel wieder vereint. Alle freuten sich auf Amarillo.
Zum ersten mal auf unserer Reise eine zweite Nacht in einem Hotel, also nicht einpacken auf-schnallen und abfahren, wir hatten Zeit, wir (ich nicht) konnten Wäsche machen, etwas länger schlafen und ausgiebig Frühstücken. Wie sah unser Tag aus? Vormittags ging es zu einen Viehtreiber Wettbewerb, super klasse ich habe so etwas nur bei Bonanza in der Flimmerkiste gesehen. Danach fuhren wir zum zweit größten Canyon den Palo Duro außerhalb der Stadt. Muss man gesehen haben dachte ich mir es war gigantisch! Ja und dann war da noch mein Hinterradreifen. Die Anfrage beim freundlichen Harleyhändler ergab kein Problem einfach mit dem Rad und Reifen vorbeikommen. Jetzt ging es los. Am Hotel hatte ich mir schon am vorherigen Abend einen Baum ausgesucht. Münch drunter gefahren, mit Spanngurten hochgezogen, Hinterrad ausgebaut und ab zur netten Werkstatt. Der Meister persönlich zog mir den Neuen auf. Und bezahlen durften wir auch nichts, nur am nächsten Tag vorbei kommen mit den Münchs.
Das haben wir auch gemacht, der Werkstattdienst brach komplett zusammen als wir auf den Hof fuhren. Unsere Reise löste Bewunderung aus, die Münchs natürlich auch. Nach knapp einer Stunde ging es weiter zum Cadillac Friedhof (Farm) außerhalb der Stadt. Die Autos sind halb in der Erde eingebuddel. Es ist ein Muss hier anzuhalten. Weiter nach Las Vegas, aber das Vegas bei Santa Fee. Ganz so weit haben wir es nicht geschafft, ein Unwetter traf uns , an Weiterfahrt war nicht zu denken,ein richtiger Sturm, Sturzzregen, Straßen unterspült und windig! Wir haben noch abgewartet, beim Mexikaner mit Mittagessen und Nachtisch, aber es wurde nicht besser. Also die 300m ins Motel und dann in die mexikanische Bar. Ich weiß nicht mehr was wir getrunken haben aber die Rechnung war heftig.
Nach den lustigen Abend fiel es allen schwer in die Gänge zu kommen. Aber wir mussten weiterfahren. Die Sonne war wieder da, aber kalt war es geworden und es ging in die Berge. Auf fast 7000 Fuss ging es hoch, wir haben noch mal angehalten und uns wärmer angezogen . Dass war wirklich nötig, Bis nach Cortez in New Mexiko sind wir gefahren. Wieder eine Tagesetappe von über 500 Km lag hinter uns.
Von Cortes war es nur ein Katzensprung zum Monument Valley. Die Münch von Lorenz hatte jetzt Aussetzer,sie wollte gar nicht mehr. Die Diagnose ergab, Benzinpumpe defekt. Aber kein Problem, es geht auch ohne Pumpe wir mussten sie nur ausbauen. So ging es dann weiter. Lorenz durfte jetzt nur nicht so schnell Fahren sonst könnte der gute Motor abmagern. Um 14.00 Uhr erreichten wir Mexican  Hat, und das schönste Motel hatte noch ausreichend Platz für uns. Also auf zum Visitor Center. Unsere Rundfahrt konnte beginnen. Eindrucksvolle Sache das Monument Valley. Die Möglichkeit über die Buckelpiste hineinzufahren nutzten nur zwei Münchs. Die Strecke war echt Scheiße.Ihr könnt euch denken wer dort runter  gefahren ist!
Heute erreichte auch noch ein Mitfahrer aus Berlin unsere Gruppe. Peter aus Berlin ein guter Freund von Barbara und Lorenz wartete am Motel in Mecican Hat auf uns.. Viele werden ihn noch kennen. Er hat uns beim Berliner  Weihnachtsstammtisch im BMW Werk die Führung möglich gemacht und auch selber durchgeführt. Peter hat sich in Denver eine Harley gekauft und wollte mit uns die Tour zu Ende fahren. Da war er nun, mit seiner Maschine mit defekter Batterie. Wir sind ja alle Hilfsbereit und ich hatte auch zwei Gelakkus dabei, so konnte ich doch eine locker abgeben.Gesagt getan.Die Batterie aus dem Seitenwagen war knapp zu groß, also nehmen wir die aus dem Heckteil unter der Sitzbank, die passt auf jeden Fall. Stimmt, die Harley sprang sofort an.Ich habe dann die Seitenwagenbatterie wieder eingebaut. Es war schon dunkel als wir das Werkzeug wegräumten, und einige Dosen Bier hatten wir auch schon weg.Ein lustiger Abend mit schlimmen Folgen!
Nach ausgiebigen Frühstück  wollten wir weiterfahren. Meine Münch sprang nicht an! Der Hof war leer,alle waren schon zur nahe gelegenen Tankstelle gefahren. Astrid und ich standen allein auf dem Parkplatz.  Anschieben brachte auch keinen Erfolg. Ein Blick in den Tank, Benzin ist da, aber die Pumpe fördert nicht, aber ich hörte sie doch laufen? Und dann wusste ich sofort was ich falsch gemacht habe! Schöne Scheiße, Batteriepole vertauscht, Plus auf Minus und Minus auf Plus. Was ist alles Kaputt gegangen schoss es mir durch den Kopf während ich die Pole tauschte? Der Motor sprang sofort an, Gott sei Dank, aber die Lichtmaschine ladet nicht mehr. Die rote Kontrollleuchte war schön am brennen. So ging es zur Tankstelle. Wir hatten nun zwei dicke Probleme, die Pumpe von Lorenz, und meine Lichtmaschine. Für den heutigen Tag stand eigentlich nur Wüste auf dem Programm, ohne Chance auf Ersatzteile oder schnelle Hilfe. Was machen wir? Eine zweite Batterie würde schon helfen! Also umgeschwenkt auf die zivilisierte Strecke. Es war die richtige Entscheidung, auch wenn nicht alle einverstanden waren. Und es kam wie es kommen musste Lorenz Münch blieb stehen, Luft in der Benzinleitung, die Vergaser wurde nicht gefüllt. Jürgen bekam das Problem in den Griff, indem er jeden Benzinhahn direkt mit einen Vergaser verbunden hat. Auch die Benzinfilter mussten weichen, je weniger Widerstand desto besser. So ging es weiter.  
 Zum ersten mal sind wir jetzt eine Strecke doppelt gefahren.Im nächsten Ort bekamen wir für die Harley eine passende Batterie und ich konnte  meinen Akku wieder unter der Sitzbank einbauen. Jetzt hatte ich 31 Amperstunden zum Fahren zur Verfügung. Das heißt drei Stunden fahren auf Batteriestrom, und dann? Ja dann tauschen wir den Akku mit der BMW von der Corinna sagte Jürgen. Die BMW  hatte auch eine große Batterie. Heute kamen wir so durch ohne weitere Reparaturen oder Tauschaktionen. Bis nach Page sind wir gefahren, an den schönsten Canyon den Antilope Canyon.  Ein Oldtimer-Treckerfest brachte uns alle auf andere Gedanken.
Der Tag danach! Wetter super, über 40 Grad, keine Wolke.Abfahrt zum Antilope Canyon. Dieser Canyon ist klein, sehr klein. Durch eine Leiter steigt man durch einen schmalen Ritz in den Canyon Eine gigantische unterirdische Welt nahm uns in ihren Bann, durch den Lichteinfall von Oben schillerten die Wände die glatt  dennoch aber in sich geschwungen waren. Nach über einer Stunde verließen wir diese herrliche unterirdische Welt. Ach ja, da war noch die Rasur von Martin, Er kann es nur elektrisch, sonst kriegt er Pickel. Der Rasierapparat machte es mit den Amerikanischen 110 Volt aber nicht. Ich hatte einen Spannungswandler mit und so rasierte Martin sich am Straßenrand.  Der Alutank vom Zeitbandit diente als Spiegel. Mit blanken Oberkörper kniete er vor seiner Münch. Ein super Bild, die vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer  konnten es nicht fassen.
Motorrad gefahren sind wir auch noch und zwar bis nach Hutsch in der Nähe vom Bryce Canyon. Eine komplett steinige Welt sind wir durchfahren, zwei Stopps hatten wir zum Batteriewechsel, klappte gut. Die Stimmung war ausgelassen, Der Kühlschrank war voll, das Abendessen stand schon auf dem Restauranttisch, so wurde der Abend wieder lustig.
Heute habe ich mir einen geritten! Es ist der 27.09. Montag .Wir sind seit zwei Wochen unterwegs! Um 9.00 Uhr war Abfahrt zum Bryce Canyon. Sieht mehr aus wie der Kölner Dom aber über 20 Meilen. Riesige spitze Türme ragen in den Himmel. Der Stein schimmerte rötlich im Sonnenlicht, traumhaft. Wir konnten den Canyon mit den Motorrädern komplett abfahren. Überall waren Aussichtspunkte Gigantisch. Einige von unserer Gruppe durchwanderten die Steinwelt.So war es recht spät als wir  Weiterfuhren. Für heute war unser Ziel das echte Las Vegas! Ja, und verfahren haben wir uns auch noch. Wir standen plötzlich vor der Zahlstelle des Zion National Park.  Eigentlich kein Problem, aber die Schotterstrecke wollten wir unseren Münchs nicht antun.Wir drehten um und eilten auf Las Vegas zu. Mein Münchgespann an der Spitze ich wollte es noch schaffen. Mit richtig Tempo vorne Weg. Schneller Tankstopp mit Batteriewechsel.Jürgen baute sein und ich meinen Akku aus. Warum ist bei dir den eine Zelle leer? fragte ich. Jürgen schaute verdutzt. Seit den letzten Wechsel ist die Batterie zum Hinterrad gerutscht und wurde so etwas beschädigt. So ein Mist. Weiter ging es, immer Richtung Westen. Die karge Landschaft flog an uns vorbei. Nur kein Gas wegnehmen immer weiter und dann auf die Interstate Nr. 15. Die Autobahn war wie in den Fels gemeißelt  eine super Strecke immer der heißen Sonne entgegen. An langen Steigungen im Windschatten eines schnellen LKW`s ober Jürgen setzte sich mit Corinna oder Stefan vor mir. Immer weiter wir schaffen noch Las Vegas ging es mir durch den Kopf. Die blöde Ladekontrolle schimmerte schön Rot und erinnerte mich an meinen Fehler mit weiteren Auswirkung. Ja, es wurde schnell dunkel und Tanken müssen wir auch wieder. Gar nicht so einfach in der Wüste die Abfahrten waren rar gesäht und die Leuchtreklame der Gas Station erst recht. Kurz nach 19.00 Uhr füllten wir unsere Tanks. Man was war die Gruppe sauer, so Dunkel und so schnell gefahren. Mein T-Shirt mit „ Ich bin Schuld „ hatte ich nicht dabei. Bis nach Las Vegas waren es immer noch über 60 Meilen und keiner wollte so richtig weiter. Mit Licht hätten wir jetzt fahren müssen und mit meinen Gespann nicht ohne Risiko verbunden. Glückskinder sind wir trotzdem, direkt neben der Tanke war ein Motel mit ausreichend Zimmer für uns. Peter düste mit seiner Harley noch los und besorgte Getränke. Den Abend verbrachten wir auf der Veranda des Motels. Ein  Ehepaar aus Deutschland hatte es sich dort schon niedergelassen. Die Beiden waren mit dem Fahrrad unterwegs und auch an der Ostküste gestartet. Also die gleiche Tour wie wir nur mit Pedale! Stramme Leistung. Ach ja, die Beiden nutzten auch die Interstate, ist erlaubt, da keine anderen Straßen zur Verfügung stehen. Über 500 Km haben wir gefahren, einen Canyon besichtigt und noch etwas gewandert. Alles bei über 40 Grad im Schatten.
Die Abfahrt war um 8.30 Uhr über den Hooverdamm nach Las Vegas. Es war wieder mörder mäßig heiß. Kurz vor dem Damm trennte sich die Gruppe. Meine Ersatzbatterie fuhr mit Jürgen und Stefan direkt nach Las Vegas. Corinna die mein Lademotorrad bewegte erwartete Heute ihren Freund Christian, den letzten Teilnehmer für unsere Reise. Den Akku hatten wir vorher noch gewechselt. Sollte reichen bis zum vor gebuchten Hotel in Vegas oder? Am Hooverdamm angekommen erwartete uns erst mal eine Polizeikontrolle. Verdächtige Autos oder Personen werden extra durchsucht und kontrolliert. Die Amis haben  Angst vor Anschläge. Wir konnten so passieren. Wir haben den ganzen Nachmittag am Damm verbracht, einem gigantisches Bauwerk. Erst am späten Nachmittag ging es nach Las Vegas.  Das Hard Rock Hotel hatten wir für drei Nächte vor gebucht, Auf in die Stadt der Träume. Aber nicht ohne Batteriestrom. Noch 3 Meilen bis zum Hotel und mein Münchgespann hatte keinen Saft mehr. Die Maschine war aus und wir standen am Straßenrand mit leeren Akku. Die Gruppe fuhr schon ins Hotel  Martin kam mit der Batterie von Jürgens Münch zurück und so erreichten wir das schicke Hotel 30 min später.
Ein Tag Ruhe ne ne, ein Tag Las Vegas. Die Stadt der Träume und Illusionen. Hier wir die Nacht zum Tag und umgekehrt. Hier brennt die Luft. Aber am Donnerstag kommt das Paket mit Lichtmaschine und Benzinpumpe! Ab 10.00 Uhr können wir mit dem Paket rechnen,also ab an den gigantischen Pool Zeit vertreiben, denn das Paket  kam  erst um 16.00 Uhr. Sofort ab in die Tiefgarage im Hard-Rocker Outfit (nach Astrid). Vier Stunden später war die Ladekontrolle aus. Lorenz seine Münch war auch repariert. Alles wie neu, es konnte weitergehen. San Francisco wird wahr!  
Freitag der 01. Oktober, in vier Stunden könnten wir am Endpunkt unserer Reise sein. Also die restlichen Tage zur freien Verfügung, jeder so wie es ihn beliebt. Die Gruppen teilten sich und die Südstaatler Karin, Corina, Jürgen, Christian und Stefan wählten die Bergroute die Rocky Mounten um des gemeinsame Ziel San Francisco zu erreichen. Der Rest, Astrid, Barbara, Beate, Martin, Lorenz, Peter und ich fuhren unten rum über die Geisterstadt Calico und weiter Richtung Lake Isabella. Bei richtig heißen Temperaturen fuhren über die Interstate bis zur Geisterstadt. Karge Landschaft bzw. Wüste um uns herum. Verbrannte Landstriche wechselten sich ab mit Orangenplantagen. Es  wurde wieder gebirgiger, die Straßen schmaler und die Kurven enger, Der Blick auf den Lake Isabella war gigantisch. Hier fanden wir ein kleines Motel in Bastow.
So konnten wir am nächsten Morgen vor dem Frühstück erst mal eine Runde schwimmen gehen bevor es heißt Aufsitzen und weiterfahren. Viel Kilometer haben wir nicht geschafft. Vor dem Sequoia Park, der mit dem Mammutbäumen bezogen wir unser Nachtquartier. Es regnete wie verrückt. Und so wollten wir die pflanzlichen Mammuts nicht genießen. Außerdem leuchtete in Ladekontrolle von Martins Münch. Eine defekte Steckverbindung war die Ursache und schnell repariert. Schnell spannte und fette  Martin noch seine Kette so das für Morgen alles fit war. Den Abend verbrachten wir in der Suite von Beate und Martin bei Pizza Hähnchen und Orangen. Ja, ein freundlicher Plantagenbesitzer schenkte uns auf der Strecke einen ganzen Sack. Beim Blick auf die Landkarte am Straßenrand  sprach  er uns mit Schweizer Akzent in unserer Muttersprache an. Eine kurze Besichtigung seiner Farm gehörte dazu. Ein riesiges Anwesen, wir hatten viel zu wenig Zeit.
Ich habe schon große Mammutbäume gesehen, dachte ich, aber was uns jetzt erwartete war gigantisch. Mammut an Mammutbaum riesige dicke  Dinger. Es waren tausende. Der älteste Baum der Welt, 3200 Jahre alt und 11m dick. Dieser Baum hat sogar einen Namen General Sherman. Der reine Wahnsinn. Mit Gänsehautfieling sind wir hier durchgefahren. Ach ja, am Parkeingang sahen wir einen Braunbär, lebend, er kletterte in den Büschen am Straßenrand. Jeder Park geht zu Ende! Hier haben wir es nicht gemerkt. Die Orangenfelder wurden abgelöst von Wein und Baumwollfelder. Riesige Schaf und Rinderherden boten eine abwechslungsreiche Kulisse. Bis 80 Meilen vor San Francisco sind wir gekommen. In Patterson fanden wir unser Nachtquartier.
Heute war mein großer Tag! Ein Mal im Leben mit deinem eigenen Motorrad über die Golden Gate zu fahren! Um 11.15 war es soweit. Wir befuhren meine Traumbrücke. Für sechs Dollar ging die Schranke hoch, mein Traum ging in Erfüllung. Mit unserem Münchgespann und mit meiner Astrid im Seitenwagen war das der Höhepunkt unserer Reise. Am liebsten hätte ich noch mal gedreht und noch mal und noch mal! Nein wir sind weiter gefahren zum Pier 39, die nächste Touristenattraktion von San Francisco. In den ehemaligen Hafengebäude waren Geschäfte und Restaurants jeglicher   Art. Touristen ohne Ende die mit den zahlreichen Seelöwen den Blick auf Alkatraz genossen. Geparkt haben wir direkt auf dem Gehweg ohne Folgen trotz Polizei. Glück gehabt.
Weiter auf den Highway 1  Richtung Los Angeles. Die Straße schlängelt sich direkt am Pazifik entlang. Was für ein Tag, jetzt noch ein Stopp am Pazifik und dann weiter nach Santa Cruz. Motel wie immer sofort gefunden, schnelle Wartung an der Münchs, und ab zum Strand in das schickste Fischrestaurant der Stadt. Der Tag fand einen wunderbaren Abschluss.
Am nächsten Tag , die Abfahrt war für 9.00 Uhr geplant, eine böse Überraschung, Lorenz seine Münch hatte einen Plattfuß. Ein Nagel hatte Mantel und Schauch durchbohrt. Für uns das eingespielte Werkstattteam kein Problem. Einen Schlauch hatten wir in der richtigen Größe mit so das wir in 90 min. abfahrbereit waren. Bis Big Sur,hier endete unsere Tagesetappe. Ein  Motel direkt am Wasser passte gut, da das Wasser auch noch von oben kam. Unsere teuerste Übernachtung, aber Weiterfahrt war nicht zu denken. An allen Maschinen waren das Reifenprofil mittlerweile ein Problem. Es war nur noch angedeutet. So war die gewählte Übernachtungsmöglichkeit die richtige Entscheidung. An unserem Gespann hatte nur noch das Seitenwagenrad zwei Millimeter Profil. Der Zeitbandit möchte auch noch die Antriebskette gekürzt haben, mit dem Spannen war es zu Ende. Das machen wir aber in einer Werkstatt am nächsten Tag.
Mittwoch der 06.10. Unsere Reise geht dem Ende zu. Um kurz nach 8.00 Uhr verließen wir unsere noble Übernachtungsmöglichkeit. Es war am regnen, aber aufsitzen und weiter. Im nächsten Ort ging es sofort in eine Harleywerkstatt, Kette beim Zeitbanditen um ein Glied kürzen. Die Schrauber waren unheimlich hilfsbereit, Münch auf die Bühne und nach einer knappen Stunde war alles gegessen. Jetzt schien auch ab und zu die Sonne, zumindest regnete es nicht mehr. Weiter auf den Highway Nr. 1 immer neben dir der Pazifik, ich bekomme jetzt noch eine Gänsehaut.  Zum Mittagessen in eins der vielen kleinen Restaurants. Eine Windsuferschnellrestaurant haben wir uns ausgesucht. War wieder die richtige Wahl, echt spitze das Essen. Jetzt noch zum Strand, Badehose an und ab ins Wasser. Herrlich, Martin hat sich noch am Motorrad rasiert, Ledersachen wieder angezogen und Abfahrt bis nach Santa Monika an die Stadtgrenze von Los Angeles. Hier wartete auch schon die Schreivogelgruppe auf die Wiedervereinigung. Den Abend verbrachten wir zusammen im Innenhof des Motels. Bei Dosenbier gab es viel zu erzählen, es wurde ein langer geselliger Abend.
 Donnerstag der 07.10 unsere letzte gemeinsame Motorradfahrt, wir haben es geschafft, noch 15 Meilen bis zu unserer Herberge. Wir sind am Ziel. Quer durch Los Angeles mit neun Motorrädern bis zum Hacienda Hotel. Das Glück war uns hold, alle konnten schon die Zimmer beziehen obwohl es noch weit vor Mittag war.
Am heutigen Donnerstag hatten wir noch eine Stadtrundfahrt  auf dem Zettel, Hollywood, Sunset Strip, Walk of Fame und am frühen Abend zum Observatorium. Das Schild Hollywood haben wir nicht sofort gefunden, aber Hilfe nahte in Person des Produzenten der Fernsehsendung „The Closer“ Ja wirklich wir standen am Straßenrand und ein Motorradfahrer mit seiner Triumph hielt an. Ich ging zu ihn hin und er wollte alles über unsere Tour und unsere Bikes wissen. Und dann autete er sich als besagter Filmemacher. Ich fragte nach dem Schild und er brachte uns dort hin. Einmal quer durch die Stadt. Das Observatorium bildete den Abschluss an diesem Tag. Den Sonnenuntergang von L. A. Genießen. Dann noch auf die Dunkelheit warten bis sich Los Angeles in einen Stern verwandelt. Nicht verwandelt sondern der sternenförmige Verlauf der Straßen hinterlässt dieses Bild. Jetzt mit den Motorrädern  zurück zum Hotel zum Tanzabend in die Hotelbar.
Heute müssen wir unsere Motorräder bei der Spedition abgeben und in unsere Gestelle verzurren. Klappte alles problemlos. Um 11.00 Uhr sind wir am Hotel abgefahren und um 20.00Uhr waren wir zurück am Hotel.
Den Samstag verbrachten wir am Strand der Reichen und Schönen in Santa Monika. Sonntag war Pooltag im Hotel angesagt und um 19.00 sind wir gestartet. Zurück in die Heimat.
Amerika wir kommen wieder. Natürlich mit unseren Münchs.

Resümee!
Wir waren eine super Truppe!
Keiner ist krank geworden
Keiner hatte einen Unfall
Alle Maschinen sind durchgekommen, die Münchs sind super gelaufen, die kleinen Pannen waren das Salz in der Suppe, hier merkte man auch die Hilfsbereitschaft der Teilnehme. Jeder hätte für den Anderen das letzte Hemd gegeben.
 Es gab keinen Streit, wir hatten vier tolle Wochen und Spaß ohne Ende.
8933 Km eine stramme Leistung für Mensch und Maschine. Hier unsere Probleme!
Ducati- nichts,
BMW 650 CS nichts, noch nicht mal Reifenverschleiß.
BMW 100 R nichts, doch Kupplungszug gerissen.
Harley    Antriebsriemen gerissen.
Münch ( Martin Knasiak) Lichtmaschinenkabel lose, Kette ein Glied gekürzt.
Münch (Lorenz) Benzinpumpe defekt, Plattfuß durch Nagel am Hinterrad.
Münch (Jürgen) Kettenkasten durchgeschliffen.
Münchgespann zwei Zündkerzen gewechselt, einen Zündkerzenstecker repariert, neuer    Hinterradreifen, Feder an Einspritzanlage gebrochen Die Lichtmaschine war eigene Doofheit.
Alle Münchs haben Öl verbraucht, ich habe 2 Liter auf der ganzen Strecke nach gekippt. Martin hat etwas mehr gebraucht, Jürgen am wenigsten, seine Münch brauchte nur einen guten Liter auf der ganzen Tour.
Das Benzin war günstig, nur 0,60 bis 0,70 Cent der Liter, aber  Scheiße, Nur 91 Oktan war an den Tankstellen zu bekommen. Auf unserer Strecke mussten wir uns auch einmal  mit nur 87 Oktan zufrieden geben. Mein Münchgespann reagierte auf die schlechte Qualität sehr sensibel. Etwas Abhilfe schaffte der Oktanbooster den es an fast jeder „Gastation“ gab.
Habe ich etwas vergessen? Jau, die Menschen die wir getroffen haben, immer freundlich immer hilfsbereit und unheimlich interessiert an uns, unsere Strecke und an den Münchs.
Ich habe nur kurz an der Straße gestanden, auf die Gruppe gewartet und innerhalb kürzester Zeit bot man uns Hilfe an. Diese Hilfsbereitschaft fanden wir nicht nur einmal, es zog sich über die ganze Reise. Ob der Sheriff  das Ehepaar im Sportflitzer oder der braun gebrannte Sonnyboy mit Truck und passenden Motorradanhänger.“Can i help You?“hörten wir öfters.

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SPANNEND GEHTS WEITER! ier der Reisebericht von ALBERT STEHLE der mit seinem BENDER der an einer MÜNCH (!) hängt eine spektakuläre Wüstentour gemacht hat. Recht so, Oldtimer gehören auf die Straße (oder Piste) und nicht ins Museum:

Die Wüstetour. 

Die Münch war bestens vorbereitet. Unterfahrschutz für die Ölwanne, Zuatzölkühler mit Elektrogebläse, gutes Motoröl 20 W 60 grobstolliger Hinterradreifen auf einen alten aber nie benutzten Schaufelrad aufgezogen.Das Orginalrad mit neuen Reifen landete auf dem Seitenwagen als Ersatz. Das Ziel stand nicht genau fest. Die unsichere Situation in Tunesien, und die entführten Österreicher hatten zu der Überlegung geführt die Fahrt nach Griechenland und in die Türkei zu verlegen. Die Fähre haben wir nicht gebucht und meine Frau war über diese Entscheidung auch richtig froh.

Am 30.4 war die Abreise. Nach der Arbeit, die Münch war reisefertig ging es los. Ich wollte auf jeden Fall bei der Fam. Münch und am Münchmuseum in Walldorf vorbeifahren. Um 17.00 erreichte ich Altenstadt, Friedel und Lotti waren aber noch nicht Zuhause. Die komplette Famielie war anwesend um die Beiden nach drei Monaten Zwangsurlaub endlich wieder Daheim zu begrüßen. Ich wollte sofort weiterfahren, hatte noch das Glück das  Lotti und Friedel in diesen Moment vom Pflegedienst gebracht wurden. Dann war ich auch schon verschwunden. Bei strömenden Regen erreichte ich ein kleines Hotel namens Wolfsschlucht in          .Für die Münch gab es eine Garage und für mich ein Riesenschnitzel. Sieht man mir das an daß ich viel essen kann? Am nächsten Morgen ging es zügig weiter, über Landstrasse erreichte ich gegen 12.00 Uhr das Münchmuseum. Das Hallo war groß, meinen Geburtstag hatte keiner vergessen und so blieb ich einige Stunden. Rudi Schiller gab mir noch das Paket mit den Ersatzvergaseranlage (wenn die Einspritung micht mehr will), und so reiste ich weiter. Bei Fam. Liedloff war leider keiner da und so fuhr ich weiter bis nach Kaufbeuren in den Landgasthof Stegmühle. Wieder hatte die Münch eine Garage welch ein Glück.

Am nächste Tag wollte ich mich mit Horst, den Münchfahrer aus Östereich um 12.00 Uhr am Brenner treffen. Das klappte natürlich vorzüglich und ich lernt den dritten Mann unserer Reise kennen, Kiko den Nachbar von Horst ein  Spanier. Die Maschine vom zweiten Team war eine Moto-Cross BMW, Gefertigt bei EML mit 16" Rädern und Kettenantrieb zum Hinterrad. Der Boxermotor hatte 1000ccm und 60 PS bei 200kg Leergewicht mit Seitenwagen. Jetzt war die Reisegesellschaft komplett. Wir starteten nach einem Kaffee Richtung Gardasee den wir ohne Benutzung der Autobahn gegen 17.00 Uhr erreichten. In einem kleinen türkischen Laden ( ich dacht in Italien ist man nur Pizza) kauften sich Horst und Kiko einen mit Hingabe modellierten Döner. Ich glaube die mollige Bedienung hätte am liebsten selbst probiert.

Auf dem Zeltplatz richteten wir uns häuslich ein und dann ging es zum Strand. Das Bier aus der 0,7 Liter Flasche schmeckte vorzüglich. Die Diskusion wo die Reise jetzt eigentlich hingeht beantwortete Horst mit dem Satz, besser wird es in Tunesien nicht, wir fahren rüber peilen die Lage und dann fahren wir eben nicht so weit südlich. So ging der Abend schnell vorbei und wir gingen glücklich schlafen.

Nach Genua war es noch ein ordentliches Stück zu fahren vor allen wenn wir die Fähre um 16.00 Uhr erreichen wollten. und alles ohne Autobahn. Ab Piacenza wurde die Landstraße recht schmal und ich glaube bis Genua hatte ich mit über 1000 Kurven zu kämpfen. Es ging bergauf und runter. Das Schlimme waren die anderen entgegenkommenden Fahrzuege die sich wirklich teiweise rücksichtslos verhalten haben. Aber um 14.00 Uhr erreichten wir Genua. Hier standen wir in der Schlange am Ticketschalter und hatten Glück, die Tickets zu einem günstigen Preis hielten wir in den Händen. Allerdings keine Kabine.

Um 16.00Uhr legten wir ab. An Deck hatten wir uns es gemüdlich gemacht. Neben uns ein paar Tunesier die auch ausgelassen feierten. Später bereiteten wir unser Nachtlager im Treppenaufgang des Schiffes. Wir waren schon fast am schlafen als die Tunesier kamen und uns eine Vierbettkabine "kostenlos" zur Verfügung stellten. Ich weiß nicht wie sie das angestellt haben aber das Angebot nahmen wir gerne an. Nur Horst hat sich geziert, er wollte kein Bett aus Gewohnheit. Ich schlief super, und teilte mir mit Kiko die eigene Toilette und die Dusche.

Nach jede Menge Zollformalitäten und Selbstbedienung beim Schmiergeld (hat mich 35€ gekostet) verließen wir um 17.00 den Hafen. Horst der Ortskundige führte uns zu einer nahegelegenen Tankstelle (Liter Super für ca. 80 Cent) und anschließend in ein "Restaurant". Hunger hatten wir , also bestellten wir das große "Menü" bestehend aus 1/2 Bagett mit Schafsfleich und Salat, dazu Pommes und eine Cola. Tanken, Essen, Trinken und dann der Durchfall, nein nein der kam erst viel später. Beim Essen entschieden wir noch ein paar Kilometer unter die Räder zu nehmen. bis nach Hammamed wollten wir fahren und den Nacht auf dem Campingplatz       verbringen. Die Straßen waren im sehr guten Zustand, alles kein Problem für Mensch und Maschine. Nur den Zeltplatz haben wir nicht gefunden. Abends um 20.00Uhr hatten wir immer noch keine Bleibe. Durch Zufall kamen wir auf ein Hotelgelände wo wir einen Bungalow für die Nacht mieteten. So hatten wir ein schönes Dreibettzimmer mit Frühstück.

Geschlafen haben wir gut, denn die nötige Bettschwere erkämpften wir uns am Vorabend. Nach dem Früstück kurz inden Pool und dann ab auf die Piste.

Der Weg führte uns nach Souse eine alte Römerstadt die wir uns auch anschauten. Im Souk den Marktplatz der Stadt wurde man in die kleinen Läden förmlich reingezogen, und alle Arten von Ware angeboten. Eine Uhr habe ich gekauft. In den Geschäften und bei Feilschen wurde immer pefektes Deutsch gesprochen. Man wurde in allen Sprache angesprochen, die Tunesier sind in dieser Beziehung echt Talente.

Nach zwei Stunden Aufenthalt ging es weiter nach Gabes auf einen Campingplatz. "Das sieht hier aus wie bei den Türken vor Wien" meinte Horst, stimmte auch, die Toiletten möchte ich nicht beschreiben, duschen war ich auch nicht aber Zelt aufbauen ging. In der Stadt kauften wir noch etwas Brot und Bier und drehten eine kleine Runde im Ortskern. Zurück am Platz waren wir schnell im Zelt verschwunden.

Am nächsten Tag beim Frühstück mit Knäckebrot und Käse sprach uns der Schafffellverkäufer an, und pries uns seine Ware an. Nachz dem Satz "das sind keine Heidschnucken aus der Lüneburger Heide "habe ich ein Fell gekauft welches seitdem meine Sitzbank schmückt.

Das Fell war ein guter kauf, ich hatte richtig Komfor auf meiner Sitzbank. Wir waren auf den Weg nach Derba, machten aber noch einen Umweg über das Matmatagebirge. Ein super Panorama eine Lanschaft die kaum zu beschreiben ist. Hier wurde übrigens der Film Star Wars gedreht. Immer wieder habe ich angehalten und Fotos geschossen. Es ging aber weiter ein Höhepunkt jagte den Nächsten. Wir fuhren weiter ins Dahar Gebirge. Hier hat der Wüstenfuchs Rommel mit seinen paar Panzern die Alleierten im zweiten Weltkrieg lange aufgehalten. Oder haben die sich auch die Gegend verliebt? Hier fahre ich auf jeden Fall noch mal hin. Obwohl fast nur Felsen, Sand und  Sonne, wenig Menschen mit ihren Tieren , das Zusammenspiel, ein Augenschmaus .

Es ging jetzt auf Derba die Touristeninsel zu. Vor der Fähre waren Kontrollen durch das Militär, die wir aber ohne Probleme passierten. Die Fähre war für Motoräder und Fahrer kostenfrei und eine 1/2 Stunde später erreichten wir über meine erste Schotterstrecke den Campingplatz. Ich glaube die Türken hatten auch hier mal ihr Lager aufgeschlagen. Die Lage war traumhaft aber die Anlage ungepflegt. Bevor ich mein Zelt aufbaute ging ich erst ins Meer, eine Runde schwimmen. Es folgte der Anruf bei meiner Familie und dann holten wir uns mit einem Spaziergang zur Teestube die nötige Bettschwere.

Am nächsten Tag war die Rundfahrt auf der Insel obgligatorisch, der Besuch in dem größte Souk natürlich auch. Eigentlich wollten wir hier einen Tag unsere Wunden Lecken aber Horst trieb uns weiter. Über den Römerdamm verließen wir die Insel in Richtung Medenine. An einer der "freien Tankstelle", hier wird aus Kanistern der Sprit über einen riesigen Trichter mittels Schlauch der Tank befüllt, wollte ich nachfassen aber Benzin war ausverkauft vielleicht auch ausgelaufen denn der Sandboden hatte eine völlig andere Farbe vom Geruch ganz zu schweigen. Wir hatten aber Glück nach 5 Km ereichten wir eine richtige Tanke und direkt daneben war sogar ein kleiner Lebensmittelhändler sodas wir unsere Körper auch auftanken konnten.

Es wurde jetzt Ernst.Von Guremassen ging es weiter nach Chenini den südlichsten Punkt unserer Reise. das bedeutete ca. 12Km Schotterstrecke der übelsten Art. Solche "Bodenwellen hat die Münch noch nie gesehen und ich gespührt. So einen Weg will ich nicht mehr fahren! sagte ich zum Reiseführer Horst. Ein Einheimischer mit seiner Mofa den wir nach den Zustand der Piste fragten meinte , keine Chance mit dem Ding und zeigte auf mein Lieblingsgespann. Wir überlegten wie wir die nächsten 80Km Schotter und Sand umgehen konnten, hatten aber kaum Möglichkeiten. Es bedeutete einen Umweg von fast 300 Km wir hätten umdrehen müssen. So entschieden wir uns durch Chenini bis zur Piste zu fahren und den Zustand in Augenschein zu nehmen. Ich war es der sagte wir probieren es. Und so führen wir los. Die ersten 10 Km waren richtig gut,  einfach eine ungeteerte Straße viele Kleine Steine aber gut zu befahren. Das änderte sich aber schlagartig. Die Steine wurden immer größer und meine Geschwindigkeit geringer. Die Öltemperatur stieg jetzt schnell an. jeder Meter eine Strapatze für Mensch und Maschine. Der tiefe Seitenwagen setzt ständig auf und der Ölwannenschutz verhinderte Schlimmeres. Horst ist absolutschmerzfrei. er deutete an das wir hier auch unsere Zelte aufschlagen könnte, hier auf der Piste wo das östereichische Ehepaar entführt worden ist. Nein, das wollte ich nicht. Vorsichtig führ ich schnell weiter. Irgenwann,(Zeitgefühl war weg) erreichten wir eine kleine Hütte, (die Hälfte war geschaft) wo wir einen Tee trunken, Fotos von Horst seiner letzten Reise darliesen, und meine Visitenkarte an die Pinwand hefteten. Dann ging es schon weiter. Jetzt kommen die Sanddurchfahrten, immer mit Vollgas durch meinte Horst zu mir. Ist ja einfach, und dann kam die erste Sandverwehung, Vollgas auf Schotter im zweiten Gang, rein in den Sand, ein Gefühl als wenn der Motor blockiert, er quält sich knack, knack, knack sind die Geräusche aus seinem Innern, runter im Ersten und ein Stückchen weiter, Knack, knack, knack, die Mammut tat mir Leid ich mir selber auch, abspringen weiter, ein Schritt, zweiter Schritt und nichts geht mehr, Hinerrad tief im Sand. Gut das ich zwei Helfer hatte anheben, schieben und mit Motorkraft nach vorne und wenn es wieder läuft aufspringen sodas daß Gespann schnell wieder flott war. Ich glaube bei jeder Sanddurchfahrt ist die Münch um 3000Km gealtert, wie viele es waren weis ich nicht mehr, aber drei Mal bin ich steckengeblieben und brauchte Hilfe .Aufgesetzt habe ich öfter, der Seitenwagen drückte sich schön nach Oben weg. Der Unterfahrschutz rettete die Ölwanne. Glück hatte ich als der Seitenwagenkotflügel abfiel, ich merkte es sofort und die Ersatzschrauben lagen im umfangreichen Bordwekzeug. Nur der Kabelbaum war vom Reifen angeschliffen. Die Reperatur erledigte ich allein, Horst war schon vorgefahren. Danach der große Schreck, ein großer Stein traf die ungeschutzte  kleine Ölwanne der Ölpumpe. Richtig gekracht hatt es, aber Öldruck konstant bei 4 Bar. Sofort habe ich gestoppt und unters Motorrad geschaut. Kein Öl, aber ein dicker Kratzer und Ölablasschraube stark beschädigt. Glück gehabt ich konnte weiterfahren.

Horst un Kiko waren immer noch nicht zu sehen, so fuhr ich einsam und noch vorsichtiger weiter. Wann hat daß endlich ein Ende, die Sonne stand schon tief, fast fünf Stunden waren wir schon unterwegs und kein Ziel zu sehen. Ein paar Kilometer weiter sah ich meine beiden Reisepartner, sie winkten mir zu. Wir hatten es geschaft. Ein Obelist, ein Denkmal von Captain Le Clark zeigte das Ziel. ich begiff nichts, Horst nahm mich in den Arm und sagte.Du alter Beduine wir haben es geschaft, wir sind am Ziel. Meine Erleichterung war groß, Meine Münch und ich hatten es geschaft. Die südlichste ohne Militärgenemigung frei befahrbare Piste hatte mein Gespann und ich unte rdie Räder genommen und mit Bravur gemeistert. Jetzt nur noch in die Oase Ksar Ghilane auf den Campingplatz Paradiso und den Abend genießen.

Es war meine erste Oase, ich habe gar nicht kappiert was passiert, Auf einmal war alles grün, ist das Kunstrasen, was ist hier los, dachte ich, nur auf eine Oase bin ich im ersten Monent nicht gekommen. An der Anmeldung zum Zeltplatz wußte ich wie eine geflegte Oase auszusehen hat. Einfach wunderbar. Hier gab es nur große Beduinezelte mit Betten und Bettzeug inklusive Halbpension. Bei einer Flasche Wein und Spagetti genossen wir den Abend. Horst machte meiner Münch noch ein großes Kompliment " Albert, wenn ich nicht schon eine Münch hätte ich würde mir jetzt eine kaufen".

 Nach einem ausgiebigen Bad in der Oase ging es zum Frühstück. Danach pakten wir und es ging weiter entlang der Ölpipeline  nach Douz. Die Straße war im guten Zustand, nur der Sandsturm setzte uns leicht zu. Am Vortag hatte ich mein Visier verloren, so fuhr ich nur mit Sonnenbrille. Douz die Stadt mit dem Tor zur Wüste. Eigentlich ein Stadion, mit einseitiger Tribüne und dem großen Tor mit dem Blick in den riesigen Sandkasten. Die Runde in dem Stadion war natürlich obgligatorisch, obwohl die Münch richtig schlecht lief. Die Luftfilter von K+N waren völlig zu. So wurde auf dem Campingplatz eine Grundreinigung der vorgenommen. Die  Filter wusch ich mit Haarshampo aus. Die Vollcrosser von Nebenan hatten in ihrem Servisauto das passende Öl. Der abendliche Rundgang in der Stadt bescherte uns auch unser Abendbrot, Salat, ein Spiegelei mit Brot und Pommes. Danach in der Teestube noch das Treiben auf der Straße beobachten bis der Schlummertrunk anstand und dann nichts wie in den Schlafsack, Morgen geht’s weiter.

Kaffee gab es vom Nachbarn, einen Wohnmobilfahrer aus Bautzen der mit seiner netten Frau und Kind schon seit Anfang April in Tunesien unterweg war, Brot und Käse hatten wir noch. So fachsimpelten wir über sein Traummotorrad meine Münch. Mit dem Einpaken unserer Eigenheime waren wir gegen 10.00 Uhr fertig. Die ersten Enduros waren schon losgefahren kamen aber nach kurzer Zeit wieder. Sandsturm, man kann nichts sehen, unmöglich zu fahren. Noch schlimmer wie Gestern kann es nicht sein dachte ich oder sind wir die letzten Helden? Horst setzte sich auf die BMW und gingen auf die Piste. Die Endurofahrer schauten uns ungläubig hinter her.

Auf nach Tozeur, es ging über eine Trasse durch einen Salzsee. Der Beifahrer von Horst, Kiko machte noch  zwei Fotos , danach war die Kamera hinüber, Sand im Objektiv sodas dieses sich nicht mehr bewegte. Das gleiche für die BMW . Tribut an den Sand ,sie stand auch still. Der Sturm hatte sch merklich nachgelassen und kurz vor unserem Ziel da riss bei Horst die Kette. Der Sand hast ihr übel mitgespielt. Mit neuen Schössern konnten wir bald weiterfahern. Wir waren froh als unsere Zelte standen. Danach noch ein Bad in der Oase, einfach zwei Rohre aus dem Sand wo das warme Wasser herausschoss. Gigantisch, du kommst aus den Sand und auf einmal ist Wasser da.

Zurück auf dem Campingplatz trafen wir die Familie aus Bautzen wieder. Es war ein schöner Abend, eine Flasche Tekila und eine angeregte Unterhaltung gestalteten  den Abend äuserst kurzweilig. So war am Morgen das Frühstück auch der Abschied von der netten Familie. Horst schmierte seine Kette und dan ging es wieder los. Heute wollten wir nach Algerien, zu einer alten Römerfestung. Der Sturm hatte nachgelassen ,nur noch ein laues Lüftchen, so fuhren wir nach Gafsa über Tamerzu und Mides, wo es einen Wasserfall in der Wüste ist. Lange führen wir auf eine doppelte Oase zu. Über viele Kilometer hat man die Palmen, das Grün gesehen. Für unsere Motorräder vielleicht eine Stunde, für die Beduinen waren es früher und heute Tage. An der Grenze keine Kontrolle aber viel Militär die die Turisten begleiteten. Man hat hier Angst vor Übergriffe bzw Entführungen. So kamen wir auch an eine Militärsperre und wir mußten wieder umdrehen, den gleichen Weg zurück. Irgent etwas war passiert.

Der Camingplatz in Gafsa lag auserhalb der Stadt. Er war ganz neu aufgebaut, alles in sehr gutem Zustand und man baute immer noch weiter. Denn als wir aus der Stadt zurück kamen war die Einfahrt mit ca 20ccm Kies zugekippt. Keine Einfahrt für Horst, keine Ausfahrt für mich. Zwei Arbeiter mußten für die BMW die Zufahrt freischaufeln.

Am anderen Morgen es wurde früh die Schüppen geschwungen ging es weiter nach  Kairouan. Hier steht eines der wichtigsten Moscheen der Welt. Es ging jetzt wieder in den Norden, raus aus der Wüste, rein in den Regen. Ja es hat richtig geschüttet. Auf halber Strecke machte ich mich Stadtfein ich ging zu erst besten Babier. Mit erreichen der ersten Oase in Gabes hatte ich mich nicht mehr rassiert, jetzt wurde es Zeit. Es war für mich das erste Mal, richtig Klasse, mit allen Schikanen. Nicht nur der Bart war ab sondern auch die Haare im Nacken Ohren und in der Nase wurden gestutzt. Gekostet hat es einen Dinar (80 Cent), gedauert hat es 30 Minuten und so gab ich noch vier Dinar Trinkgeld.

Die Stadt Kairouan ist bekannt. Hier wird den Touristen das Geld aus der Tasche gezogen. Erst Mal im Geschäft muß man etwas kaufen. So passierte es auch uns. Die riesige Moschee hatte schon geschlossen. Aber ein Führer ging mit uns auf ein Hausdach sodas wir einen Blick ins Innere werfen Konnten. Danach mußten wir aber noch mit in den Teppichladen seines Freundes. Sofort bekamen wir Tee und Gebäck und einen Teppich nach den Anderen vorgeführt. Wir konnten wirklich nicht gehen. est als ich einen Kleinen Teppich gekauft habe sind wir gegangen.

Schlafen wollten wir in einer Jugendherberge mit Zeltplatz. Die Zimmer waren schrecklich, die Toilette verdiente ihren Namen nicht, So bauten wir unsere Zelte im Hof auf. Horst verbrachte viel Zeit mit seiner Kette. Sie war in einem erbärmlichen Zustand. Deswegen kürzten wir unsere Fahrt in den Norden und fuhren am nächsten Tag nach Hammamed in das Bungalohotel um dort die Maschinen zu checken. Bei der BMW wollten wir die Kettenräder drehen und nochmals alles abschmieren sodas wir gut nach Hause kommen. Bei der Münch füllte ich Öl nach und streichelte ihr über den Tank wie jeden Abend auf der Fahrt. Uns beiden ging es richtig gut. Wir hatten alles gemeistert. Auch das Unwetter was sich jetzt zusammbraut konnte kommen, wir hatten ein richtiges Bett mit Dach. Aber mit dem Erreichen von Hammamed bekam ich Durchfall. Die mitgenommenen Kohletabletten halfen nichts. Erst auf der Fähre bekam ich Hilfe von einer Ärztin aus Niederbayern. Mit ihren Tabletten stoppte der Durchfall zwei Tage später. Ich mache es kurz. Die Klamotten von der Fähre habe ich dort gelassen. Nach einer Woche habe ich wieder richtig gegessen.

Nachts um ein Uhr verließen wir die Fähre. bis zu einem wilden Campingplatz war es noch eine Stunde zu fahren. Morgens um acht ging es weiter. Unser erster Halt war in Verona aber durch meine schlechte Verfassung bat ich darum weiterzufahren und auch nichrt mehr am Gardasee zu Campen. Also ging es in einer Rutsche bei strömenden regen ins Zillertal. Auf der alten Brennerstraße traf ich dann unseren Clubkollegen und Freund Bernd Hofmann, was für ein Zufall. Er von der Motorrad Action Teamreise und ich aus der Wüste. Bernd stand in der Bushaltestelle und zog sich trockene Sachen an. So fuhren wir weiter, natürlich ins gleiche Hotel.

Der Rest der Reise ist schnell erzählt. Meine Frau kam am Mittwoch. Am Donnerstag weiter nach Ungarn zum Münchtreffen und am Sonntag die 1100 Km nach Hause

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Resümee

Ich bin ca 7000Km in drei Wochen gefahren. Die Münch auch. Auf der Waage in Östereich hatte ich 7Kilogramm weniger, ein sonnengebräuntes Gesicht und

Was ist Kaputt an der Münch? 1. Die Tachowelle, die Schraube zum Öl einfüllen (das Gewinde der Schraube ist gebrochen, ich habe die Schraube mit Dichtungsmasse festgeklebt und Öl nach Gefühl über den Ventildeckel eingefüllt), die Schraube für die Kettenkontrolle ( mußte ich aufmeiseln, Kette nich einmal auf der Fahrt gespannt sehr gute Kette Danke Rolf die ist ihr Geld wert). Das ist alles an der Münch, natürlich hat sie gelitten, der Lack und die Aluteile sind angegriffen , der Tank hat ein paar Macken, das Boot und die Ölwanne dicke Striemen aber gelaufen ist sie prima, mein Liebling. Ach ja etwas habe ich vergessen, die Aufnahme des Seitenwagenrades ist völlig ausgeschlagen. Der Seitenwagenrad schleift am Stoßdämpfer.

Warum macht man so etwas, warum Qualt man sich und sein Motorrad.? Eine Münch sieht man nur im Museum sagte der Wohnmobilfahrer und hier ist eine in der Wüste. Der BMW Endurofahrer aus Belgien ist die Schotterstreke wieder umgedreht zu anstrengend sagte er. Mein Gespann hat es durchgehalten, Klar es hätte auch schief gehen können. Ich denke immer an den Stein der meine Ölwanne "leicht berührte".

 Aber ich habe es gemacht und werde es nie vergessen, ein einmaliges Erlebnis und alles mit meinen Motorrad mit meiner Münch. Als Kind immer von geträumt als Jugentlicher weitergesponnen, als Erwachsener von erzält und dann endlich gestartet. Mit meinen Optimismus und meiner Münch schaffe ich jede Strecke.

Die Münch gehört nicht in ein Museum oder ins Wohnzimmer, Auf die Straße muß die Mammut.sie ist eine ausgereifte Fahrmaschine, die richtig gewartet viel, viel Spaß macht.

Bedanken muß ich mich nur bei meiner Frau Astrid sie läst mich meinen Splin ausleben und unterstützt nich noch Vielen Dank Ich hätte dich aber gerne mitgenommen.

Was kommt als nächstes? Zuerst das große Sommerfest bei Friedel und mit Friedel in Laubach, 2009 geht es zur Ile of Man, 2010 nach Amerika, und dann?

Ich habe da noch einen Traum, Südamerika, mit meiner Astrid und meiner Münch! Aber vorher mach ich noch einen Ölwechsel natürlich mit Filter.

Bedanken muß ich mich nur bei meiner Frau Astrid sie läst mich meinen Splin ausleben und unterstützt nich noch Vielen Dank Ich hätte dich aber gerne mitgenommen.

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- Auf der Seite:  http.//www.ballerupegnsmuseum.dk/byhornet/pdf/byho2001_1.pdf  die nicht mehr online ist fand sich folgender Bericht:

Bender wieder auf den Strassen

(Der von Rüdiger Ziegler aus dem Dänischen in das Deutsche übersetzte Artikel von Torben Okkels wurde im original in der Februar/März Ausgabe der dänischen Zeitschrift " Klassisk BIL & MC " 1992 veröffentlicht.)

Viele Nimbus - und BMW Motorräder und sogar Vespa Roller – wurden  dank eines Bender Seitenwagen zu Fahrzeugen für die ganze Familie.

Ein Stück dänische Industrie- und Verkehrsgeschichte begann, als Viggo Bender eine Lehre in der Karosseriefabrik seines Onkels in Emdrup begann. Seine Freizeit verbrachte er damals, bedingt durch die Mitgliedschaft im Motorclub Søborg und Umgebung, mit Motrradfahren. Speedway war der bevorzugte Sportszweig.

Inspiriert durch die Acap Seitenwagenfabrik bekam Viggo Bender selbst Lust Seitenwagen herzustellen und schon im Jahre 1937 stand der erste Seitenwagen aus der Werkstatt im Blytækkervej in Nørrebro bei Kobenhagen zur Auslieferung bereit. Viggo bezeichnete den Wagen als Typ JN 500, und er bekam die Gestellnummer B200. Der Preis betrug damals 450,00 dänische Kronen. Die ersten Seitenwagen wurden komplett, jedoch ohne Mantel und Schlauch, ausgeliefert. Für seine Freunde aus dem Motorsport Club baute er einige Seitenwagen speziell für Geländerennen aber ansonsten nur normale Seitenwagen für den Verkauf.

Das Geschäft lief gut bis zur Besetzung Dänemarks durch Deutsche Truppen 1940 : Katastrophe. Kein Benzin, kein Verkehr, kein Verkauf von Seitenwagen.

1000 im Jahr

Aber Viggo Bender lässt sich nicht aus der Bahn werfen. Er stellt seine Produktion auf Heckenscheren, Schlittschuhe, Ölofen und Gasgeneratoren für Autos um. (Haben einige von diesen überlebt?)

Nach dem Ende der Besetzung kommt wieder etwas Bewegung in die Produktion von Seitenwagen, aber erst in den 50'er Jahren steigt die Nachfrage. Familie Dänemark will endlich wieder raus und die Freiheit nach der Besetzung und den Rationierungen genießen. Die Produktion steigt auf 1000 Seitenwagen im Jahr und die Firma ernährte nun 20 Mitarbeiter. Es wurden vier Modelle hergestellt: Comet, gedacht für Motorroller wie der Vespa, GM für größere Roller wie den Gogo 200, LV für Motorräder bis 500 ccm und das große Model JM 130 gedacht für die größeren Motorräder wie Nimbus oder BMW. Alle Seitenwagenboote waren in Bomben oder Torpedoform. Die Boote für die Seitenwagen der Roller waren auf den Gestellen montiert, die der größeren Modelle hingen in deren Mitte. Eine Konstruktion wie sie auch die deutschen Steib Seitenwagen, sowie die dänischen Akap, Dania, Star und Sterling verwendeten. Die Gestellrohre waren kalt gezogen und an den Fronten elegant mit Aluminium bezogen. Das Seitenwagenrad war mit einem kurzen Schwingarm abgefedert und ungebremst. Die Kotflügel hatten sowohl innen als auch außen Radabdeckungen an den Seiten, um das Wechseln des Rades zu vereinfachen, konnte der komplette Kotflügel durch das Lösen einer einzigen Mutter, nach hinten geklappt werden. Die Beleuchtung lag ähnlich die des VW Typ 1 auf dem Schirm und war nach Hörensagen von der Dänischen Firma Ermax.

Ein eigenes Nummernschild

Bisher ist es dem Verfasser des Artikels jedoch noch nicht gelungen auch nur einen einzigen Seitenwagen mit dieser Beleuchtung zu sehen. Fast alle sind mit dem neueren, stehenden Ermax Licht ausgerüstet. Der Grund dafür ist ohne Zweifel bei dem von 1955 geänderten Verkehrsgesetz zu finden, in dem die älteren Lampen schlicht als unerlaubt gelten. Ebenfalls bekam die Abschirmung das kleine runde Emaile Nummernschild aufgeschraubt da die Seitenwagen bis 1976 einen eigenen Fahrzeugbrief mit eigenem Nummernschild besitzen mussten. Der Verkauf ging gut und soweit sich  Viggo Benders Sohn, Søren Bender, erinnert, lagen Kundenbestellungen 2 bis 3 Monate vor der Auslieferung auf dem Tisch. Den alten Auslieferungsbüchern nach, lieferte Bender auch Seitenwagen an Engstrøm und Acap. Aber so kam erneut eine Katastrophe. Diesmal waren aber weder der Krieg noch die Besetzung Dänemarks der Grund, sondern die Gesetzgeber der Regierung. Die Umsatzsteuer wurde nun auch für dänische Fahrzeuge erhoben.

Bender Seitenwagen wurden nun so teuer, das die Kunden lieber einen VW kauften, der billiger als ein Nimbus Motorrad mit Seitenwagen war.

Das Aus in 1958

Die Nachfrage sank auf fast Null. Allerdings hielt Viggo Bender noch die Produktion von Ersatzteilen und vereinzelten Seitenwagen aufrecht. Und wieder denkt man kreativ und stellt die Produktion, wie in den Besatzungsjahren um. Diesmal auf Kühlschränke, ein neues Produkt für die hungernden Käufer. Aber der Abnehmer geht Konkurs und zieht Bender mit in den Fall. Dadurch gehen zum Beispiel alle Werkzeuge die zur Seitenwagen Produktion benötigt werden verloren. Der letzte Seitenwagen wird aus Ersatzteilen zusammengebaut und an einen NSU Händler in der Hauptsrasse in Søborg ausgeliefert. Viggo Bender hat zwar immer noch einige Ersatzteile, aber lebt hauptsächlich vom Verkauf gebrauchter Autos und der Herstellung von Anhängerkupplungen.

Ein Amerikaner kommt ins Land

1960 zieht ein Amerikaner mit dem Namen Remylard durch das Land und kauft alle gebrauchten Bender Seitenwagen auf. Seitenwagen sind aus der Mode gekommen und können fast für einen Händedruck, besser gesagt zum Schrottpreis erworben werden. Remylard sendet diese nach Amerika wo er einen guten Preis dafür erzielt. Irgendwann wendet er sich dann an Viggo Bender, der in der Zwischenzeit nach Skovlunde gezogen war. Remylard sieht einen Verkaufsboom für Seitenwagen und würde fast alles abkaufen, sollte eine neue Produktion starten. Viggos Sohn Søren, der inzwischen erst Werkzeugmacher und später dann Ingenieur wurde, stellte die neuen und teuren Werkzeuge zur Wiederaufnahme der Produktion her. In dem englischsprachigen Verkaufsprospekt wird der Seitenwagen als "The Bender Florin sidecar" zum Preis von 942,50 US Dollars angeboten. Remylard verkaufte allerdings nur eine Handvoll Wagen in Amerika und Kanada. Die letzten 200 Stück kann Bender noch selbst in Amerika, Japan und Australien verkaufen. Von nun an hält man eine kleine Produktion für den dänischen Markt aufrecht, wo die Motorradfahrer den Charme des Seitenwagenfahrens wieder entdeckt haben. Die letzten Jahre vor Viggo Benders tot in 1986 produzierte man in Herlev.

Ford T und VW Typ 1 wurden zwar in höheren Stückzahlen produziert, aber nicht über einen Zeitraum von 50 Jahren hinweg wie Benders Seitenwagen.

Ein Jütländer erscheint

Aber es ist noch nicht vorbei. Es war knapp, doch dann rief ein Mann aus Jütland eines Tages wegen des Erwerbes einiger Ersatzteile für seinen Seitenwagen an. Doch er bekam zur antwort, dass dies nicht ginge da Viggo Bender verstorben sei und das Haus zum verkauf stand. Allerdings könnte er ja vorbeischauen und sehen ob er die gewünschten Ersatzteile selbst finden kann. Als Gunner Mortensen dann erschien und die halbfertigen Seitenwagen, die Ersatzteile und die feinen Maschinen zur Herstellung sah, beschloss er sich zum Besitzer einer Seitenwagenfabrik zu machen und kaufte alles. Auf dem Bahnhof in Herlev wird das Ganze auf einen Güterzug verladen und nach Vejen in Jütland gesendet. Gunner rechnet nun fest damit in naher Zukunft Seitenwagen zum Selbstbau herzustellen. Es fehlen nur noch die Sitze und die innere Verkleidung sowie das herstellen der Kotflügel, aber Bender Seitenwagen sind dabei wieder aufzuerstehen.

(Der von Rüdiger Ziegler aus dem Dänischen in das Deutsche übersetzte Artikel von Torben Okkels wurde im original in der Februar/März Ausgabe der dänischen Zeitschrift " Klassisk BIL & MC " 1992 veröffentlicht.)

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Eine englische Übersetzung:
 
Bender Sidecars on the roads again.
By TORBEN OKKELS
(Translated by Mr. LARS BORGE ANDERSEN)

Many a Nimbus BMW or Vespa’s scooter became a vehicle for the whole family, thanks to an attached sidecar of a Bender sidecar.

A bit Danish industry- and traffic- history started, when Viggo Bender came into apprenticeship at his uncle at the capitals wagon building factory in Emdrup.
In his spare time he used to drive dirt rack and /or speedway through his membership in Søborg Country Motor-club. Dirt track (speedway racing) was the preferred interest for Viggo Bender. Through that he got interested in manufacturing sidecars through the inspiration from Danish Acap sidecars works. In 1937 the first Sidecar is ready for delivering from the workshop, at Blytækkervej at Nørrebro in Copenhagen.
Viggo called the Sidecar Type; JN500, and he gave it the frame-number B200. The charge was 450,- kr
The first sidecars were supplied completed, however without tires and tubes.
Viggo built some special sidecars too for his friends in the motorcycle club, they wanted to use them for sidecars - racing on dirt rack. However the most were common sidecars, and they were sold.
And that was going on finely until the occupation/war, Disaster! No gasoline. No racing therefore, no sale of sidecars.

1000 a year
However Viggo Bender was not giving up. He was a creative personality and began to manufacture Garden-tools, Ice-skates, and Oil-chimneys as well as Gas-generator to cars. After the occupation the production of sidecars were slowly started again, but first in the beginning of the 1950 the demand started seriously. The families of Denmark wanted to enjoy the freedom by using motorcycles after the occupation.

The production was going up to about 1000 sidecars pr. year, and the factory employed 20 workers. Four models were produced: Comet  were a model intended for scooters , as Vespa , GM was a model for bigger scooters as Goggo 200, LV was the model for motorcycles up to 500 cc. And the biggest model JM 130 was intended for motorcycles over 500cc. such as BMW and Nimbus.

All the models were in the “bomber or torpedo design”. The passenger models for scooter were mounted onto the frame, while the heavy models had the cabin laying between the frame-tubes, a design there were also used by the German Steib Sidecar and the Danish Acap, Dania, Star and Sterling sidecar producers.
The frame tubes were cold stretched piping and were on the front covered by an elegant aluminium covering.

The sidecar wheel was without brakes, but with a suspended wheel, through a short swing-arm. The sidecars mudguard covered the side of the wheel and for easy access to the wheel the mudguard could be swung up and the whole wheel could be detached by a central wing nut. The light on the mudguard was of the brand Ermax (Danish) and the type which were lying onto the guard. The same model was used on the VW type 1.

Own number plate lamp:
The author has not yet seen a sidecar with this kind of lamp almost all sidecars today are mounted with the standing Ermax model lamp. The reason is probably that the legislating in 1955 made the flat type illegal.
On the mudguard was also a little round number plate until 1976, where sidecar was an independent registered unit.

The sale went very well, and as far as the son Mr. Søren Bender remembered had the costumes to be written up 2 – 3 months before delivering a new Bender sidecar. In accordance to the old order-books Bender also manufactured sidecars to Engstrøm and ACAP.
  Then the disaster occurred. Not on behalf of warfare or occupation, but because of sales tax (VAT) was introduced on all Danish vehicles. Bender sidecars and others Danish vehicles became so expensive, that the customers soon bought a VW, they were cheaper than a motorcycles with a sidecar.

The end 1958:
The demand is falling too nearly zero. Viggo Bender maintained a production of spare parts and made a few sidecars in that period.

The company adapted oneself to the situation and were thinking creative just like under the occupation. Bender began manufacturing the fridges, a bran new product for a hungering market for fridges. However the dealers were going bankruptcy and taking Bender with them in the fall. Hereby he lost all the workshop tools for the sidecar production and spare parts for these. The last sidecar was assembled by spare parts in 1958 and was supplied to NSU at Søborg Main Street.
Mr. Viggo Bender still had some spare parts to sidecars, but made a living by selling used cars and manufacturing trailers for cars.

A American come to the country:
In the 1960 toured an American named Mr. Remylard around the country and bought used Bender sidecars. The Sidecars was no longer fashionably and could be bought cheaply, for the scrap value. Mr. Remylard was sending them to America, where he got a good price for them. After Mr. Bender has moved to Skovlunde, Mr. Remylard contacted him.
Mr. Remylard foresaw a boom in sidecars in US and could sell nearly all, if a production was started again.
Mr. Søren Benders, son of Mr. Viggo Bender was a skilled toolmaker as well as an engineer, manufactured the expensive and new tools.
In the English sales brochure from 1970 the sidecar was presented as the “The Bender Florin sidecar” and the price is $ 942,50. Mr. Remylard managed only to sell around 20 sidecars in USA and Canada, the remaining 200 produced sidecars Mr. Bender himself sold in USA, Japan and Australia.
A modest production of spare parts was maintained for the line abroad and for the Danish market, the motorcyclists were rediscovering the charm of sidecar driving.
The last year before Mr. Viggo Benders dead in 1986 the production was going on in Herlev.
Ford T and the VW type 1 was already produced in greater numbers then Bender sidecars, but wasn’t produced for over 50 years as Bender sidecars.

Another steep to:
It was not over yet with Bender’s sidecars, but it was close to it, if it has not been for a foreseen man in Jutland of Denmark. One day Mr. Gunner Mortensen telephoned to get some spare parts for his sidecar.
That was in 1986, and he got the answer that he couldn’t get spare parts for his sidecar, because Mr. Viggo Bender was dead and that the company tools were going to be sold. However he was welcome to come around and see if he could find the spare parts he needed himself.

Mr.Gunner Mortensen attended the shop and when he saw the half-finished sidecars, the spare parts and the nice tools, he then decided on the spot, to by the whole sidecar factory.
All was packed into train wagons at Herlev station and was sent to Vejen station in Jutland. Mr. Gunner Mortensen would like to produce sidecars again, so maybe the Bender is rising again some day.

nished sidecars, the spare parts and the nice tools, he then decided on the spot, to by the whole sidecar factory.
All was packed into train wagons at Herlev station and was sent to Vejen station in Jutland. Mr. Gunner Mortensen would like to produce sidecars again, so maybe the Bender is rising again some day.

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