Bauanleitung zum Stirlingmotor  ST03




Mit diesem Stirlingmotor, den ich 1997 konstruiert habe, ist ein Motor entstanden, der sich sehr

einfach nachbauen läßt. Zudem besitzt er außerdem hervorragende Laufeigenschaften.

Da es sich bei jedem Motor um eine Einzelanfertigung handelt, wurde bei den meisten Maßen

auf die Angabe von Maßtoleranzen verzichtet.

Sicherlich lassen sich einige Maße verändern, die sich auf das Aussehen des Motors auswirken.

Maße, die die Funktion beeinträchtigen könnten, sollten wenn irgend möglich beibehalten werden,

andernfalls müßten evtl. Kurbelmaße usw. mit verändert werden.

Wichtig hierzu sei zu sagen, daß der Verdrängerkolben  gegenüber dem Verdrängerzylinder ca.1-1,5mm

Spiel haben soll. Er sollte  sich frei im Zylinder bewegen. Der Hub des Verdrängerkolbens sollte vom oberen

bis unteren Zylinderdeckel erfolgen. Der Versatz von Arbeitskurbel zur Verdrängerkurbel  beträgt

ca. 90 Grad. Die genaue Einstellung muß durch Versuche ermittelt werden. Je nachdem, ob der

Verdrängerkolben  voreilt oder nacheilt, ergibt sich die Drehrichtung des Motors.

Zudem sei zu sagen, daß ein Heißluftmotor nicht von allein anläuft, sondern angeworfen werden muß.

Als Brennmaterial eignet sich Trockenspiritus auf einer Blechunterlage oder ein kleiner Spiritusbrenner,

den man aus einer kleinen Blechdose herstellen kann. In jedem Fall sollte die Temperatur der Flamme

(Höhe bzw.Größe) durch Versuche ermittelt werden.

Zum Material sei zu sagen, daß für Verdrängerzylinder, Verdrängerkolben, und Arbeitszylinder

Rohre ausgedienter Autostoßdämpfer verwendet wurden. Vorsichtig aufgesägt und das auslaufende Öl

aufgefangen und ordnungsgemäß entsorgt, eignen sich die inneren geschliffenen Rohre z.B. für

den Arbeitskolben und die äußeren wie die inneren für Verdrängerzylinder und Verdrängerkolben.

Achtung !!! Keine Gasdruckstoßdämpfer aufsägen.Sie stehen unter hohem Gasdruck !


Werkzeuge:

Als Werkzeuge sollten alle gängigen Schlosserwerkzeuge wie Gewindebohrer, Feilen, Bohrer usw.

vorhanden sein. Außerdem sollte die Möglichkeit zum Hart- und Weichlöten, sowie zum Drehen

vorhanden sein. Letztere Arbeiten kann man ggf. an eine kleine Firma oder einen Bekannten vergeben.


Wichtig zum Motorstart:

Alle Teile des Systems sollten gut abdichten. Wichtig ist hierbei der Arbeitskolben und Arbeitszylinder.

Weiterhin die obere Abdichtung vom Verdrängerzylinder.

Vor dem Start Arbeitskolben und DU-Buchsen leicht ölen. (Wichtig für die Dichtigkeit)

Als Öl hat sich Nähmaschinenöl, zur Hälfte mit Petroleum vermischt, gut bewährt.

Auszug !!!