07.11.03
6.Runde Osnabrücker Stadtmeisterschaft:
Gegen Lutz Weißkopf (DWZ 2009) vom SC IG Metall Osnabrück kam ich ohne
Probleme gut aus der spanischen Eröffnung heraus, musste dann einen kurzen
Angriffsversuch abwehren, bevor ich ein besseres Endspiel erhielt, dass nicht ganz
so harmlos aussah, wie es mein Kontrahent wohl einschätzte, der durch seine
Passivität zu meinem Gewinn nach fast maximaler Spielzeit von fünf Stunden beitrug.
04.11.03
5.Runde Osnabrücker Stadtmeisterschaft: Hans-Jürgen Bade (DWZ 1951)
vom SV Hellern missglückte das Stonewall-Experiment völlig: Seine Figuren waren
überaus unglücklich postiert, so dass ich nach dem typischen Zentrumsaufbruch
e2-e4 von der hoffnungslosen und noch unterentwickelten schwarzen Stellung
profitierte und schnell gewann.
17.10.03 4.Runde Osnabrücker Stadtmeisterschaft: Den ersten harten Kampf bei diesem Turnier lieferte mir Ludger Wöllermann (DWZ 1853) vom SV Hellern, der mit Weiß zunächst zurückhaltend, aber betont solide, eröffnete, so dass sich ein positionell geführtes Duell abzeichnete. Als ich mir einen kleinen Vorteil erarbeiten konnte, übersah ich eine taktische Wendung, die mich zumindest einen wichtigen Bauern kosten würde und mit einem Remisangebot versehen war. In der sich später bestätigenden Hoffnung auf eine spannende Partie, der Hauptmotivation meiner Turnierteilnahme, gab ich eine Qualität, für die ich mangels offensichtlicher Einsatzmöglichkeiten für die gegnerischen Türme wenigstens praktische Kompensation erhielt. Bei relativ wenig Zeit meines Gegenübers in komplizierter und sich nun öffnender Stellung verpasste er die Möglichkeit zum Gewinn und platzierte überdies seine Figuren etwas ungeschickt, wodurch ich trotz des materiellen Nachteils eine Gewinnstellung bekam, den ich dann in wenigen Zügen auch nach fast maximaler Spielzeit realisieren konnte.
12.10.03
1.Runde 2.BLW 2003/04: SK Turm Emsdetten - SK Münster 4½:3½
In einem abgelehnten Damengambit erreichte ich als Weißer gegen meinen früheren
Osnabrücker Mannschaftskollegen FM Christian Remling (Elo 2347 / DWZ 2321) einen
permanenten leichten Vorteil, der auf dem Spiel gegen den isolierten Damenbauern
und kleinen Ungenauigkeiten in der Eröffnung meines Gegners beruhte. Ich verpasste
jedoch verschiedene Möglichkeiten, ihn weiter auszubauen, so dass Schwarz mit
gutem Verständnis für die Stellung selbige mehr und mehr vereinfachen konnte und
es schließlich nach etwas mehr als vier Stunden in einem Damenendspiel zum
folgerichtigen Friedensschluss kam.
Fast spiegelbildlich zu meiner Partie verlief auch der Mannschaftskampf, in dem
wir uns trotz einer frühen Niederlage nach einer überraschenden Wendung an mehreren
Brettern zum Teil schon deutliche Vorteile erarbeiten konnten und scheinbar einem
ungefährdeten Sieg zusteuerten. Je mehr man sich jedoch der Zeitkontrolle näherte,
desto mehr mussten wir zumindest um einen Punkt noch zittern. Letztendlich kamen
wir aber doch zu einem verdienten Sieg in gleicher Höhe wie bei unserem
Zweitliga-Debüt vor zwei Jahren in Münster.
28.09.03 Bei der Blitz-Einzel-Meisterschaft des Schachbezirks Steinfurt konnte ich trotz einer dummen frühen Niederlage gegen einen Hauptkonkurrenten (Übersehen eines Schachgebots der letzten gegnerischen Figur) mit ansehnlichem Spiel durch Gewinn aller übrigen Partien meinen Titel verteidigen und mir die obligatorische Qualifikation (der ersten Sechs von 17 Teilnehmern) für die nächsthöhere Ebene, den Verband Münsterland, sichern.
27.09.03
1.Runde KNSB 2e klasse D 2003/04: ASV - De Schaakmaat 5-3
Ich wurde in einer königsindischen Partie mit einer für mich neuen, unorthodoxen
und scheinbar antipositionellen, aber recht giftigen Variante konfrontiert. Nach
einer ersten Ungenauigkeit erkannte ich zwar die Gefahr, ein weiterer Fehler in
komplizierter Stellung leitete dann aber die stark vorgetragene Entscheidung ein.
Zwei weitere relativ deutliche Niederlagen an vorderen Brettern ließen zu keinem
Zeitpunkt ernsthafte Hoffnungen auf eine Revanche für die unglückliche und knappe
Niederlage zu Beginn der Vorsaison gegen das favorisierte Team aus Arnhem aufkommen.
26.09.03 3.Runde Osnabrücker Stadtmeisterschaft: Mein Gegner Hauke Glindmeier (DWZ 1874) vom SV Hellern wählte als Schwarzer in einer königsindischen Partie einen strategisch uneffektiven Plan, mit dem seine Stellung unnötige Schwächen erhielt. Auf Grund der zusätzlich schlechten Figurenstellung führte eine taktische Abwicklung für ihn zu Materialverlust.
19.09.03 2.Runde Osnabrücker Stadtmeisterschaft: In einer schottischen Partie gegen Ilja Bäumler (DWZ 1942) vom SV Osnabrück reichte eine durchschnittliche Leistung von mir mit Schwarz, um die zahlreichen Fehler des Weißen zu einem klaren Vorteil auszubauen. Trotz schlechter Endspieltechnik, die jedoch nicht widerlegt wurde, zeichnete sich letztlich doch ein klarer Gewinn ab. Nicht erst nach Ende des Kampfes bei einem schrecklichen Aussetzer meinerseits musste ich zu meinem Bedauern, nicht zu meiner Überraschung, fehlende sportliche Fairness meines Gegners gegenüber einem Trainingspartner feststellen.
12.09.03 Bei der 54. Auflage der Osnabrücker Stadtmeisterschaft ging es in der 1.Runde mit Weiß gegen den häufiger als Schiedsrichter denn selbst am Brett in Erscheinung tretenden Christian Jackl (DWZ 1693) vom SC Wittekind's Knappen nach dem sehr frühen Gewinn eines Bauern nur noch um die technische Verwertung desselben.
06.09.03 Beim sehr stark besetzten 7. Internationalen Schnellschachturnier "Wappen von Raesfeld" (7 Runden mit der Bedenkzeit 2 x 30 min) - ich war Nr. 13 der Setzliste - riss nach zwei Auftaktsiegen meine Serie von zuletzt 20 Schnellschach-Partien ohne Niederlage in der 3. Runde gegen GM Mihail Saltaev (DWZ 2433), in der ich mich als Schwarzer fast ohne Kampf geschlagen geben musste. Nach wiederum zwei ganzen Punktgewinnen gegen nicht gleichwertige Gegnerschaft traf in der 6. Runde mit Weiß auf IM Gerhard Schebler (DWZ 2462), der für einen früh geopferten Bauern zunächst einige Kompensation erhielt und ihn schließlich zurückgewann. A tempo setzte ich mit einem riskanten Bauerngewinn alles auf eine Karte, da ich das drohende Matt nach dem folgenden Zug nicht mehr decken konnte. Allerdings spekulierte ich auf den ebenfalls unsicheren gegnerischen König, der zwar über das halbe Brett laufen konnte; letztendlich hatte ich aber Dauerschach, dem mein Gegner dank übertriebenen Ehrgeizes jedoch mit einer selbstmörderischen Königsflucht bei gleichzeitiger Zeitüberschreitung auswich.
30./31.08.03
Als Nr. 3 der Teilnehmer-Setzliste beim 15. Internationalen Schnellschach-Open
des SK Rinteln konnte ich mich nach je zwei ungefährdeten Siegen über
Jörn Edling (DWZ 1885) und Nikolas Lubbe (DWZ 2032) an Tisch 3 sowie
Thomas Franke (DWZ 2064) und Frank Reinemer (DWZ 2145) an Tisch 2
an das Spitzenbrett, welches ich bis zum Turnierende nicht mehr verlassen sollte,
hocharbeiten, an dem ich auch in der 5. Runde nach glücklichem Gewinn gegen
IM Carsten Lingnau (DWZ 2403) weiter auf 100 % - Kurs blieb, ehe ich den
Sonnabend mit einer gerechten Punkteteilung gegen IM Alexander Kabatianski
(DWZ 2426) beendete.
Nach drei souveränen Siegen am Sonntag gegen Eugen Kirnos (DWZ 2303),
Helge Colpe (DWZ 1970) und FM Morten Weyrich (DWZ 2300) und somit
8,5 von 9 möglichen Punkten hatte ich bereits 1,5 Zähler Vorsprung, so dass ich
mit zwei Kurzremisen in den beiden Schlussrunden gegen Ilja Schneider
(DWZ 2274) und FM Jobst Rüberg (DWZ 2161) den Turniersieg sichern konnte,
was im Nachhinein jedoch schon gar nicht mehr nötig war, da die Konkurrenz noch
patzte und es am Ende wieder 1,5 Punkten Vorsprung auf das restliche Feld waren.
03.08.03 Bei der recht chaotischen 2. Auflage (das Auslosungsprogramm entwarf recht willkürliche Paarungen, bei denen weder Punkte noch Wertungszahl der Spieler beachtet wurden, so dass ab Runde 4, gespielt wurden übrigens 7 Runden mit der Bedenkzeit 2 x 25 min, per Hand ausgelost werden musste, was gut funktionierte, jedoch zu erheblichen Verzögerungen im Zeitplan führte; die letzte Runde wurde mit nur noch 15 min Bedenkzeit pro Spieler ausgetragen; obendrein fiel erst vor der Siegerehrung auf, dass ein Ergebnis aus einer frühen Runde falsch erfasst und damit ein Spieler, der keineswegs zu den Favoriten zu zählen war, in den nachfolgenden Runden mit einem Punkt zu wenig ausgelost wurde - die nachträgliche Korrektur führte zu Unstimmigkeiten vor der Preisverleihung, da dieser Spieler ohne einen einzigen starken Gegner plötzlich alleiniger Zweiter mit 6 Punkten war, was die Turnierleitung dann jedoch elegant mit der Vergabe eines zusätzlichen Hauptpreises löste) des von der SG Schinkel im Landhaus am Rubbenbruchsee ausgetragenen Seepokals konnte ich als Nr. 3 der Setzliste nach mehr oder weniger überzeugenden Siegen gegen (in chronologischer Folge) den Niederländer Peter Mijnheer (Elo 2252), Frank Pfeifer (DWZ 1431), Ilja Schneider (DWZ 2303), IM Alexander Kabatianski (DWZ 2426), Norbert Lange (DWZ 2094), Ludger Höllmann (DWZ 2092) in der Schlussrunde gegen den zuletzt beim SK 1934 Viernheim in der 2. Bundesliga Süd agierenden Jens Güting (DWZ unbekannt) remisieren und mir nach Platz 2 im Vorjahr bei ähnlicher Besetzung nun ungefährdet den Turniersieg sichern.
14.06.03 Beim "7e E.N.O. schaaktoernooi Nijverdal" bzw. "1e Schakelmanifestatie 2003", gespielt werden 11 Runden mit einer Bedenkzeit von 10 Minuten pro Person bei Blitzregeln, lag ich als Topgesetzter nach 8 Runden und weitgehend zufriedenstellenden Partien, darunter über weite Strecken sehr überzeugende Siege u.a. gegen Wouter Spoelman (TWZ 2119 / stellte in der vergangenen Saison als jüngster Spieler in der höchsten niederländischen Spielklasse einen neuen Rekord auf), Hans Plasman (TWZ 2130), Ludger Höllmann (TWZ 2266), Peter Bolwerk (TWZ 2191), Wolgang Andre (TWZ 2234), Peter Stoyanov (TWZ 2200), und somit gegen die gesamte direkte Konkurrenz, mit der optimalen Punktausbeute von 100% und 1,5 Zählern Vorsprung unangefochten in Front, so dass ich die letzten drei Runden gegen die Nr. 2 der Setzliste Jaap Vogel (TWZ 2266 / einzige Gefahr im gesamten Turnier war hier ein Qualitäts-Einsteller in klar besserer Stellung, nachdem ich jedoch noch über genügend Gegenspiel verfügte), Ali Bitalzadeh (TWZ 2042), ein weiteres lokales Talent, und Christian Fiekers (TWZ 2078) mit mehr oder weniger Kampf durchremisieren konnte. Mit einem halben Zähler Vorsprung beendete ich schließlich das Turnier und konnte somit bei etwas schwächerem Feld meinen Vorjahreserfolg souverän wiederholen.
10.06.03 Mangels ausreichender Deckung der hohen Kosten zur Bestreitung einer Bundesliga-Saison durch Sponsoren zieht sich die 1.Mannschaft des SK Turm Emsdetten in die 2.Bundesliga West zurück !
10.05.03
9.Runde KNSB 2e klasse D 2002/03: De Schaakmaat - DSC Delft 4-4
Im Vorfeld dieser letzten Runde, in der der Klassenerhalt gesichert werden sollte,
hatte unser Mannschaftsführer dem Tabellenführer ein Unentschieden vorgeschlagen,
was sich auf Grund der Tabellensituation (jeweils 2 Mannschaftspunkte vor der
Konkurrenz bei ungünstigem Brettpunktekonto) angeboten hatte, allerdings abgelehnt
worden war.
Trotz eines schwerwiegenden Fehlers in der spanischen Eröffnung erhielt ich mit
Schwarz nach zu optimistischen Zügen meines talentierten jugendlichen Gegners, der
einen einfachen Konter übersah, entscheidenden Materialvorteil (Dame gegen zwei
Leichtfiguren) nach der Eröffnung, dessen Verwertung wohl trotz technischer Probleme
nur eine Frage der Zeit gewesen wäre.
Nachdem aber bereits zwei Partien friedlich beendet waren und neben mir noch drei
meiner Mannschaftskameraden Vorteile erzielt hatten, offerierte uns der gegnerische
Mannschaftsführer nun die Punkteteilung, die von unserem Kapitän auch im Hinblick
auf das dramatische Finale der
Vorsaison
(damals verlor unsere noch unerfahrene Truppe nach 8 Siegen, einem Vorsprung von
zwei Mannschaftspunkten sowie drei Brettpunkten gegen den nächsten Verfolger mit
2:6 - der Aufstieg gelang nur durch Rückzug einer Mannschaft, da man bester
Zweitplatzierter der acht parallenen 4.Ligen war) schließlich akzeptiert wurde,
auf die nach Betrachtung der anderen Ergbnisse jedoch keine Mannschaft mehr
angewiesen gewesen wäre.
12.04.03
8.Runde KNSB 2e klasse D 2002/03: Venlo - De Schaakmaat 3-5
Auf Grund eines Missverständnisses mit unserem Mannschaftsführer traf ich
unwissentlich zu dem um eine Stunde vorverlegten Kampf erst mit über 40-minütiger
Verspätung (also eigentlich etwa eine Viertelstunde zu früh) am Spielort ein, wo
zu meiner Überraschung schon die Begegnung in vollem Gang war.
Gegen das Leningrader System der holländischen Verteidigung entschloss ich mich
spontan, eine seltene Variante zu wählen, in der ich jedoch nicht die präziseste
Zugfolge spielte und meinem Gegner früh eine zentrale Befreiung im Zentrum
ermöglichte. Nichtsdestotrotz forderte die Stellung von meinem Gegner hohen Tribut
in Form von großem Zeitverbrauch, so dass ich ab etwa einer Stunde vor der
Zeitkontrolle nach nur ca. 15 gespielten Zügen schon über Zeitvorteil verfügte.
In möglicherweise leicht besserer Stellung riss mein Gegenüber dann trotz
gleichbleibenden Spieltempos der Faden, einige ungenaue Züge folgten und zu allem
Überfluss komplizierte er die nun hochtaktische Stellung, so dass ich die Partie
nach nur 23 Zügen und weniger als zwei verbliebenen Minuten auf der gegnerischen
Uhr für mich entscheiden konnte.
Durch die gegen das noch ohne Punktgewinn dastehende und nur zu siebt angetretene
Tabellenschlusslicht alles andere als souverän erzielten, aber für den Klassenerhalt
notwendigen zwei Mannschaftspunkte besteht für unser junges Team noch eine
realistische Chance, nach dem letzten Spieltag gegen den Tabellenführer den
Verbleib in dieser Spielklasse zu erreichen.
30.03.03
15.Runde BL 2002/03: Lübecker SV von 1873 - SK Turm Emsdetten 5½:2½
29.03.03
14.Runde BL 2002/03: SK Turm Emsdetten - Hamburger SK von 1830 1½:6½
26.03.03 Vorbericht auf das finale Bundeliga-Wochenende im Bremer Weserstadion von Eckhard Stomprowski, dem Mannschaftsführer des Lübecker SV von 1873
21.-23.03.03 Endrunde zur Deutschen Pokaleinzelmeisterschaft 2002/2003 in
Berlin-Lichtenberg:
Eigentlich war ich ja gewohnt, auf deutscher Ebene gleich in der ersten Partie
(wie bei meinen bisherigen einer Endrunden- und 2 Vorrunden-Teilnahmen) den
nominell stärkstmöglichen Gegner zugelost zu bekommen. Diesmal traf ich im
Viertelfinale, das vor zwei Jahren für mich nach Blitzentscheid die
Endstation war, mit den schwarzen Steinen auf Robert Schnicke (DWZ 2155)
vom TV Winnweiler (Rheinland-Pfalz), dennoch trat genau das
ein, was ich mit meinem frühen Angebot einer Zugwiederholung vermeiden wollte:
In einer positionell geführten spanischen Partie, wie es der ruhigen Spielweise
meines Gegners entspricht, zog sich die Entscheidung fast über die maximale
Spieldauer von sechs Stunden bis kurz vor Mitternacht hin. Letztere
fiel schließlich auf Grund der schwachen Nerven meines Kontrahenten bei knapper
werdender Zeit. Vor der ersten Zeitkontrolle wendete sich das Blatt aus meiner
Sicht von einer leicht schlechteren Stellung zu einem sehr angenehmen,
"unverlierbaren" Endspiel, da die weiße Stellung einige Bauernschwächen und
passiv postierte Figuren aufwies. Nach einer glücklicherweise überstandenen
Müdigkeitsphase, in der die Variantenberechnung doch sehr schwierig für mich
war, konnte ich dann meinem Gegner in seiner wenigen Restbedenkzeit einige
Probleme stellen, die für ihn (allerdings nicht zwingend) zum Figurenverlust führten.
Für das Halbfinale am Samstag hielt die Auslosung eine Schwarzpartie gegen
Bernd Steinhagen (DWZ 2203) vom SSV Rotation Berlin, von der Papierform
der mit Abstand schwächste der übriggebliebenen Vier, für mich bereit. Trotz der
Farbe durfte ich mich also nicht beklagen, hatte ich doch von allen acht
Endrunden-Teilnehmern nun die beiden DWZ-schlechtesten erwischt.
21.03.03 In der aktuellen Ausgabe Nr.86 des regelmäßig von 3000-5000 Lesern weltweit Beachtung findenden Online-Magazins CCN (Correspondence Chess News) -in englischer Sprache gehalten- stehe ich im Mittelpunkt der Titelstory, die neben dem Titelfoto, das von der Siegerehrung bei der letzten Stadtmeisterschaft stammt, über insgesamt sieben Seiten (S.5-11) ein ausführliches Interview sowie einige meiner Partien enthält, die ebenfalls von dem Verfasser FS-IM Junior Tay aus Singapur, den ich auf dem von mir gerne besuchten Server schach.de von ChessBase kennengelernt habe, kommentiert wurden!
20.03.03 Der Ausrichter der Endrunden der Deutschen Pokalmannschaftsmeisterschaft 2002/2003 und der Deutschen Pokaleinzelmeisterschaft (Dähnepokal) 2002/2003, der SC Friesen Lichtenberg, verspricht auf seiner Homepage eine umfassende Berichterstattung. Außerdem sollen alle Partien von schach.com live übertragen werden! Ergebnisse, Fotos und weitere Einzelheiten Termine, Teilnehmer und Aufstellungen der Mannschaften Live-Übertragung der Partien
15.03.03
7.Runde KNSB 2e klasse D 2002/03: De Schaakmaat - Zukertort Amstelveen III 4-4
10.03.03 Vorschau auf die Endrunde zur Deutschen Pokaleinzelmeisterschaft 2002/2003 am 21.-23.03.03 in Berlin-Lichtenberg
09.03.03
13.Runde BL 2002/03: SK Turm Emsdetten - SF Neukölln 03 2½:5½
08.03.03
12.Runde BL 2002/03: SC Kreuzberg - SK Turm Emsdetten 5½:2½
05.03.03 Vorbericht auf das im Abstiegskampf möglicherweise vorentscheidende Bundesliga-Wochenende von IM Rainer Polzin, dem Mannschaftsführer der gastgebenden SF Neukölln
09.02.03 Sehr interessant ist das Online-Magazin CCN (Correspondence Chess News), das -in englischer Sprache gehalten- in der aktuellen Ausgabe Nr.84 in einem Bericht "A Chinese New Year article: Cheaters don't prosper" von FS-IM Junior Tay aus Singapur, mit dem ich mich zuweilen sehr nett im Chat auf dem von mir gerne besuchten Server schach.de von ChessBase unterhalte, über denselben auch meine Wenigkeit (ab S.20) erwähnt bzw. über meine Turnier-Teilnahmen dort resümiert!
09.02.03
11.Runde BL 2002/03: Erfurter SK - SK Turm Emsdetten 4:4
Mit GM Peter Enders (Elo 2524 / DWZ 2495),
aktuell Nr. 23 der
deutschen
Elo-Rangliste, erwischte ich an Brett 5 den nominell stärksten Spieler der
gegnerischen Acht. In der Damengambit-Abtauschvariante hatte ich die richtige
Zugfolge verwechselt und meinem Gegner so schnellen Ausgleich ermöglicht. Es entstand
eine Stellung, in der beide Seiten die gegnerische Aktivität einschränkten, ich
kein Risiko eingehen wollte und somit das Remis vorschlug. Hiermit war mein Gegenüber
jedoch nicht zufrieden und unternahm, nach der Umgruppierung seiner Figuren, mit
dem in diesem Stellungstyp ungewöhnlichen Vorstoss seiner Damenflügel-Bauern
Gewinnversuche. Dabei übersah er jedoch eine von mir geplante Riposte, welche
sein soeben entstandenes hängendes Bauernzentrum wieder auflöste. Nun wollte auch
Schwarz nicht zu viel riskieren, die Stellung verflachte ein wenig und der Großmeister
bot seinerseits den Friedenschluss an.
Auch in diesem Mannschaftskampf blieb der erhoffte doppelte Punktgewinn leider
aus, am Ende, als sich unser 8.Brett beim Stand von 3½:3½ von seiner weit über
200 Elo-Punkte schwächeren Gegnerin in einem Endspiel mit einem Minusbauern lange
quälen lassen musste (vgl.
Bericht vom Mannschaftsführer der Plauener, FM Gunter Sandner
bzw.
Bericht vom GM Stefan Kindermann, SK König Plauen
), muss man mit dem Unentschieden sogar noch hochzufrieden sein.
Fazit:
Besonders enttäuschend verlief dieses Wochenende für mich, da ich erstmals mit
meinem persönlichen Ergebnis zufrieden sein kann, leider aber der Mannschaft
damit nicht wirklich helfen konnte. Um uns nicht am Ende der Saison auf einem
Abstiegsplatz wiederfinden zu müssen, ist bei Betrachtung des Restprogramms der
Konkurrenz in Berlin an den nächsten beiden Spieltagen dringend der ein oder
andere Punktgewinn erforderlich !
08.02.03
10.Runde BL 2002/03: SK Turm Emsdetten - SK König Plauen 2½:5½
Trotz verschiedener Handicaps (auf Grund einer starken Erkältung war ich körperlich
geschwächt, zudem musste ich, übrigens zum 7. Mal schon in dieser Saison mit Schwarz,
an dem für mich höchstmöglichen Brett 5 spielen, da wir quantitativ mit dem letzten
Aufgebot antreten mussten) schaffte ich einen relativ sicheren Sieg über
FM Ulrich Dirr (Elo 2314 / DWZ 2240), der die verzögerte Abtauschvariante
der spanischen Verteidigung gegen mich wählte, dann aber anscheinend nicht über
den rechten Plan verfügte. So spielte ich zwar objektiv nicht die stärkste, aber
für diesen Gegner, der gerade im Begriff war, einen strategischen Fehler zu machen,
die richtige Fortsetzung, wonach ich auf Grund von Läuferpaar und Bauernmajorität
am Damenflügel einen vorgegebenen Gewinnweg hatte und das Remisangebot folgerichtig
ablehnen musste. Hinzu kam noch, dass mein Gegner sich selbst in Zeitnot brachte,
schwach spielte und nach dem ersten einen weiteren Bauern verlor. Der sicher
geglaubte Sieg war nur durch einen Fehler kurz vor der Zeitkontrolle gefährdet, als
ich in einem Zug (wie aber auch mein Gegner) eine kleine taktische Wendung mit
Rückgewinn eines Bauern und nur noch schwer verwertbarem Vorteil übersah. Wenige
Züge später konnte ich mich allerdings verdientermaßen über meinen ersten vollen
Punkt in der höchsten deutschen Spielklasse freuen.
Stark getrübt wurde diese Freude jedoch, da zu diesem Zeitpunkt schon die
überraschende, sogar deutliche Niederlage unserer Mannschaft besiegelt war.
Möglicherweise lag es daran, dass wir unserer Sache an diesem Tag zu sicher waren
und insbesondere an den hinteren Brettern, die eigentlich für uns die
Entscheidung bringen sollten, zu sorglos mit Zeit und Punkten umgingen.
11.01.03
8.Runde BL 2002/03: SC Forchheim - SK Turm Emsdetten 3:5
In einer harmlosen Variante des geschlossenen Spaniers hatte ich zunächst als
Schwarzer gegen Johannes Zwanzger (Elo 2281 / DWZ 2238), dem nach
anschliessender eigener Aussage die Stellung nach 9 Zügen schon unbekannt war,
wenig Probleme auszugleichen. Durch einige nicht optimale Züge ließ ich jedoch
ein für mich leicht unangehmes Endspiel zu, welches meinem Gegner noch praktische
Chancen gab. Allerdings konnte ich seine etwas unkonventionellen Gewinnversuche
bis zur gerechten Punkteteilung abwehren.
Insgesamt kam es zu dem von uns angepeilten "Pflichtsieg" gegen den Abstiegskandidaten,
wenngleich es doch etwas enger zuging als geplant, was wohl nicht zuletzt auch an
unserer im Vergleich zu den vorangegangenen Spieltagen schwächeren Aufstellung lag.
Möglicherweise trug auch der nicht alltägliche Ausflug in den ausgesprochen
schönen Urlaubsort Bad Wiessee ein wenig dazu bei. :-)
01.01.03 Wie erwartet gelang mir in der neuen Elo-Liste der FIDE ein Zuwachs um 13 Punkte dank der 7 Partien der NRW-EM auf nunmehr 2346, was natürlich wieder einen erneuten persönlichen Höchststand bedeutet. In der deutschen Rangliste nehme ich damit schon Platz 290 ein ! Deutsche Elo-Rangliste Deutsche Elo-Zahlen alphabetisch Meine Elo-Karte Meine Elo-Entwicklung der letzten Jahre (ohne Details) Meine Elo-Entwicklung der letzten Jahre (mit Details)
21.12.02 Beim Ferguson SBO Kerstoernooi in Hengelo (7 Runden CH-System mit 20 Minuten Bedenkzeit pro Spieler) brachte mir der bei niederländischen Schnellturnieren übliche Auslosungsmodus, bei dem die Paarungen unabhängig von der Spielstärke nur nach Punkten bzw. Wertung gesetzt werden, nach einer Schwarz-Niederlage in der Mitte des Turniers gegen FM Frank Kroeze in der letzten Runde mit den schwarzen Steinen noch meinen neuen Vereinskollegen IM Alexander Kabatianski. Somit hatten zwar die ersten drei der Setzliste alle Partien untereinander ausgetragen, doch konnte mich nach meinem schnellen, auf Grund des Turnierstandes gewagten Remis noch ein schwächerer Spieler ohne vergleichbare Gegnerschaft auf einen der drei Preisränge überholen, so dass für mich am Ende mit 5,5 Punkten nur der undankbare Rang 4 blieb.
15.12.02
6.Runde BL 2002/03: SK Turm Emsdetten - SV Wattenscheid 1930 4½:3½
Nach recht langem Zeitverbrauch in der Eröffnungsphase von IM Holger Ellers
(Elo 2425 / DWZ 2378) erhielt ich nach nicht ganz korrekter Zugfolge mit Weiß
(wieder Brett 8) eine bekannte Stellung aus dem Maroczy-Aufbau der Sizilianischen
Verteidigung. Nach logischen Zügen wählte ich dann allerdings aus zwei Plänen
den falschen aus, so dass Schwarz Gegenspiel auf der von mir geöffneten a-Linie
erhielt. Ich spekulierte nun ein wenig auf die Zeitnotschwäche meines Gegners,
forcierte das Geschehen und hatte nach dem 40.Zug eine jedoch nur scheinbar
vorteilhafte Stellung. Mit wieder mehr Zeit fand Schwarz nun gute Verteidigungszüge,
die außerdem Drohungen gegen meinen offenen König aufstellen, so dass ich gerade
noch in ein Endspiel abwickeln konnte, dass ich trotz schon wieder knapper Zeit
dann remis gab.
Diesmal konnte ich in der letzten Partie unseres Mannschaftskampfes nach einer
geschlossenen Leistung unseres Teams den entscheidenden halben Zähler zum verdienten
Sieg beisteuern.
14.12.02
5.Runde BL 2002/03: SG 1868-Aljechin Solingen - SK Turm Emsdetten 4½:3½
Nach einer kleinen Stadtrundfahrt mit 6 Personen in einem Pkw traf ich mit den
schwarzen Steinen an Brett 8 auf IM Bernd Schneider (Elo 2424 / DWZ 2386),
dessen gewähltes Abspiel der jugoslawischen Variante im Königsinder mir zunächst
keine großen Probleme bereitete, da ich nach einer verpassten guten Möglichkeit
(15...Lh6!) auf Grund eines feinen Turmzugs den befreienden Vorstoss b5 durchsetzen
konnte, gegen den Weiß sein Spiel ausrichtete. Im weiteren Verlauf spielten beide
allerdings ziemlich ungenau, ich schwächte zudem meinen Königsflügel, was mir nach
einem ausgelassenen Bauerngewinn und zahlreicher anderer guter Möglichkeiten
letztendlich trotz Damentausch das Genick brach.
Somit war ich schließlich nicht ganz unschuldig, dass wir am Ende gegen die
favorisierten Solinger trotz guten Kampfes eine knappe Niederlage kassierten.
13.12.02 Osnabrücker Stadt-Blitzmeisterschaft 2002: Nachdem alle Gewinner der Osnabrücker Stadtmeisterschaft 2002 geehrt wurden und u.a. auch mir Pokal und Preisgeld von Hans-Joachim Riering als Vertreter der Sparkasse Osnabrück, des Hauptsponsors, und Norbert Kienel, 1.Vorsitzender des Ausrichters SV Osnabrück, überreicht wurden, fand traditionell die offizielle Stadt-Blitzmeisterschaft statt. Bei dem aus 18 Spielern bestehenden Teilnehmerfeld, das dem des Hauptturniers (insbesondere in der Spitze) sehr ähnelte, konnte ich mich mit 16,5 Punkten deutlich vom Feld absetzen und auch diesen Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Den einzigen halben Punktverlust lies ich bereits beim "Aufwärmen" in der 1.Runde gegen den späteren Zweitplatzierten Thomas Franke (SV Osnabrück).
07./08.12.02 Vorrunde zur Deutschen Pokaleinzelmeisterschaft 2002/2003 in Oberursel:
Zum zweiten Mal hatte ich mich für die deutsche Ebene des Einzel-Pokals, wo die
letzten 32 Teilnehmer aufeinandertreffen, qualifizieren können. Und wie schon
vor zwei Jahren brachte die Auslosung der 1.Runde für mich eine Schwarz-Partie
gegen den stärkstmöglichen Gegner dieser Vorrunden-Gruppe: Gegen den höher
einzuschätzenden Blitzspieler FM Udo Käser (DWZ 2329) von den SF Lohmar 1974,
gegen den ich ja erst in der vorangegangenen Runde des laufenden Wettbewerbs, dem
relativ bedeutungslosen NRW-Pokal-Einzel-Finale, ein Remisangebot abgelehnt und
nach schwachem Spiel verloren hatte, sah ich mich der verzögerten Abtauschvariante
der spanischen Eröffnung ausgesetzt. In Anbetracht der für mich mehr als drei
Stunden dauernden Rückreise bei dem aus meiner Sicht fast sicher zu scheinenden
Ausscheiden schlug ich diesmal nach 15 Zügen und weniger als 90 Minuten Spielzeit
die Punkteteilung in einer Stellung mit äußerst geringen Gewinnmöglichkeiten für
Schwarz vor, die auch umgehend akzeptiert wurde. In den Blitzentscheid
ging ich nun als Außenseiter, konnte allerdings die erste Partie, die ich als
Weißer begann, nach Figurengewinn nicht unverdient, aber wegen der schwer
einzusehenden analogen Uhren glücklich auf Zeit gewinnen, bevor ich in der
zweiten Partie nach wenigen Zügen einzügig eine Figur einstellte und frühzeitig
aufgeben konnte. Nun entschied die erste Gewinnpartie bei weiter abwechselnder
Farbverteilung über das Weiterkommen. Die dritte Partie brachte noch keine
Entscheidung, konnte ich mich nach anfangs etwas überlegener Stellung nach Verlust
eines wichtigen Zentrumsbauern noch in ein Dauerschach retten. Auch in der vierten
Partie hatte ich als Schwarzer zunächst keine Probleme. Dann war es mein Gegner,
der als Erster die Übersicht verlor, beim Übergang in ein Endspiel nach und
nach Material einstellte, in hoffnungsloser Stellung die Zeit überschritt und
somit die Heimreise antreten durfte.
Ich musste nun auf das Ende der anderen Partien und die anschließende Auslosung
der 2.Runde warten, die auf Grund der Tatsache, dass von den 8 gemeldeten
Spielern dieser Vorrunden-Gruppe trotz eines Ersatzmannes nur 6 erschienen, nach
drei Paarungen in der 1.Runde ein Freilos enthielt, welches glücklicherweise auch
noch mich traf, so dass ich mich dank Fortuna für die Endrunde der letzten Acht
qualifiziert habe.
04.12.02 9.Runde Osnabrücker Stadtmeisterschaft: Angesichts der Bedeutungslosigkeit dieser Partie im Hinblick auf die fast sichere erneute Titelverteidigung bei der 53. Offenen Osnabrücker Stadtmeisterschaft 2002 spielte ich in der letzten Runde gegen Klaus-Dieter Mann (DWZ 1975) vom SV Osnabrück nicht voll motiviert bzw. konzentriert, wie es für die entstandene Abtauschvariante der spanischen Partie nötig gewesen wäre, so dass ich nach relativ kurzer Spieldauer in zum Gewinn wenig versprechender Stellung in das Remis einwilligte und Kräfte für die kommenden Aufgaben sparte, was allerdings die Teilnahme an diesem Turnier trotz des mit 8 Punkten errungenen, ungefährdeten Turniersiegs aus Sicht meiner DWZ sinnlos erscheinen läßt.
30.11.02
Eichlinghofen
29.11.02
8.Runde Osnabrücker Stadtmeisterschaft: Gegen Ludger Wöllermann (DWZ 1802)
vom SV Hellern
24.11.02 Ein Desaster erlebte ich bei der Blitz-Einzel-Meisterschaft des Schachverbandes Münsterland in Sendenhorst: Als Turnierfavorit gestartet, konnte ich mit einer indiskutablen Leistung bereits nach wenigen der insgesamt 19 Runden mein Minimalziel, eine Platzierung unter den ersten Drei und die damit verbundene Qualifikation zur NRW-Blitz-Einzel-Meisterschaft, die ich bei meinen bisher fünf Teilnahmen immer erreichte, abschreiben, da ich zunächst gegen direkte Konkurrenz völlig neben mir stand. In dem relativ zu meiner jeweiligen Spielstärke wohl mit Abstand schwächsten Blitzturnier meiner bisherigen Schach-Laufbahn war ich jedoch sogar für zwar ernstzunehmende, aber bei "normaler" Form für mich nicht wirklich gefährliche Gegner ein willkommener Punktelieferant. Im 20-köpfigen Feld sprang nach einer leichten Steigerung am Ende noch Platz 8 heraus.
23.11.02
3.Runde KNSB 2e klasse D 2002/03: De Schaakmaat - RSC 't Pionneke 4½-3½
Gegen den amtierenden Tabellenführer gelang uns ein knapper, hart umkämpfter, aber
verdienter Heimsieg. Mit nur noch einem Punkt Rückstand auf die Spitze sollte nun
der Klassenerhalt für uns als Aufsteiger eine Formsache sein.
Mit Schwarz überließ ich meinem Gegner anfangs etwas zu viel Aktivität, so dass
ich mir kaum Gewinnchancen ausrechnen durfte. In ausgegelichener Stellung gewann
ich mittels einem kleinen taktischen Trick aber einen Bauern. Nach Übergang in ein
Schwerfigurenendspiel bei beiderseits nicht ganz sicherer Königsstellung profitierte
ich dann in Zeitnot meines Gegners, der sich allerdings schon in einer sehr schlechten
Stellung wiederfand, von einem weiteren Fehler, der die Partie endgültig entschied.
22.11.02 7.Runde Osnabrücker Stadtmeisterschaft: Gleich der erste Zug meines Gegners stellte eine positive Überraschung für mich dar: Ilja Bäumler (DWZ 1915) vom SV Osnabrück hatte für unser Aufeinandertreffen eine seltene Variante der holländischen Verteidigung vorbereitet. Der von ihm ohne Überlegen auf das Brett gebrachte Aufbau erwies sich jedoch gegen meine Zugfolge als zu schematisch. Als dann noch ein strategischer Fehler (Tausch seines starken Fianchetto-Läufers) hinzukam, erhielt ich nach wenigen Zügen klaren Vorteil und vorgegebenes Spiel auf der halboffenen e-Linie gegen seinen rückständigen Bauern. Da aber ein direktes Weiterkommen nicht ersichtlich war, löste ich diese Schwäche auf, um durch Stellungsöffnung meinen Entwicklungsvorteil zur Geltung bringen zu können. Dies zahlte sich auch schnell in neuen, von mir provozierten Schwächen am Damenflügel aus. In hoffnungsloser Stellung übersah Ilja dann noch eine taktische Drohung, die den Verlust von zwei Bauern und somit der Partie besiegelte.
17.11.02
4.Runde BL 2002/03: SC Baden-Oos - SK Turm Emsdetten 4½:3½
Mit einem verschmitzten "Guten Abend" begrüßte mich gegen 9 Uhr morgens
GM Roland Schmaltz (Elo 2529 / DWZ 2483) alias "Hawkeye", der im Internet
schon vierfacher Weltmeister im Bullet (im direkten Vergleich liegt meine
Punktausbeute in dieser Disziplin bei derzeit 40%) ist.
In einer Damenindischen Partie erlangte ich als Weißer mit natürlichen Zügen
schnell Positionsvorteil, den ich leider zu Unrecht als nicht besonders groß
einschätzte. Nachdem ich einige Tempi verschenkt hatte und mehrere Leichtfiguren
abgetauscht wurden, ließ ich mich nach knapp 4 Stunden auf eine Zugwiederholung
ein und sicherte mir so mein erstes Remis gegen einen Großmeister (von denen mir
bisher allerdings höchstens eine Handvoll in einer Turnierpartie gegenübersaß)
in einer Stellung, die ich wohl noch risikolos hätte weiterspielen können...
Entschieden wurde der Mannschaftskampf gegen den an den meisten Brettern deutlich
Elo-stärkeren Mitaufsteiger bei sieben Remisen durch nur eine Niederlage am letzten
Brett von FM Daniel Pedersen gegen GM Ludger Keitlinghaus, die auch
sein Bruder IM Nikolai Pedersen (Brett 5) trotz zweier Mehrbauern und seines gewohnt
starken kämpferischen Einsatzes nicht mehr wettmachen konnte, so dass es am Ende
für uns zu einer erwarteten, aber knappen Niederlage gegen die mit höheren Ambitionen
in die Saison gestarteten Baden-Ooser kam, die uns aber dennoch Selbstbewusstsein
für die weiteren Spiele geben wird.
16.11.02
3.Runde BL 2002/03: SK Turm Emsdetten - Stuttgarter SF 6½:1½
Wiederum mit Schwarz an Brett 7 spielte ich gegen FM Thomas Heinatz
(Elo 2315 / DWZ 2266), der im Vierspringerspiel die Belgrader Variante wählte.
In einer ruhigen Partie riskierten beide Seiten wenig, die Stellung blieb bei
nur einer offenen Linie im Gleichgewicht, und es kam zur folgerichtigen Punkteteilung.
Gegen die nur zu siebt angetretenen und Stuttgarter war der Sieg auch in dieser Höhe
zu keinem Zeitpunkt gefährdet, was auch daran lag, dass die motivierten Spieler
alle auf unserer Seite spielten und das Ergebnis vom Vortag wieder gutmachen wollten.
15.11.02
7.Runde BL 2002/03: SK Turm Emsdetten - SV Werder Bremen 3:5
Bei der vorgezogenen 7.Runde trafen wir zu Beginn eines langen Bundesliga-Wochenendes
im Emsdettener Rathaus am Freitagnachmittag auf unseren Reisepartner vom
SV Werder Bremen, der fast in Bestbesetzung auflief. So hatte ich es am 7.Brett
mit den schwarzen Steinen mit Sven Joachim (Elo 2471 / DWZ 2444) zu tun.
In einer geschlossenen spanischen Partie wählte ich eine seltene Variante des
Zaitsev-Systems, die mein Gegner mit direkten Mitteln zu bekämpfen suchte.
Nachdem ich ebenfalls prinzipiell fortsetzte und meine Dame in gegnerische
Gefilde schickte, erhielt ich trotz Auslassen nicht nur einer Remis-Fortsetzung
sondern auch der Wahrung meines zwischenzeitlichen materiellen Vorteils dennoch
gute Kompensation für eine Minus-Qualität, verlor dann aber bei knapper
werdender Zeit in komplizierter Stellung den Überblick und die Partie.
Neben mir vergab insbesondere GM Alexander Berelovich in der am längsten
gespielten Partie gegen GM "Lucky" Luke James McShane nach dauerhaftem Vorteil
und unglücklicher Niederlage die Chance auf zumindest einen Mannschaftspunkt, der
sicher weder unmöglich noch unverdient gewesen wäre.
14.11.02 Vorbericht zur Bundesliga-Heimpremiere im Emsdettener Rathaus
08.11.02 6.Runde Osnabrücker Stadtmeisterschaft: Gegen Elyk Kutsyn (DWZ 2019) vom SV Osnabrück erhielt ich in einer Königsindischen Partie als Nachziehender eine aussrichtsreiche Stellung, in der ich mich allerdings zu einer fragwürdigen Abwicklung hinreißen ließ. Da mein Gegner aber die Widerlegung nicht sah und mir "glaubte", erhielt ich das Läuferpaar und gutes Spiel gegen die unkoordinierten weißen Steine. Im Bemühen um Gegenspiel opferte er dann einen Bauern. Dann ließ Kutsyn den Übergang in ein Turm-Läufer gegen Turm-Springer-Endspiel zu, bei dem ich einen zweiten Bauern gewinnen konnte. Trotz dieses Vorteils bereitete das entstandende Endspiel bei der Verwertung einige Probleme, da der weiße Turm in meine Stellung eingedrungen war. Dass ich diesen durch gegnerische Unachtsamkeit fangen konnte, verkürzte die Partie.
02.11.02
2.Runde KNSB 2e klasse D 2002/03: PION Groesbeek - De Schaakmaat 3½-4½
In einem für diese Mannschaft typischen Kampf konnten wir nach einer aus unserer
Sicht zunächst nicht so guten Entwicklung der meisten Partien dank einer guten
moralischen Leistung unserer jungen Truppe das Blatt knapp zu unseren Gunsten
wenden und somit die ersten Punkte der Saison einfahren.
Meine eigene Partie verlief allerdings ein wenig anders: Aus der slawischen
Eröffnung bekam ich nach der Eröffnung nichts Besonderes. In ausgeglichener
Stellung entschied bot ich einen vergifteten Bauern an, aus dem aber nach einem
unerwarteten Zwischenzug meines Gegners ein weggestellter Bauer wurde. Bis zur
Zeitkontrolle gelang es mir allerdings, meinem Gegner die Verwertung etwas zu
erschweren, der mir aber dann zu meiner Überraschung ein unwiderstehliches
Remisangebot machte.
30.10.02 5.Runde Osnabrücker Stadtmeisterschaft: Als ich in meiner Weißpartie gegen Norbert Lange (DWZ 1975) vom SK Rulle zum dritten Mal innerhalb von 2½ Wochen dieselbe Slawisch-Variante auf das Brett bekam, musste ich natürlich eine gezielte Vorbereitung befürchten, schließlich hatte mein ebenso erfahrener wie solide spielender Gegner in unserem nun schon 4.Aufeinandertreffen, welches für mich schon eine Art Vorentscheidung im Kampf um meine Titelverteidigung der Stadtmeisterschaft darstellte, zum 4.Mal Schwarz. Dies sollte sich jedoch als reine Vermutung erweisen. Nach seiner ersten Ungenauigkeit entschloss ich mich zu einem starken positionellen Bauernopfer, welches mir nicht nur Raumvorteil und Läuferpaar, sondern auch dauerhaftes Druckspiel insbesondere auf den schwarzen Felderschwächen - eine strategische Gewinnstellung also - verschaffte, auch da mein Gegner für alle Zeit in der Entwicklung gehemmt war. Dies sowie weitere Schwächungen der Königstellung nutzte ich zur Vorbereitung eines Königsangriffs, der ein rasches Ende der Partie und mir den 4.Sieg dieses Duells brachte.
27.10.02 Auf der neuen Seite des Mannschaftsführers Henk Vinkes findet man neben einem (leider in Niederländisch verfassten) Bericht zur 1.Runde meiner Apeldoorner Mannschaft "Schaakmaat", gespielt am 28.09.02, auch die Partien zum Nachspielen sowie Spielerfotos.
26.10.02 In der neuen Rating-Liste des niederländischen Schachverbands (KNSB) werde ich trotz leichter Verluste weiter unter den TOP 200 geführt. Meine neue Zahl ist 2273 aus insgesamt 18 gespielten Partien (entspricht den jeweils 9 Mannschaftskämpfen der letzten beiden Spielzeiten).
25.10.02 Nach der vorläufigen, offiziellen DWZ-Auswertung der NRW-EM 2002 konnte ich sogar 4 Punkte zulegen!
20.10.02
2.Runde BL 2002/03: Godesberger SK - SK Turm Emsdetten 3½:4½
Nach der Kür war gegen den Godesberger SK ein Pflichtsieg angesagt. In einer
harmlosen Variante der slawischen Verteidigung lehnte mein Gegenüber (siehe Foto)
mit den schwarzen Steinen, FM Bodo Schmidt (Elo 2360 / DWZ 2321), mein
frühes Remisangebot (wohl auch aus taktischen Gründen) zu Recht ab, verpasste
es allerdings, den kleinen Vorteil durch den Übergang in ein Endspiel zu retten.
Nachdem seine Königsstellung geschwächt wurde, einigten wir uns in für uns beide
zu komplizierter Stellung doch noch vor der Zeitkontrolle auf die Punkteteilung.
Da unsere Mannschaftstaktik (unten dagegenhalten, oben punkten) leider nicht ganz
aufging, mussten wir nach 5 Remispartien und an den 3 Mittelbrettern schwer
einzuschätzenden Stellungen lange Zeit um die Punkte zittern, ehe wir mit einem
knappen 4½-3½ unsere ersten Mannschaftspunkte verbuchen konnten.
19.10.02
1.Runde BL 2002/03: SK Turm Emsdetten - SG Porz 3:5
Bei unserem (und auch meinem) Debüt in der 1.Bundesliga trafen wir in einzigartiger
Atmosphäre im VIP-Bereich des Bremer Weserstadions, dem Spiellokal unseres
Reisepartners SV Werder Bremen, auf das an allen acht Brettern mit Großmeistern
auflaufende Spitzenteam der SG Köln-Porz. Ich traf am 7.Brett mit den schwarzen
Steinen auf den jungen, niederländischen GM Erik van den Doel
(Elo 2594 / DWZ 2593), der nach einer langen Theorie-Variante (hier konnte ich
unsere 20-minütige Verpätung auf Grund der verstopften A1 kompensieren) des
geschlossenen Spaniers keinen Vorteil aus der Eröffnung bekam und nach beiderseitigen
leichten Ungenauigkeiten einen Bauerngewinn übersah (den ich ihm in der Analyse
zeigen musste!). So kam ich zu leichtem positionellen Vorteil, den ich nach der
1.Zeitkontrolle weiter ausbauen wollte. Nach einer taktischen Wendung befand sich
die Stellung wohl noch immer im Gleichgewicht. Zwei kleine ungenaue Züge brachten
mich dann aber schnell auf die Verluststraße. Nach Bauernverlust und fast 6 Stunden
Spielzeit kapitulierte ich, als weiterer Materialverlust unvermeidbar war.
Meine Partie war beispielhaft für den Verlauf des ganzen Mannschaftskampfes: Nach
überraschend positiven Zwischenständen für uns konnten die Porzer auf Grund ihrer
Routine einen schmeichelhaften 5:3-Sieg davontragen.
18.10.02 Vorbericht zum Bundesliga-Wochenende im Bremer Weserstadion
18.10.02 Interview mit dem Vorsitzenden des SK Turm Emsdetten, Raimo Vollstädt, zur Bundesliga-Saison
18.10.02
7.Runde NRW-EM 2002:
Mit den weißen Steinen war gegen FM Dr. Kai Wolter (Elo 2270 / DWZ 2237)
vom SK Münster 32 natürlich wieder einmal die jugoslawische Variante im
Königsinder angesagt. Hier brachte Schwarz in annähernd ausgeglichener Stellung
eine zweifelhafte Neuerung, die mir langfristiges positionelles Druckspiel
ermöglichte. Anstelle eines resultierenden Materialgewinnes opferte ich dann aber
intuitiv eine Qualität, um die geschwächte Königsstellung sowie die Deplatziertheit
der schwarzen Figuren am Damenflügel auszunutzen und das weiße Läuferpaar zu
aktivierte. Die zunehmende Zeitnot führte bei dieser komplizierten Druckstellung
fast zwangsläufig zum partieentscheidenden Fehler meines Gegners. Bei präziser
Verteidigung wäre noch sehr genaues Spiel meinerseits nötig gewesen, um den
Vorteil zu verwerten. Nichtsdestotrotz eine meiner schöneren Partien!
Fazit:
Bei einem Elo-Schnitt der Gegner von 2316 Punkten kann ich mit dem Ergbenis von
+2, das eine Elo-Verbesserung von wahrscheinlich 13 Punkten bringt, und dem
meinen Erwartungen entsprechenden 3.Platz durchaus zufrieden sein. Die Fehlerquote
meiner Partien allerdings war vergleichbar hoch, wobei mich die Partie der
letzten Runde jedoch deutlich positiv stimmt.
In einen nagelneuen Spiellokal bot der Ausrichter SV Mühlheim-Nord 1931 neben
der optimalen Betreuung der Spieler in der Tat optimale Spielbedingungen sowie
hervorragende Technik zur Übertragung der Partien in einen Vorraum für die doch
recht zahlreichen Zuschauer und in das Internet, so dass sich leicht über die
technischen Probleme und noch nicht einsatzfähigen Webcams hinwegsehen läßt.
17.10.02 6.Runde NRW-EM 2002: Auf Grund eines Figureneinstellers in der Eröffnung endete meine Partie gegen Christian Langer (Elo 2216 / DWZ 2070) vom SV Ennigerloh-Oelde für mich angenehmerweise schon nach einer Stunde mit einem vollen Punkt.
16.10.02 5.Runde NRW-EM 2002: Nachdem in einer ruhigen Damenindisch-Variante gegen FM Olaf Wegener (Elo 2384 / DWZ 2278) von den SF Brackel 1930 e.V. auf Grund von Ungenauigkeiten ein kleiner Vorteil zweimal die Seite wechselte, übersah mein Gegner in ruhiger, ausgeglichener Stellung ein einzügiges Grundreihenmatt, welches erstaunlicherweise selbst von dem Berichterstatter und auch von IM Schebler zunächst nicht realisiert wurde !!
15.10.02 4.Runde NRW-EM 2002: In einer gutklassigen Königsindisch-Partie konnte ich gegen FM Vladimir Budde (Elo 2315 / DWZ 2299) vom SV SF Aachen-Hörn 1948, der für seinen kompromisslosen Stil bekannt ist, zunächst mit Schwarz eine solide Stellung erreichen und den weißen Damenflügel-Plan entschärfen. Dann verlagerte Weiß das Spiel auf den Königsflügel, was meine Stellung aber gefühlsmäßig aushalten musste. Leider übersah ich in komplizierter Stellung eine versteckte Drohung, so dass mein Gegner mit einem Zug meine Stellung aushebeln konnte.
14.10.02 3.Runde NRW-EM 2002: Gegen den klaren Turnierfavoriten und Lokalmatador vom SV Mülheim Nord 1931 e.V., IM Gerhard Schebler (Elo 2484 / DWZ 2504), sah ich mich als Schwarzer einer seltenen Königsindisch-Variante ausgesetzt, worauf ich laut gegnerischer Vorbereitung am Brett die beste Erwiderung fand. Als ich mit meiner Stellung schon zufrieden war und mich auf eine lange Verteidigung einstellte, fand die Partie aber durch einen groben Fehler meinerseits ein schnelles Ende.
13.10.02 2.Runde NRW-EM 2002: In einer slawischen Partie gegen FM Ulrich Dresen (Elo 2316 / DWZ 2162) von den SF Gerresheim 86 e.V. verpaßte ich früh den Vorteil und fand mich mit den weißen Steinen nach mehreren ungenauen Zügen wiederum in aussichtsloser Stellung wieder. Mein erfahrener Gegner "massierte" mich nun einige Stunden, in denen meine Stellung nur Abwartezüge zuließ, und verzichte dabei sogar auf Materialgewinne. Mit 6 Minuten auf der Uhr bot er mir schließlich nach ca. 6 Stunden die Punkteteilung an, nachdem er einige aussrichtsreiche Möglichkeiten ausgelassen hatte.
12.10.02 1.Runde NRW-EM 2002: Die vor Ort durchgeführte Auslosung der NRW-Einzel-Meisterschaft 2002 ergab für mich zuerst eine Schwarzpartie gegen Frank Karger (Elo 2226 / DWZ 2211) vom SV Letmathe 1933, in der ich in einem Damenbauernspiel einen recht passiven Aufbau wählte, der nur wenig Gegenspiel zuließ. Als ich scheinbar die Probleme gelöst hatte, konnte Weiß jedoch den Druck am Damenflügel verstärken und seinen Vorteil vergrößern. Um in strategisch aussichtsloser Position jedoch nicht zusammengeschoben zu werden, entschied ich mich in (vor allem für Weiß) herannahender Zeitnot, am Königsflügel Gegenspiel zu suchen. Nachdem nun mein Gegner dieses taktisch inkorrekte Vorgehen nicht bestrafte und stattdessen versuchte, mit Abtäuschen die Stellung zu vereinfachen, erhielt ich mit der Zeitkontrolle entscheidenden Angriff mit Dame und Läufer. Hingegen waren die weiße Dame-Springer-Konstellation so schlecht postiert, dass ich mit Hilfe von Zugzwang- und Mattmotiven leicht den insgesamt glücklichen Punkt einfahren konnte.
12.-18.10.02 Teilnahme an der NRW-Einzel-Meisterschaft 2002 in Mühlheim, die mit 8 Spielern (FM Vladimir Budde, FM Ulrich Dresen, Frank Karger, Christian Langer, FM Christian Richter, IM Gerhard Schebler, FM Olaf Wegener, FM Dr. Kai Wolter) als Rundenturnier ausgetragen wird. Der ausrichtende SV Mühlheim-Nord 1931 verspricht auf seiner Homepage neben der Live-Übertragung aller Begegnungen dank "optimaler Übertragungstechnik" auch Bilder aus dem Turnierraum ! Vorbericht einer Lokal-Zeitung
07.10.02
Bei der Osnabrücker Stadtmeisterschaft traf ich im vorgezogenen Spitzenspiel der
4.Runde mit den schwarzen Steinen auf Illya Maron, der noch in der ehem.
Sowjetunion eine gute Schach-Ausbildung genoss und als erfolgreicher Jugendspieler
Erfahrung sammelte, um dann ca. zwei Jahrzehnte das Schachspiel aus beruflichen
Gründen ruhen ließ.
Nach zunächst ruhigem Partieverlauf (die solide weiße Spielweise führte schnell
zu Abtäuschen und einem damenlosen Endspiel) brachte sich mein Gegner selbst
durch Bauernzüge in Schwierigkeiten, die mir einen deutlichen Vorteil ermöglichten.
Diesen hätte ich zu einem Mehrbauern und Gewinnstellung ausbauen können. Stattdessen
gab ich mit einigen ungenauen Zügen den Vorteil wieder her und sah plötzlich sogar
meinem König unangenehmen Nachstellungen der drei übrigen weißen Figuren ausgesetzt.
In Anbetracht eines offensichtlichen Dauerschachs gelang es mir mit einem Remisangebot,
welches mein Gegner sofort akzeptierte, den Schaden zu begrenzen, denn nun war es
schon mein Gegner, der den Gewinn eines Bauern und vermutlich auch der Partie ausließ.
07.10.02 Auf dem
neuen Bundesliga-Portal findet man online alle Infos zu Mannschaften, Spielern
usw. Ein Blick zur Einstimmung auf die am 19./20.10. beginnende Saison lohnt sich !
Wir (der SK Turm Emsdetten) starten übrigens im Bremer Weserstadion gegen die
SG Porz und den Godesberger SK, wo wir gegen den ohne Profis in die Saison
startenden Abstiegskandidaten aus Godesberg zumindest die ersten beiden Zähler
für den Klassenerhalt sammeln wollen.
03.10.02 Bei der Blitz-Mannschafts-Meisterschaft des Schachbezirks Steinfurt hat der SK Turm Emsdetten es nicht geschafft, unter 13 teilnehmenden Mannschaften einen der sechs Qualifikationsplätze zu erreichen. An diesem, für einen Bundesliga-Verein zugegebenermaßen peinlichen Auftritt waren neben mir noch unser Vorsitzender Raimo Vollstädt, Herbert Goihl sowie Christian Plagge beteiligt. Am Ende reichte es nur zu Platz 8, woran ich leider auch mit 11,5 Punkten aus 12 Partien an Brett 1 nicht viel ändern konnte.
02.10.02 Nachdem ich bereits in der vergangenen Elo-Liste auf Grund meiner in der Saison 01/02 gezeigten Leistungen in der 2.Bundesliga West die Marke von 2300 Elo-Punkten durchbrechen konnte, wurde mir ebenso wie meinem Freund und Mannschaftskameraden Martin Zumsande auf Antrag unseres Vereins vom Weltschachbund der Titel eines FIDE-Meisters verliehen ! Meine Elo-Karte Meine Elo-Entwicklung der letzten Jahre (ohne Details) Meine Elo-Entwicklung der letzten Jahre (mit Details)