Der ewige Held

 

Michael Moorcock gilt als Begründer der New Wave in der Science Fiction, jener Revolution Mitte der 60er Jahre, in der die Geisteswissenschaften in der SF endlich Fuß fassen konnten. Mit Sicherheit einer der interessantesten Autoren des Genre...

Seine Romane vom Ewigen Helden, einem tragischen Anti-Heroen, der gegen seinen Willen zum Kämpfer im Krieg um das kosmische Gleichgewicht rekrutiert wird können ein sehr schöner Einstieg in diese Art von Literatur sein.

In mehreren Zyklen erlebt dieser Ewige Held zahllose Wiedergeburten auf unzähligen Welten des phantastischen Multiversums. Sei es als Elric von Melniboné, Corum Jhaelen Irsei, Falkenmond, Erekose, Tanelorn, John Daker und tausend andere.

Im Romanzyklus um "Elric von Melniboné" ist es ein Albino mit weißem Haar und feuerroten Augen, der ständig Medikamente zu sich nehmen muss, um seinen körperlichen Schwächen nicht zu erliegen. Der kränkelnde Herrscher einer aussterbenden vormenschlichen Hochkultur, die auf der ganzen Welt wegen ihrer Grausamkeit gehasst und gefürchtet wird.  "Das Buch Corum" zeigt den Held wiederum als einen vormenschlichen Herrscher, den letzten seiner Art auf einer Welt in der die Rasse der Menschen sich immer weiter ausbreitet und jeden Andersartigen zu töten versucht. In der Saga um den "Herzog von Köln" schließlich gerät er gar ins Mitteleuropa eines fiktiven Mittelalters, wo er gegen die fremdartigen Menschen eines fantastischen Großbritannien kämpfen muss.

Es bedarf dann eines eigenen Zyklus, "Der ewige Held", in dem Moorcock sein schriftstellerisches Werk zu einem Finale führt. In einem beispiellosen Akt werden hier die einzelnen Handlungsstränge zu einer Einheit verwoben. Und zum ersten Mal in seiner Geschichte besitzt der ewige Held die Erinnerungen all seiner unterschiedlichen Leben...

 

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