www.Karlsrider.de/Bender.html
Hier entsteht eine Seite mit Informationen zum dänischen BENDER Seitenwagen. Ich habe mir erlaubt, die mir zur Verfügung stehenden Bilder des BENDER Seitenwagen zu verwenden.
Für weitere Informationen z.B.: wie man das Baujahr bestimmt, ob es noch Ersatzteile gibt, ob sonst noch Informationen existieren,..... wäre ich dankbar.
Bei Interesse wäre ich bereit ein Register zu Erstellen und allen Interessierten alle neuen Informationen zur Verfügung zu stellen.
Ich bitte daher um Zusendung von Interessantem. Spannend fände ich ein Foto von jedem BENDER Gespann mit Beschreibung des Fahrzeugs, Baujahr, Besonderheiten, Seitenwagennummer bzw. Typenbezeichnung. - Vielleicht lassen sich daraus Informationen gewinnen. Momentan sind mir einige, wenige Bendergespanne bekannt. Die meisten sind in der Bildergalerie zu sehen. Mehr währe besser. Also: her mit den Daten!
Email: Andy@Karlsrider.de
BILDERGALERIE PROSPEKTE und Dokumente
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Was bekannt ist:
- Es gibt offensichtlich Bender mit der Nr. 12618 - 12726; wenn die durchgezählt haben also mindestens 108 :-)
- Aber es gibt auch noch 3 und 4stellige Rahmennummern 821,2629,4052,5453,5736 sind bekannt
- Und auch Buchstaben und Zahlen kombiniert: AK 168, TP2251082, 5453BMW, A4052 zum Beispiel
- Es gibt verschiedene Größen und Bezeichnungen: JM 130, Comet, LV, GM .Vom JM 130/39 das Prospekt unter 'Prsopekte und Dokumente'
...es gibt also offensichtlich ne ganze Reihe verschiedener Typenbezeichnungen - Zudem laufen einige Bender wohl als Steib um die Zulassung einfach er zu bekommen.
- Es gibt BINDER- Seitenwagen aus der Metallwarenfabrick KARL BINDER, Reichertshofen Obb.; Die heißen nicht nur anders, sondern sehen auch anders aus!
- Nach Produktionsende durch VIGGO BENDER in Dänemark kam es zu einer
Neuauflage als BENDER-FLORIN Seitenwagen. Sehen, zumindest auf den Bildern
genauso aus, es gibt offensichtlich ein anderes Logo, habe aber noch keinen
'Live' gesehen. Die BENDER-FLORIN SIDEVOGNSFABRK war 1975 in Elverbo 9, 2840
Holte - Kobenhavn, Denmark, Tel(01)423797.
- Es gibt runde, schräge und eckige Kofferraumdeckel.
- Was rumfährt und noch nicht im Foto eingefangen ist:
Horex Regina350 + Bender Rahmennummer 12703
BMW R60 + Bender Bj. 1951 Typenschild: TP72251082 (Eine Nummer die wol vom TÜV vergeben wurde?)
BMW R50/2 + Bender LV Nr. A4197 mit schräger Kofferraumklappe,
Nimbus Bj. 1953 + Bender 'Sport Seitenwagen für Nimbus' Nr.
5453BMW
R50/2 Bj. 1964 + Bender JM 130/38 Fahrgestellnummer A4052,
Gewicht 200kg
- ... ich weiß, das ist noch nicht viel
Und wie geht es weiter? Ergänzungen? Eigene Bilder? ...?
Nachfolgend:
1. Mit nem Münch-Bender Gespann unterwegs in den USA
2. Wüstentour mit MÜNCH BENDER Gespann nach und durch Tunesien.
3. Bender Geschichte in deutsch und englisch
Mit dem Münch - Bender Gespann unterwegs in den USA:
Mit der Münch durch Amerika, ein Traum, oder wie bekloppt muss man eigentlich sein? Wir haben den Traum war gemacht, mit unseren eigenen Maschinen!! Es gab mehrere Rückschläge seitens der Anmeldung der Teilnehmer und mit dem Container aber wir sind gefahren. Wir hatten Spaß ohne Ende, super Wetter, spitzen Strecken, gute Unterkünfte und kaum Pannen. Aber der Reihe nach!--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
SPANNEND GEHTS WEITER! ier der Reisebericht von ALBERT STEHLE der mit seinem BENDER der an einer MÜNCH (!) hängt eine spektakuläre Wüstentour gemacht hat. Recht so, Oldtimer gehören auf die Straße (oder Piste) und nicht ins Museum:
Die Wüstetour.Die
Münch war bestens vorbereitet. Unterfahrschutz für die Ölwanne, Zuatzölkühler
mit Elektrogebläse, gutes Motoröl 20 W 60 grobstolliger Hinterradreifen auf
einen alten aber nie benutzten Schaufelrad aufgezogen.Das Orginalrad mit neuen
Reifen landete auf dem Seitenwagen als Ersatz. Das Ziel stand nicht genau fest.
Die unsichere Situation in Tunesien, und die entführten Österreicher hatten zu
der Überlegung geführt die Fahrt nach Griechenland und in die Türkei zu
verlegen. Die Fähre haben wir nicht gebucht und meine Frau war über diese
Entscheidung auch richtig froh.
Am
30.4 war die Abreise. Nach der Arbeit, die Münch war reisefertig ging es los.
Ich wollte auf jeden Fall bei der Fam. Münch und am Münchmuseum in Walldorf
vorbeifahren. Um 17.00 erreichte ich Altenstadt, Friedel und Lotti waren aber
noch nicht Zuhause. Die komplette Famielie war anwesend um die Beiden nach drei
Monaten Zwangsurlaub endlich wieder Daheim zu begrüßen. Ich wollte sofort
weiterfahren, hatte noch das Glück das Lotti und Friedel in diesen Moment
vom Pflegedienst gebracht wurden. Dann war ich auch schon verschwunden. Bei
strömenden Regen erreichte ich ein kleines Hotel namens Wolfsschlucht
in .Für die Münch gab es
eine Garage und für mich ein Riesenschnitzel. Sieht man mir das an daß ich viel
essen kann? Am nächsten Morgen ging es zügig weiter, über Landstrasse erreichte
ich gegen 12.00 Uhr das Münchmuseum. Das Hallo war groß, meinen Geburtstag
hatte keiner vergessen und so blieb ich einige Stunden. Rudi Schiller gab mir
noch das Paket mit den Ersatzvergaseranlage (wenn die Einspritung micht mehr
will), und so reiste ich weiter. Bei Fam. Liedloff war leider keiner da und so
fuhr ich weiter bis nach Kaufbeuren in den Landgasthof Stegmühle. Wieder hatte
die Münch eine Garage welch ein Glück.
Am
nächste Tag wollte ich mich mit Horst, den Münchfahrer aus Östereich um 12.00
Uhr am Brenner treffen. Das klappte natürlich vorzüglich und ich lernt den
dritten Mann unserer Reise kennen, Kiko den Nachbar von Horst ein
Spanier. Die Maschine vom zweiten Team war eine Moto-Cross BMW, Gefertigt bei
EML mit 16" Rädern und Kettenantrieb zum Hinterrad. Der Boxermotor hatte
1000ccm und 60 PS bei 200kg Leergewicht mit Seitenwagen. Jetzt war die
Reisegesellschaft komplett. Wir starteten nach einem Kaffee Richtung Gardasee
den wir ohne Benutzung der Autobahn gegen 17.00 Uhr erreichten. In einem
kleinen türkischen Laden ( ich dacht in Italien ist man nur Pizza) kauften sich
Horst und Kiko einen mit Hingabe modellierten Döner. Ich glaube die mollige Bedienung
hätte am liebsten selbst probiert.
Auf
dem Zeltplatz richteten wir uns häuslich ein und dann ging es zum Strand. Das
Bier aus der 0,7 Liter Flasche schmeckte vorzüglich. Die Diskusion wo die Reise
jetzt eigentlich hingeht beantwortete Horst mit dem Satz, besser wird es in
Tunesien nicht, wir fahren rüber peilen die Lage und dann fahren wir eben nicht
so weit südlich. So ging der Abend schnell vorbei und wir gingen glücklich
schlafen.
Nach
Genua war es noch ein ordentliches Stück zu fahren vor allen wenn wir die Fähre
um 16.00 Uhr erreichen wollten. und alles ohne Autobahn. Ab Piacenza wurde die
Landstraße recht schmal und ich glaube bis Genua hatte ich mit über 1000 Kurven
zu kämpfen. Es ging bergauf und runter. Das Schlimme waren die anderen entgegenkommenden
Fahrzuege die sich wirklich teiweise rücksichtslos verhalten haben. Aber um
14.00 Uhr erreichten wir Genua. Hier standen wir in der Schlange am
Ticketschalter und hatten Glück, die Tickets zu einem günstigen Preis hielten
wir in den Händen. Allerdings keine Kabine.
Um
16.00Uhr legten wir ab. An Deck hatten wir uns es gemüdlich gemacht. Neben uns
ein paar Tunesier die auch ausgelassen feierten. Später bereiteten wir unser
Nachtlager im Treppenaufgang des Schiffes. Wir waren schon fast am schlafen als
die Tunesier kamen und uns eine Vierbettkabine "kostenlos" zur
Verfügung stellten. Ich weiß nicht wie sie das angestellt haben aber das
Angebot nahmen wir gerne an. Nur Horst hat sich geziert, er wollte kein Bett
aus Gewohnheit. Ich schlief super, und teilte mir mit Kiko die eigene Toilette
und die Dusche.
Nach
jede Menge Zollformalitäten und Selbstbedienung beim Schmiergeld (hat mich 35€
gekostet) verließen wir um 17.00 den Hafen. Horst der Ortskundige führte uns zu
einer nahegelegenen Tankstelle (Liter Super für ca. 80 Cent) und anschließend
in ein "Restaurant". Hunger hatten wir , also bestellten wir das
große "Menü" bestehend aus 1/2 Bagett mit Schafsfleich und Salat,
dazu Pommes und eine Cola. Tanken, Essen, Trinken und dann der Durchfall, nein
nein der kam erst viel später. Beim Essen entschieden wir noch ein paar
Kilometer unter die Räder zu nehmen. bis nach Hammamed wollten wir fahren und
den Nacht auf dem Campingplatz verbringen.
Die Straßen waren im sehr guten Zustand, alles kein Problem für Mensch und
Maschine. Nur den Zeltplatz haben wir nicht gefunden. Abends um 20.00Uhr hatten
wir immer noch keine Bleibe. Durch Zufall kamen wir auf ein Hotelgelände wo wir
einen Bungalow für die Nacht mieteten. So hatten wir ein schönes Dreibettzimmer
mit Frühstück.
Geschlafen
haben wir gut, denn die nötige Bettschwere erkämpften wir uns am Vorabend. Nach
dem Früstück kurz inden Pool und dann ab auf die Piste.
Der
Weg führte uns nach Souse eine alte Römerstadt die wir uns auch anschauten. Im
Souk den Marktplatz der Stadt wurde man in die kleinen Läden förmlich
reingezogen, und alle Arten von Ware angeboten. Eine Uhr habe ich gekauft. In
den Geschäften und bei Feilschen wurde immer pefektes Deutsch gesprochen. Man
wurde in allen Sprache angesprochen, die Tunesier sind in dieser Beziehung echt
Talente.
Nach
zwei Stunden Aufenthalt ging es weiter nach Gabes auf einen Campingplatz.
"Das sieht hier aus wie bei den Türken vor Wien" meinte Horst,
stimmte auch, die Toiletten möchte ich nicht beschreiben, duschen war ich auch
nicht aber Zelt aufbauen ging. In der Stadt kauften wir noch etwas Brot und
Bier und drehten eine kleine Runde im Ortskern. Zurück am Platz waren wir
schnell im Zelt verschwunden.
Am
nächsten Tag beim Frühstück mit Knäckebrot und Käse sprach uns der
Schafffellverkäufer an, und pries uns seine Ware an. Nachz dem Satz "das
sind keine Heidschnucken aus der Lüneburger Heide "habe ich ein Fell
gekauft welches seitdem meine Sitzbank schmückt.
Das
Fell war ein guter kauf, ich hatte richtig Komfor auf meiner Sitzbank. Wir
waren auf den Weg nach Derba, machten aber noch einen Umweg über das
Matmatagebirge. Ein super Panorama eine Lanschaft die kaum zu beschreiben ist.
Hier wurde übrigens der Film Star Wars gedreht. Immer wieder habe ich
angehalten und Fotos geschossen. Es ging aber weiter ein Höhepunkt jagte den
Nächsten. Wir fuhren weiter ins Dahar Gebirge. Hier hat der Wüstenfuchs Rommel
mit seinen paar Panzern die Alleierten im zweiten Weltkrieg lange aufgehalten.
Oder haben die sich auch die Gegend verliebt? Hier fahre ich auf jeden Fall
noch mal hin. Obwohl fast nur Felsen, Sand und Sonne, wenig Menschen mit
ihren Tieren , das Zusammenspiel, ein Augenschmaus .
Es
ging jetzt auf Derba die Touristeninsel zu. Vor der Fähre waren Kontrollen
durch das Militär, die wir aber ohne Probleme passierten. Die Fähre war für
Motoräder und Fahrer kostenfrei und eine 1/2 Stunde später erreichten wir über
meine erste Schotterstrecke den Campingplatz. Ich glaube die Türken hatten auch
hier mal ihr Lager aufgeschlagen. Die Lage war traumhaft aber die Anlage
ungepflegt. Bevor ich mein Zelt aufbaute ging ich erst ins Meer, eine Runde
schwimmen. Es folgte der Anruf bei meiner Familie und dann holten wir uns mit
einem Spaziergang zur Teestube die nötige Bettschwere.
Am
nächsten Tag war die Rundfahrt auf der Insel obgligatorisch, der Besuch in dem
größte Souk natürlich auch. Eigentlich wollten wir hier einen Tag unsere Wunden
Lecken aber Horst trieb uns weiter. Über den Römerdamm verließen wir die Insel
in Richtung Medenine. An einer der "freien Tankstelle", hier wird aus
Kanistern der Sprit über einen riesigen Trichter mittels Schlauch der Tank
befüllt, wollte ich nachfassen aber Benzin war ausverkauft vielleicht auch
ausgelaufen denn der Sandboden hatte eine völlig andere Farbe vom Geruch ganz
zu schweigen. Wir hatten aber Glück nach 5 Km ereichten wir eine richtige Tanke
und direkt daneben war sogar ein kleiner Lebensmittelhändler sodas wir unsere
Körper auch auftanken konnten.
Es
wurde jetzt Ernst.Von Guremassen ging es weiter nach Chenini den südlichsten
Punkt unserer Reise. das bedeutete ca. 12Km Schotterstrecke der übelsten Art.
Solche "Bodenwellen hat die Münch noch nie gesehen und ich gespührt. So
einen Weg will ich nicht mehr fahren! sagte ich zum Reiseführer Horst. Ein Einheimischer
mit seiner Mofa den wir nach den Zustand der Piste fragten meinte , keine
Chance mit dem Ding und zeigte auf mein Lieblingsgespann. Wir überlegten wie
wir die nächsten 80Km Schotter und Sand umgehen konnten, hatten aber kaum
Möglichkeiten. Es bedeutete einen Umweg von fast 300 Km wir hätten umdrehen
müssen. So entschieden wir uns durch Chenini bis zur Piste zu fahren und den
Zustand in Augenschein zu nehmen. Ich war es der sagte wir probieren es. Und so
führen wir los. Die ersten 10 Km waren richtig gut, einfach eine
ungeteerte Straße viele Kleine Steine aber gut zu befahren. Das änderte sich
aber schlagartig. Die Steine wurden immer größer und meine Geschwindigkeit
geringer. Die Öltemperatur stieg jetzt schnell an. jeder Meter eine Strapatze für
Mensch und Maschine. Der tiefe Seitenwagen setzt ständig auf und der
Ölwannenschutz verhinderte Schlimmeres. Horst ist absolutschmerzfrei. er
deutete an das wir hier auch unsere Zelte aufschlagen könnte, hier auf der
Piste wo das östereichische Ehepaar entführt worden ist. Nein, das wollte ich
nicht. Vorsichtig führ ich schnell weiter. Irgenwann,(Zeitgefühl war weg)
erreichten wir eine kleine Hütte, (die Hälfte war geschaft) wo wir einen Tee
trunken, Fotos von Horst seiner letzten Reise darliesen, und meine Visitenkarte
an die Pinwand hefteten. Dann ging es schon weiter. Jetzt kommen die
Sanddurchfahrten, immer mit Vollgas durch meinte Horst zu mir. Ist ja einfach,
und dann kam die erste Sandverwehung, Vollgas auf Schotter im zweiten Gang,
rein in den Sand, ein Gefühl als wenn der Motor blockiert, er quält sich knack,
knack, knack sind die Geräusche aus seinem Innern, runter im Ersten und ein
Stückchen weiter, Knack, knack, knack, die Mammut tat mir Leid ich mir selber
auch, abspringen weiter, ein Schritt, zweiter Schritt und nichts geht mehr,
Hinerrad tief im Sand. Gut das ich zwei Helfer hatte anheben, schieben und mit
Motorkraft nach vorne und wenn es wieder läuft aufspringen sodas daß Gespann
schnell wieder flott war. Ich glaube bei jeder Sanddurchfahrt ist die Münch um
3000Km gealtert, wie viele es waren weis ich nicht mehr, aber drei Mal bin ich
steckengeblieben und brauchte Hilfe .Aufgesetzt habe ich öfter, der Seitenwagen
drückte sich schön nach Oben weg. Der Unterfahrschutz rettete die Ölwanne. Glück
hatte ich als der Seitenwagenkotflügel abfiel, ich merkte es sofort und die
Ersatzschrauben lagen im umfangreichen Bordwekzeug. Nur der Kabelbaum war vom
Reifen angeschliffen. Die Reperatur erledigte ich allein, Horst war schon
vorgefahren. Danach der große Schreck, ein großer Stein traf die
ungeschutzte kleine Ölwanne der Ölpumpe. Richtig gekracht hatt es, aber
Öldruck konstant bei 4 Bar. Sofort habe ich gestoppt und unters Motorrad
geschaut. Kein Öl, aber ein dicker Kratzer und Ölablasschraube stark beschädigt.
Glück gehabt ich konnte weiterfahren.
Horst
un Kiko waren immer noch nicht zu sehen, so fuhr ich einsam und noch
vorsichtiger weiter. Wann hat daß endlich ein Ende, die Sonne stand schon tief,
fast fünf Stunden waren wir schon unterwegs und kein Ziel zu sehen. Ein paar
Kilometer weiter sah ich meine beiden Reisepartner, sie winkten mir zu. Wir
hatten es geschaft. Ein Obelist, ein Denkmal von Captain Le Clark zeigte das
Ziel. ich begiff nichts, Horst nahm mich in den Arm und sagte.Du alter Beduine wir
haben es geschaft, wir sind am Ziel. Meine Erleichterung war groß, Meine Münch
und ich hatten es geschaft. Die südlichste ohne Militärgenemigung frei
befahrbare Piste hatte mein Gespann und ich unte rdie Räder genommen und mit
Bravur gemeistert. Jetzt nur noch in die Oase Ksar Ghilane auf den Campingplatz
Paradiso und den Abend genießen.
Es
war meine erste Oase, ich habe gar nicht kappiert was passiert, Auf einmal war
alles grün, ist das Kunstrasen, was ist hier los, dachte ich, nur auf eine Oase
bin ich im ersten Monent nicht gekommen. An der Anmeldung zum Zeltplatz wußte
ich wie eine geflegte Oase auszusehen hat. Einfach wunderbar. Hier gab es nur
große Beduinezelte mit Betten und Bettzeug inklusive Halbpension. Bei einer
Flasche Wein und Spagetti genossen wir den Abend. Horst machte meiner Münch
noch ein großes Kompliment " Albert, wenn ich nicht schon eine Münch hätte
ich würde mir jetzt eine kaufen".
Nach
einem ausgiebigen Bad in der Oase ging es zum Frühstück. Danach pakten wir und
es ging weiter entlang der Ölpipeline nach Douz. Die Straße war im guten
Zustand, nur der Sandsturm setzte uns leicht zu. Am Vortag hatte ich mein
Visier verloren, so fuhr ich nur mit Sonnenbrille. Douz die Stadt mit dem Tor
zur Wüste. Eigentlich ein Stadion, mit einseitiger Tribüne und dem großen Tor
mit dem Blick in den riesigen Sandkasten. Die Runde in dem Stadion war
natürlich obgligatorisch, obwohl die Münch richtig schlecht lief. Die
Luftfilter von K+N waren völlig zu. So wurde auf dem Campingplatz eine
Grundreinigung der vorgenommen. Die Filter wusch ich mit Haarshampo aus.
Die Vollcrosser von Nebenan hatten in ihrem Servisauto das passende Öl. Der
abendliche Rundgang in der Stadt bescherte uns auch unser Abendbrot, Salat, ein
Spiegelei mit Brot und Pommes. Danach in der Teestube noch das Treiben auf der
Straße beobachten bis der Schlummertrunk anstand und dann nichts wie in den
Schlafsack, Morgen geht’s weiter.
Kaffee
gab es vom Nachbarn, einen Wohnmobilfahrer aus Bautzen der mit seiner netten
Frau und Kind schon seit Anfang April in Tunesien unterweg war, Brot und Käse
hatten wir noch. So fachsimpelten wir über sein Traummotorrad meine Münch. Mit
dem Einpaken unserer Eigenheime waren wir gegen 10.00 Uhr fertig. Die ersten
Enduros waren schon losgefahren kamen aber nach kurzer Zeit wieder. Sandsturm,
man kann nichts sehen, unmöglich zu fahren. Noch schlimmer wie Gestern kann es
nicht sein dachte ich oder sind wir die letzten Helden? Horst setzte sich auf
die BMW und gingen auf die Piste. Die Endurofahrer schauten uns ungläubig
hinter her.
Auf
nach Tozeur, es ging über eine Trasse durch einen Salzsee. Der Beifahrer von
Horst, Kiko machte noch zwei Fotos , danach war die Kamera hinüber, Sand
im Objektiv sodas dieses sich nicht mehr bewegte. Das gleiche für die BMW . Tribut
an den Sand ,sie stand auch still. Der Sturm hatte sch merklich nachgelassen
und kurz vor unserem Ziel da riss bei Horst die Kette. Der Sand hast ihr übel
mitgespielt. Mit neuen Schössern konnten wir bald weiterfahern. Wir waren froh
als unsere Zelte standen. Danach noch ein Bad in der Oase, einfach zwei Rohre
aus dem Sand wo das warme Wasser herausschoss. Gigantisch, du kommst aus den
Sand und auf einmal ist Wasser da.
Zurück
auf dem Campingplatz trafen wir die Familie aus Bautzen wieder. Es war ein schöner
Abend, eine Flasche Tekila und eine angeregte Unterhaltung gestalteten
den Abend äuserst kurzweilig. So war am Morgen das Frühstück auch der Abschied
von der netten Familie. Horst schmierte seine Kette und dan ging es wieder los.
Heute wollten wir nach Algerien, zu einer alten Römerfestung. Der Sturm hatte
nachgelassen ,nur noch ein laues Lüftchen, so fuhren wir nach Gafsa über
Tamerzu und Mides, wo es einen Wasserfall in der Wüste ist. Lange führen wir
auf eine doppelte Oase zu. Über viele Kilometer hat man die Palmen, das Grün
gesehen. Für unsere Motorräder vielleicht eine Stunde, für die Beduinen waren
es früher und heute Tage. An der Grenze keine Kontrolle aber viel Militär die
die Turisten begleiteten. Man hat hier Angst vor Übergriffe bzw Entführungen.
So kamen wir auch an eine Militärsperre und wir mußten wieder umdrehen, den
gleichen Weg zurück. Irgent etwas war passiert.
Der
Camingplatz in Gafsa lag auserhalb der Stadt. Er war ganz neu aufgebaut, alles
in sehr gutem Zustand und man baute immer noch weiter. Denn als wir aus der
Stadt zurück kamen war die Einfahrt mit ca 20ccm Kies zugekippt. Keine Einfahrt
für Horst, keine Ausfahrt für mich. Zwei Arbeiter mußten für die BMW die
Zufahrt freischaufeln.
Am
anderen Morgen es wurde früh die Schüppen geschwungen ging es weiter nach
Kairouan. Hier steht eines der wichtigsten Moscheen der Welt. Es ging jetzt
wieder in den Norden, raus aus der Wüste, rein in den Regen. Ja es hat richtig
geschüttet. Auf halber Strecke machte ich mich Stadtfein ich ging zu erst
besten Babier. Mit erreichen der ersten Oase in Gabes hatte ich mich nicht mehr
rassiert, jetzt wurde es Zeit. Es war für mich das erste Mal, richtig Klasse,
mit allen Schikanen. Nicht nur der Bart war ab sondern auch die Haare im Nacken
Ohren und in der Nase wurden gestutzt. Gekostet hat es einen Dinar (80 Cent),
gedauert hat es 30 Minuten und so gab ich noch vier Dinar Trinkgeld.
Die
Stadt Kairouan ist bekannt. Hier wird den Touristen das Geld aus der Tasche
gezogen. Erst Mal im Geschäft muß man etwas kaufen. So passierte es auch uns.
Die riesige Moschee hatte schon geschlossen. Aber ein Führer ging mit uns auf
ein Hausdach sodas wir einen Blick ins Innere werfen Konnten. Danach mußten wir
aber noch mit in den Teppichladen seines Freundes. Sofort bekamen wir Tee und
Gebäck und einen Teppich nach den Anderen vorgeführt. Wir konnten wirklich
nicht gehen. est als ich einen Kleinen Teppich gekauft habe sind wir gegangen.
Schlafen
wollten wir in einer Jugendherberge mit Zeltplatz. Die Zimmer waren schrecklich,
die Toilette verdiente ihren Namen nicht, So bauten wir unsere Zelte im Hof
auf. Horst verbrachte viel Zeit mit seiner Kette. Sie war in einem erbärmlichen
Zustand. Deswegen kürzten wir unsere Fahrt in den Norden und fuhren am nächsten
Tag nach Hammamed in das Bungalohotel um dort die Maschinen zu checken. Bei der
BMW wollten wir die Kettenräder drehen und nochmals alles abschmieren sodas wir
gut nach Hause kommen. Bei der Münch füllte ich Öl nach und streichelte ihr
über den Tank wie jeden Abend auf der Fahrt. Uns beiden ging es richtig gut.
Wir hatten alles gemeistert. Auch das Unwetter was sich jetzt zusammbraut
konnte kommen, wir hatten ein richtiges Bett mit Dach. Aber mit dem Erreichen
von Hammamed bekam ich Durchfall. Die mitgenommenen Kohletabletten halfen
nichts. Erst auf der Fähre bekam ich Hilfe von einer Ärztin aus Niederbayern.
Mit ihren Tabletten stoppte der Durchfall zwei Tage später. Ich mache es kurz.
Die Klamotten von der Fähre habe ich dort gelassen. Nach einer Woche habe ich
wieder richtig gegessen.
Nachts
um ein Uhr verließen wir die Fähre. bis zu einem wilden Campingplatz war es
noch eine Stunde zu fahren. Morgens um acht ging es weiter. Unser erster Halt
war in Verona aber durch meine schlechte Verfassung bat ich darum weiterzufahren
und auch nichrt mehr am Gardasee zu Campen. Also ging es in einer Rutsche bei
strömenden regen ins Zillertal. Auf der alten Brennerstraße traf ich dann
unseren Clubkollegen und Freund Bernd Hofmann, was für ein Zufall. Er von der
Motorrad Action Teamreise und ich aus der Wüste. Bernd stand in der
Bushaltestelle und zog sich trockene Sachen an. So fuhren wir weiter, natürlich
ins gleiche Hotel.
Der
Rest der Reise ist schnell erzählt. Meine Frau kam am Mittwoch. Am Donnerstag
weiter nach Ungarn zum Münchtreffen und am Sonntag die 1100 Km nach Hause
.
Resümee
Ich
bin ca 7000Km in drei Wochen gefahren. Die Münch auch. Auf der Waage in
Östereich hatte ich 7Kilogramm weniger, ein sonnengebräuntes Gesicht und
Was
ist Kaputt an der Münch? 1. Die Tachowelle, die Schraube zum Öl einfüllen (das
Gewinde der Schraube ist gebrochen, ich habe die Schraube mit Dichtungsmasse
festgeklebt und Öl nach Gefühl über den Ventildeckel eingefüllt), die Schraube
für die Kettenkontrolle ( mußte ich aufmeiseln, Kette nich einmal auf der Fahrt
gespannt sehr gute Kette Danke Rolf die ist ihr Geld wert). Das ist alles an
der Münch, natürlich hat sie gelitten, der Lack und die Aluteile sind
angegriffen , der Tank hat ein paar Macken, das Boot und die Ölwanne dicke
Striemen aber gelaufen ist sie prima, mein Liebling. Ach ja etwas habe ich
vergessen, die Aufnahme des Seitenwagenrades ist völlig ausgeschlagen. Der
Seitenwagenrad schleift am Stoßdämpfer.
Warum
macht man so etwas, warum Qualt man sich und sein Motorrad.? Eine Münch sieht
man nur im Museum sagte der Wohnmobilfahrer und hier ist eine in der Wüste. Der
BMW Endurofahrer aus Belgien ist die Schotterstreke wieder umgedreht zu
anstrengend sagte er. Mein Gespann hat es durchgehalten, Klar es hätte auch
schief gehen können. Ich denke immer an den Stein der meine Ölwanne
"leicht berührte".
Aber
ich habe es gemacht und werde es nie vergessen, ein einmaliges Erlebnis und
alles mit meinen Motorrad mit meiner Münch. Als Kind immer von geträumt als
Jugentlicher weitergesponnen, als Erwachsener von erzält und dann endlich
gestartet. Mit meinen Optimismus und meiner Münch schaffe ich jede Strecke.
Die
Münch gehört nicht in ein Museum oder ins Wohnzimmer, Auf die Straße muß die
Mammut.sie ist eine ausgereifte Fahrmaschine, die richtig gewartet viel, viel
Spaß macht.
Bedanken
muß ich mich nur bei meiner Frau Astrid sie läst mich meinen Splin ausleben und
unterstützt nich noch Vielen Dank Ich hätte dich aber gerne mitgenommen.
Was
kommt als nächstes? Zuerst das große Sommerfest bei Friedel und mit Friedel in
Laubach, 2009 geht es zur Ile of Man, 2010 nach Amerika, und dann?
Ich
habe da noch einen Traum, Südamerika, mit meiner Astrid und meiner Münch! Aber
vorher mach ich noch einen Ölwechsel natürlich mit Filter.
Bedanken
muß ich mich nur bei meiner Frau Astrid sie läst mich meinen Splin ausleben und
unterstützt nich noch Vielen Dank Ich hätte dich aber gerne mitgenommen.
- Auf der Seite: http.//www.ballerupegnsmuseum.dk/byhornet/pdf/byho2001_1.pdf die nicht mehr online ist fand sich folgender Bericht:
Bender
wieder auf den Strassen
(Der von Rüdiger Ziegler aus dem Dänischen in das Deutsche übersetzte Artikel von Torben Okkels wurde im original in der Februar/März Ausgabe der dänischen Zeitschrift " Klassisk BIL & MC " 1992 veröffentlicht.)
Viele Nimbus - und BMW Motorräder und sogar Vespa Roller – wurden dank eines Bender Seitenwagen zu Fahrzeugen für die ganze Familie.
Ein Stück dänische Industrie- und Verkehrsgeschichte begann, als Viggo Bender eine Lehre in der Karosseriefabrik seines Onkels in Emdrup begann. Seine Freizeit verbrachte er damals, bedingt durch die Mitgliedschaft im Motorclub Søborg und Umgebung, mit Motrradfahren. Speedway war der bevorzugte Sportszweig.
Inspiriert durch die Acap Seitenwagenfabrik bekam Viggo Bender selbst Lust Seitenwagen herzustellen und schon im Jahre 1937 stand der erste Seitenwagen aus der Werkstatt im Blytækkervej in Nørrebro bei Kobenhagen zur Auslieferung bereit. Viggo bezeichnete den Wagen als Typ JN 500, und er bekam die Gestellnummer B200. Der Preis betrug damals 450,00 dänische Kronen. Die ersten Seitenwagen wurden komplett, jedoch ohne Mantel und Schlauch, ausgeliefert. Für seine Freunde aus dem Motorsport Club baute er einige Seitenwagen speziell für Geländerennen aber ansonsten nur normale Seitenwagen für den Verkauf.
Das Geschäft lief gut bis zur Besetzung Dänemarks durch Deutsche Truppen 1940 : Katastrophe. Kein Benzin, kein Verkehr, kein Verkauf von Seitenwagen.
Aber Viggo Bender lässt sich nicht aus der Bahn werfen. Er stellt seine Produktion auf Heckenscheren, Schlittschuhe, Ölofen und Gasgeneratoren für Autos um. (Haben einige von diesen überlebt?)
Nach dem Ende der Besetzung kommt wieder etwas Bewegung in die Produktion von Seitenwagen, aber erst in den 50'er Jahren steigt die Nachfrage. Familie Dänemark will endlich wieder raus und die Freiheit nach der Besetzung und den Rationierungen genießen. Die Produktion steigt auf 1000 Seitenwagen im Jahr und die Firma ernährte nun 20 Mitarbeiter. Es wurden vier Modelle hergestellt: Comet, gedacht für Motorroller wie der Vespa, GM für größere Roller wie den Gogo 200, LV für Motorräder bis 500 ccm und das große Model JM 130 gedacht für die größeren Motorräder wie Nimbus oder BMW. Alle Seitenwagenboote waren in Bomben oder Torpedoform. Die Boote für die Seitenwagen der Roller waren auf den Gestellen montiert, die der größeren Modelle hingen in deren Mitte. Eine Konstruktion wie sie auch die deutschen Steib Seitenwagen, sowie die dänischen Akap, Dania, Star und Sterling verwendeten. Die Gestellrohre waren kalt gezogen und an den Fronten elegant mit Aluminium bezogen. Das Seitenwagenrad war mit einem kurzen Schwingarm abgefedert und ungebremst. Die Kotflügel hatten sowohl innen als auch außen Radabdeckungen an den Seiten, um das Wechseln des Rades zu vereinfachen, konnte der komplette Kotflügel durch das Lösen einer einzigen Mutter, nach hinten geklappt werden. Die Beleuchtung lag ähnlich die des VW Typ 1 auf dem Schirm und war nach Hörensagen von der Dänischen Firma Ermax.
Ein eigenes Nummernschild
Bisher ist es dem Verfasser des Artikels jedoch noch nicht gelungen auch nur einen einzigen Seitenwagen mit dieser Beleuchtung zu sehen. Fast alle sind mit dem neueren, stehenden Ermax Licht ausgerüstet. Der Grund dafür ist ohne Zweifel bei dem von 1955 geänderten Verkehrsgesetz zu finden, in dem die älteren Lampen schlicht als unerlaubt gelten. Ebenfalls bekam die Abschirmung das kleine runde Emaile Nummernschild aufgeschraubt da die Seitenwagen bis 1976 einen eigenen Fahrzeugbrief mit eigenem Nummernschild besitzen mussten. Der Verkauf ging gut und soweit sich Viggo Benders Sohn, Søren Bender, erinnert, lagen Kundenbestellungen 2 bis 3 Monate vor der Auslieferung auf dem Tisch. Den alten Auslieferungsbüchern nach, lieferte Bender auch Seitenwagen an Engstrøm und Acap. Aber so kam erneut eine Katastrophe. Diesmal waren aber weder der Krieg noch die Besetzung Dänemarks der Grund, sondern die Gesetzgeber der Regierung. Die Umsatzsteuer wurde nun auch für dänische Fahrzeuge erhoben.
Bender Seitenwagen wurden nun so teuer, das die Kunden lieber einen VW kauften, der billiger als ein Nimbus Motorrad mit Seitenwagen war.
Das Aus in 1958
Die Nachfrage sank auf fast Null. Allerdings hielt Viggo Bender noch die Produktion von Ersatzteilen und vereinzelten Seitenwagen aufrecht. Und wieder denkt man kreativ und stellt die Produktion, wie in den Besatzungsjahren um. Diesmal auf Kühlschränke, ein neues Produkt für die hungernden Käufer. Aber der Abnehmer geht Konkurs und zieht Bender mit in den Fall. Dadurch gehen zum Beispiel alle Werkzeuge die zur Seitenwagen Produktion benötigt werden verloren. Der letzte Seitenwagen wird aus Ersatzteilen zusammengebaut und an einen NSU Händler in der Hauptsrasse in Søborg ausgeliefert. Viggo Bender hat zwar immer noch einige Ersatzteile, aber lebt hauptsächlich vom Verkauf gebrauchter Autos und der Herstellung von Anhängerkupplungen.
Ein Amerikaner kommt ins Land
1960 zieht ein Amerikaner mit dem Namen Remylard durch das Land und kauft alle gebrauchten Bender Seitenwagen auf. Seitenwagen sind aus der Mode gekommen und können fast für einen Händedruck, besser gesagt zum Schrottpreis erworben werden. Remylard sendet diese nach Amerika wo er einen guten Preis dafür erzielt. Irgendwann wendet er sich dann an Viggo Bender, der in der Zwischenzeit nach Skovlunde gezogen war. Remylard sieht einen Verkaufsboom für Seitenwagen und würde fast alles abkaufen, sollte eine neue Produktion starten. Viggos Sohn Søren, der inzwischen erst Werkzeugmacher und später dann Ingenieur wurde, stellte die neuen und teuren Werkzeuge zur Wiederaufnahme der Produktion her. In dem englischsprachigen Verkaufsprospekt wird der Seitenwagen als "The Bender Florin sidecar" zum Preis von 942,50 US Dollars angeboten. Remylard verkaufte allerdings nur eine Handvoll Wagen in Amerika und Kanada. Die letzten 200 Stück kann Bender noch selbst in Amerika, Japan und Australien verkaufen. Von nun an hält man eine kleine Produktion für den dänischen Markt aufrecht, wo die Motorradfahrer den Charme des Seitenwagenfahrens wieder entdeckt haben. Die letzten Jahre vor Viggo Benders tot in 1986 produzierte man in Herlev.
Ford T und VW Typ 1 wurden zwar in höheren Stückzahlen produziert, aber nicht über einen Zeitraum von 50 Jahren hinweg wie Benders Seitenwagen.
Ein Jütländer erscheint
Aber es ist noch nicht vorbei. Es war knapp, doch dann rief ein Mann aus Jütland eines Tages wegen des Erwerbes einiger Ersatzteile für seinen Seitenwagen an. Doch er bekam zur antwort, dass dies nicht ginge da Viggo Bender verstorben sei und das Haus zum verkauf stand. Allerdings könnte er ja vorbeischauen und sehen ob er die gewünschten Ersatzteile selbst finden kann. Als Gunner Mortensen dann erschien und die halbfertigen Seitenwagen, die Ersatzteile und die feinen Maschinen zur Herstellung sah, beschloss er sich zum Besitzer einer Seitenwagenfabrik zu machen und kaufte alles. Auf dem Bahnhof in Herlev wird das Ganze auf einen Güterzug verladen und nach Vejen in Jütland gesendet. Gunner rechnet nun fest damit in naher Zukunft Seitenwagen zum Selbstbau herzustellen. Es fehlen nur noch die Sitze und die innere Verkleidung sowie das herstellen der Kotflügel, aber Bender Seitenwagen sind dabei wieder aufzuerstehen.
(Der von Rüdiger Ziegler aus dem Dänischen in das Deutsche übersetzte Artikel von Torben Okkels wurde im original in der Februar/März Ausgabe der dänischen Zeitschrift " Klassisk BIL & MC " 1992 veröffentlicht.)
Eine englische Übersetzung:
Bender Sidecars on the roads again.
By TORBEN OKKELS
(Translated by Mr. LARS BORGE ANDERSEN)
Many a Nimbus BMW or Vespa’s scooter became a vehicle for the whole family, thanks
to an attached sidecar of a Bender sidecar.
A bit Danish industry- and traffic- history started, when Viggo Bender came
into apprenticeship at his uncle at the capitals wagon building factory in
Emdrup.
In his spare time he used to drive dirt rack and /or speedway through his
membership in Søborg Country Motor-club. Dirt track (speedway racing) was the
preferred interest for Viggo Bender. Through that he got interested in
manufacturing sidecars through the inspiration from Danish Acap sidecars works.
In 1937 the first Sidecar is ready for delivering from the workshop, at
Blytækkervej at Nørrebro in Copenhagen.
Viggo called the Sidecar Type; JN500, and he gave it the frame-number B200. The
charge was 450,- kr
The first sidecars were supplied completed, however without tires and tubes.
Viggo built some special sidecars too for his friends in the motorcycle club,
they wanted to use them for sidecars - racing on dirt rack. However the most
were common sidecars, and they were sold.
And that was going on finely until the occupation/war, Disaster! No gasoline.
No racing therefore, no sale of sidecars.
1000 a year
However Viggo Bender was not giving up. He was a creative personality and began
to manufacture Garden-tools, Ice-skates, and Oil-chimneys as well as
Gas-generator to cars. After the occupation the production of sidecars were
slowly started again, but first in the beginning of the 1950 the demand started
seriously. The families of Denmark wanted to enjoy the freedom by using
motorcycles after the occupation.
The production was going up to about 1000 sidecars pr. year, and the factory
employed 20 workers. Four models were produced: Comet were a model
intended for scooters , as Vespa , GM was a model for bigger scooters as Goggo
200, LV was the model for motorcycles up to 500 cc. And the biggest model JM
130 was intended for motorcycles over 500cc. such as BMW and Nimbus.
All the models were in the “bomber or torpedo design”. The passenger models for
scooter were mounted onto the frame, while the heavy models had the cabin
laying between the frame-tubes, a design there were also used by the German
Steib Sidecar and the Danish Acap, Dania, Star and Sterling sidecar producers.
The frame tubes were cold stretched piping and were on the front covered by an
elegant aluminium covering.
The sidecar wheel was without brakes, but with a suspended wheel, through a
short swing-arm. The sidecars mudguard covered the side of the wheel and for
easy access to the wheel the mudguard could be swung up and the whole wheel
could be detached by a central wing nut. The light on the mudguard was of the
brand Ermax (Danish) and the type which were lying onto the guard. The same
model was used on the VW type 1.
Own number plate lamp:
The author has not yet seen a sidecar with this kind of lamp almost all
sidecars today are mounted with the standing Ermax model lamp. The reason is
probably that the legislating in 1955 made the flat type illegal.
On the mudguard was also a little round number plate until 1976, where sidecar
was an independent registered unit.
The sale went very well, and as far as the son Mr. Søren Bender remembered had
the costumes to be written up 2 – 3 months before delivering a new Bender
sidecar. In accordance to the old order-books Bender also manufactured sidecars
to Engstrøm and ACAP.
Then the disaster occurred. Not on behalf of warfare or occupation, but
because of sales tax (VAT) was introduced on all Danish vehicles. Bender
sidecars and others Danish vehicles became so expensive, that the customers
soon bought a VW, they were cheaper than a motorcycles with a sidecar.
The end 1958:
The demand is falling too nearly zero. Viggo Bender maintained a production of
spare parts and made a few sidecars in that period.
The company adapted oneself to the situation and were thinking creative just
like under the occupation. Bender began manufacturing the fridges, a bran new
product for a hungering market for fridges. However the dealers were going
bankruptcy and taking Bender with them in the fall. Hereby he lost all the
workshop tools for the sidecar production and spare parts for these. The last
sidecar was assembled by spare parts in 1958 and was supplied to NSU at Søborg
Main Street.
Mr. Viggo Bender still had some spare parts to sidecars, but made a living by
selling used cars and manufacturing trailers for cars.
A American come to the country:
In the 1960 toured an American named Mr. Remylard around the country and bought
used Bender sidecars. The Sidecars was no longer fashionably and could be
bought cheaply, for the scrap value. Mr. Remylard was sending them to America,
where he got a good price for them. After Mr. Bender has moved to Skovlunde,
Mr. Remylard contacted him.
Mr. Remylard foresaw a boom in sidecars in US and could sell nearly all, if a production
was started again.
Mr. Søren Benders, son of Mr. Viggo Bender was a skilled toolmaker as well as
an engineer, manufactured the expensive and new tools.
In the English sales brochure from 1970 the sidecar was presented as the “The
Bender Florin sidecar” and the price is $ 942,50. Mr. Remylard managed only to
sell around 20 sidecars in USA and Canada, the remaining 200 produced sidecars
Mr. Bender himself sold in USA, Japan and Australia.
A modest production of spare parts was maintained for the line abroad and for
the Danish market, the motorcyclists were rediscovering the charm of sidecar
driving.
The last year before Mr. Viggo Benders dead in 1986 the production was going on
in Herlev.
Ford T and the VW type 1 was already produced in greater numbers then Bender
sidecars, but wasn’t produced for over 50 years as Bender sidecars.
Another steep to:
It was not over yet with Bender’s sidecars, but it was close to it, if it has
not been for a foreseen man in Jutland of Denmark. One day Mr. Gunner Mortensen
telephoned to get some spare parts for his sidecar.
That was in 1986, and he got the answer that he couldn’t get spare parts for
his sidecar, because Mr. Viggo Bender was dead and that the company tools were
going to be sold. However he was welcome to come around and see if he could
find the spare parts he needed himself.
nished
sidecars, the spare parts and the nice tools, he then decided on the spot, to
by the whole sidecar factory.
All was packed into train wagons at Herlev station and was sent to Vejen
station in Jutland. Mr. Gunner Mortensen would like to produce sidecars again,
so maybe the Bender is rising again some day.
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