|
Termine:
Peuckmann liest eigene Texte: www.reviercast.de

(Foto: Heinrich Peuckmann bei einer Lesung am Gymnasium Borghorst, 2005)
Der lange Weg nach Bochum – Auf den Spuren des ersten Ruhrgebietsschriftstellers Heinrich Kämpchen
Auf literarische Spurensuche hat sich Heinrich Peuckmann begeben und sich intensiv mit dem Bergarbeiterdichter Heinrich Kämpchen beschäftigt, der vor 100 Jahren ist in Bochum gestorben ist. Grund genug, an ihn und seine Gedichte zu erinnern, deren soziale Aussage angesichts der gegenwärtigen Verarmung breiter Teile der Bevölkerung nichts von ihrer Brisanz verloren hat.
Gleich zweimal hat Peuckmann sich mit Leben und Werk Kämpchens auseinandergesetzt. Einmal in der einfühlsamen Erzählung „Der lange Weg nach Bochum“, die in einer bibliophilen Sonderausgabe im Oberhausener Asso-Verlag erschienen ist. Erwerben kann man sie zusammen mit dem Kauf des Kämpchen-Buches „Seid einig, seid einig – dann sind wir auch frei“, in dem der Asso Verlag eine repräsentative Auswahl seiner Gedichte vorlegt.
Parallel dazu wird Peuckmanns gleichnamiges Hörspiel über den ersten Ruhrgebietsdichter am Samstag, 26. Januar, in WDR 5 ab 21.05 Uhr wiederholt. Die Hauptrolle spricht Eberhard Feik, der als „Thanner“ im Duisburger Kulttatort neben Schimanski, alias Götz George, bekannt wurde.
.
Bald erscheinen neue Krimierzählungen:
Ein Mörder glaubt, alle Spuren seiner Tat verwischt zu haben, bis es plötzlich neue Ermittlungsmethoden gibt. Ein Polizistwird bei der Beförderung übergangen und sorgt selber für Ausgleich. Ein Liebespärchen trifft sich regelmäßig heimlich im Hotel, bis plötzlich etwas Unerwartetes geschieht.
Heinrich Peuckmanns Kriminalgeschichten sind spannende Erzählungen, die immer gut sind für überraschende Wendungen. Die unterschiedlichen Themen verbindet dabei eines, nämlich das Interesse an Menschen, die gefangen sind in ihrer Besessenheit, ihrer kriminellen Energie und oft genug in ihrem Leiden an der Welt.
Durch sprachliche Genauigkeit schafft Peuckmann es, die
Personen in ihren Sorgen, Ängsten, aber auch in ihrem Glück
anschaulich werden zu lassen, so dass der Leser sich wunderbar in sie hineinversetzen kann.
Eine Lektüre, die unterhält und anregt zugleich.
Brockmeyer-Verlag, ISBN-Nr.: 978-3-8196-0885-8, 12,90€
Vom 30.7 bis 5.8.2012 läuft Peuckmanns neue Ohrenbärgeschichte "Die Rosenprinzessin", gelesen von dem bekannten Schauspieler Tilo Werner.
Wie immer läuft die Sendung in WDR 5, in der Zeit von 19.45 bis 19.55 Uhr.

Heinrich Peuckmann liest eine Kostprobe aus seinem neuen Werk “Saitenwechsel” -Nordwestradio/Radio Bremen (ab Minute: 16.49)
In der Sendung: Literaturzeit (29. Juli 2012)
Peuckmann und Kordy – Vorträge zur Literatur und zum Tourismus im fernen Xi´an
Aufregende Tage liegen hinter Heinrich Peuckmann und seinem Freund Heinz Kordy von der Auslandsgesellschaft NW. Zwei Wochen waren die beiden in Chinas alter Kaiserstadt Xi´an unterwegs und haben dort an gleich zwei Universitäten Vorträge zur deutschen Literatur und zum Tourismus gehalten. Vor stets etwa 200 Germanistikstudenten fanden ihre Vorträge statt, danach haben sie viele Fragen der Studenten beantwortet. Kordy nutzte die Gelegenheit, über sanften, umweltschonenden Tourismus zu referieren, etwas, das den Chinesen neu war. Peuckmann stellte die deutsche Klassik vor, musste aber auch viele Fragen zu seiner eigenen literarischen Arbeit beantworten und erzählte dabei etwas über seinen gerade erschienenen Krimi „Der See des Schweigens“ vor, in dem ein reicher Wessi sich im Osten einen ganzen See kauft und die Anwohner aussperrt. Erschossen liegt er schließlich an Deck seines Schiffes. Für die chinesischen Germanistikstudenten war es interessant zu erfahren, wie in der Form des Krimis gesellschaftliche und politische Probleme spannend und kritisch dargestellt werden.
Eine besondere Überraschung erlebten die beiden, als sie die Studenten zur Beantwortung weiterer Fragen für den Abend zu ihrem Gästehaus bestellten. Mit zwanzig Studenten hatten sie gerechnet, es kamen aber weit über sechzig, so dass man auf die Tribüne des nahe gelegenen Uni-Sportplatzes ausweichen musste. Chinesische Studenten sind kritischer geworden, stellten die beiden zu ihrer Freude fest. Es waren spannende Gespräche, die Kordy und Peuckmann führen konnten.
Natürlich blieb auch noch Zeit für Besichtigungen. Die weltberühmten Terrakotta-Armee ließen sie diesmal aus, oft genug hatten sie sie gesehen. Aber ein neuer Park mit einem großen See war entlang der alten Stadtmauer aus der Han-Dynastie (200 v. Chr – 200 n. Chr.) entstanden, die sie mit Elektroauto umfuhren. Sie besichtigten das weltberühmte Kloster Luguantai, in dem der chinesische Philosoph Laotse gewirkt haben soll und unternahmen wunderbare Spaziergänge durch die 8-Millionen-Stadt.
Zum Abschied kamen noch mal die Germanistikprofessoren und sogar einige Studenten zum Gästehaus. Die beiden Bergkamener sollen wiederkommen, schlugen sie eindringlich vor und dann noch länger bleiben.
Weitere Bilder der Reise finden Sie in der Galerie
Neuerscheinung
In "Das Pendel" hat Heinrich Peuckmann seinen neuen Kommissar Bernhard Völkel zum ersten Mal auf Tätersuche geschickt. Im Bankermilieu ist er in eine lebensgefährliche Situation geraten. So hochaktuell wie der Völkels erster Fall ist auch sein zweiter. In Wittenberg und Umgebung muss der er dabei ermitteln, weil sich ein reicher Wessi erschossen wurde, der dort einen ganzen See gekauft und die Dorfbewohner provoziert hat. So einfach der Fall auf den ersten Blick erscheint, so hintergründig und vielschichtig entwickelt er sich. Spannung bis zur letzten Seite ist garantiert.
Bei einer ungewöhnlichen Buchpremiere wird Peuckmann diesen Krimi erstmals öffentlich vorstellen. Im April wird er in Chinas alter Kaiserstadt Xi´an an zwei Fremdsprachenunis Vorträge zur deutschen Literatur und Lesungen abhalten. Jeweils eine Lesung wird er mit dem "See des Schweigens" bestreiten.
Lychatz-Verlag, ISBN-Nr.: 978-3-942929-13-4, 9,95€
Neuerscheinung im Mai 2012:
In den nächsten Wochen erscheint der nächste große Ruhrgebietsroman von Heinrich Peuckmann. Weil darin auch Fußball eine Rolle spielt, wird eine Pressekonferenz im Stadion von Borussia Dortmund stattfinden.
Während der 70er Jahre im Ruhrgebiet: als Sohn eines Industriellen spielt sich Arweds Leben zwischen dem elitären Internat, Chorproben und den Besuchen in der Villa seiner Großmutter ab. Doch eine unheilvolle Begegnung mit Jugendlichen aus der Zechensiedlung verändert sein Leben.
Die Neugier ist größer als seine Angst: er folgt ihnen bis zum Sportverein Katernberg. Fußball wird Arweds neue Leidenschaft – gegen den Willen seines Vaters. Der möchte seinen Sohn weder in solcher Gesellschaft noch in diesem Sport sehen, denn mit Lackschuhen schießt man keinen Elfmeter.
Doch Hilfe von unerwarteter Seite naht...
Im Oktober 2011 erschienen:
„Aus dem Nichts“ – der neue Kriminalroman mit Anselm Becker
Über vierzig Jahre alt ist Anselm Becker, Kommissar bei der Dortmunder Kripo, geworden, als er endlich Vater wird. Stolz schiebt er den Kinderwagen mit dem kleinen Robin durch seinen neuen
Wohnort Münster, da ereignen sich gleich zwei Anschläge auf Menschen, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, Bis dahin hat es nur Verletzte gegeben, trotzdem ist höchste Eile
geboten. Da ereignet sich ein weiterer, folgenschwerer Anschlag und löst bei Anselm pure Verzweiflung aus. Es will sich einfach keine Spur zum Täter finden lassen. Unsichtbar, wie aus dem Nichts, schlägt er zu.
Im Oktober 2011 erschienen:
„Das Pendel“ – ein Roman im Bankermilieu
Eine Schussverletzung mit traumatischen Folgen hat die Karriere des Dortmunder Kommissars Bernhard Völkel eigentlich beendet. Aber da ruft ihn sein früherer Kollege Sven Schober aus Düsseldorf an und bitte um Rat. Eine hübsche Ägypterin ist erschossen worden und mit Ägypten kennt Völkel sich doch aus. Aber mit einem Rat, stellt Völkel am Tatort fest, ist es nicht getan. Unversehens rutscht Völkel in eine lebensgefährliche Mordgeschichte, erlebt eine mysteriöse Messe und muss am Ende noch einmal sein Trauma durchleiden. Nicht nur spannend ist diese Kriminalgeschichte, sondern auch geheimnisvoll und brandaktuell, schließlich spielt ein Teil des Romans in Bankerkreisen. Und Banker zum Gegenstand von Kriminalromanen zu machen, ist nicht einfach nur aktuell, meint Peuckmann. Es ist unvermeidlich, wenn man sich die Wirklichkeit unseres Lebens anschaut.
WDR Beitrag zur Vorstellung des Buches: “Die Schattenboxer”
(WDR Lokalzeit aus Dortmund, 22.10.2010)

"Für die österreichische Fernsehliteratursendung "LiteraTOUR" gab Peuckmann ein Interview zum Ruhrgebiet und zu seinem Roman "Flucht in den Berg".

servustv.com. LiteraTOUR ... an der Ruhr. 6.7.10
Prof. Zhu Jianhua aus Shanghai, langjähriger Freund von Heinrich Peuckmann, ist im August zum Präsidenten des internationalen Verbandes der Germanisten gewählt worden.
Nach der Wahl trafen sich die Freunde: (v.l.n.r) Horst Hensel, Zhu Jianhua, Heinz Kordy und Heinrich Peuckmann in Bergkamen
Blickwechsel: Powerwords - wortgewaltig.
Acht Schriftsteller erforschen das Ruhrgebiet (November 2010)
"Blickwechsel" ist das Buch zum Literaturprojekt "Powerwords" für die Kulturhauptstadt 2010.
Der Leiter des Dortmunder Kulturbüros, Kurt Eichler, und Heinrich Peuckmann hatten die Idee zur Begegnung von vier Ruhrgebietsautoren mit vier ausländischen Autoren aus den Partnerstädten von Dortmund und Bergkamen, die eine Woche lang eine Recherchetour durchs Ruhrgebiet unternahmen. Die Reportagen, die danach von den acht Schriftstellern geschrieben wurden, sind in dem Band erschienen.
Taschenbuch, Aschendorff Verlag Münster 2010, ISBN: 978-3402128565
Die Schattenboxer (Neuauflage, September 2010)
Heinrich Peuckmanns Roman „Die Schattenboxer“ ist ein einfühlsam erzählter Familienroman, der im Ruhrgebiet der sechziger Jahre spielt. Die Familie Borgschulte mit ihren fünf Söhnen wohnt in einer Schlichtwohnung am Ende der Straße. Es ist vorgezeichnet, dass die Söhne ihrem Vater folgen und Bergleute werden, bis Hermi, der Älteste, das Boxen entdeckt. Zögernd begreifen sie, dass sie doch eine Chance haben, sich nach oben zu kämpfen, im wahrsten Sinne des Wortes. Alles könnte gut gehen, erste Erfolge stellen sich ein, da verlässt ausgerechnet Hermi die Familie, um in die DDR zu gehen. Viele Jahre lang hören sie nichts von ihm, bis es plötzlich zu einer schicksalhaften Begegnung kommt. Ausgehend vom Ruhrgebiet weitet sich Peuckmanns Roman damit zu einer brisanten deutsch-deutschen Geschichte aus.
Roman, Asso Verlag Oberhausen 2010, ISBN: 978-3938834510, 12.90 Euro
Heimkehr (Mai 2010)
Hans Dörfner, bekannter Soziologieprofessor, kommt nach Jahrzehnten zurück in seine Heimatstadt Unna, um einen Vortrag zu halten. Kurz vor Veranstaltungsbeginn verschwindet er auf unerklärliche Weise aus seinem Hotel. Anselm Becker, Dortmunder Kommissar, macht sich lustlos auf die Suche. Der Professor ist ein Frauentyp, sein Verschwinden scheint ihm eine harmlose Ursache zu haben. Erst als er entdeckt, dass der Professor von Neonazis, über die er geforscht hat, bedroht wurde, beginnt er, seinen Auftrag ernst zu nehmen. Dass aber alles viel komplizierter ist und am Ende Geschichten eine Rolle spielen, die längst vergessen sein müssten, merkt Becker erst im letzten Augenblick.
Zu all seinen Ermittlungen bewegt ihn unverhofft auch noch eine private Veränderung.
Vor der Kulisse einer Mittelstadt entwickelt Peuckmann in seinem neuen Krimi ein Ensemble an scheinbar normalen Figuren, die aber bei genauem Hinsehen ihr wahres Gesicht zeigen und die dadurch bei Becker Verwunderung und Erschrecken hervorrufen.
Aschendorff Verlag, ISBN: 978-3402128558
Tim und Anna fahren ein (Sondereinband 2010)
Die Kinder im Ruhrgebiet wissen nicht mehr, womit ihre Großväter das Geld zum Leben verdient haben. Der Bergbau ist nicht nur aus dem Bild der Städte verschwunden, sondern auch aus den Köpfen der Menschen. Heinrich Peuckmann erzählt in einer ebenso spannenden und berührenden Geschichte aus dem Leben der Bergleute. Tim und Anna sind die beiden Hauptfiguren der Geschichte, die so zu Onkel Albert gehen. Und der erzählt ihnen gerne Geschichten aus seinem Leben als Bergmann. Am Ende gelingt es Onkel Albert sogar, dass sie in einem Bergwerk anfahren ...
Sehr schön und aussagekräftig sind die bunten Zeichnungen von Philipp von Ketteler. Das Buch ist denkbar gut geeignet für den Unterricht an der Grundschule, auch für den Sachunterricht.
Aschendorff Verlag, ISBN: 978-3402128282
Der Vorwärtsfahrer
Inhalt: Der Lügenbaron; Frisörbesuch; Der Vorwärtsfahrer; Der Reiseschüler; Der Wurf mit dem Schneeball; Die versteckten Ostereier; Der Schuss durch das Fenster; Der Blick meiner Großmutter; Vofi-Feten; Unser Bertel; Die Bank auf dem Friedhof; Das Stipendium; Das Versteck im Keller.
Manchmal humorvoll, manchmal bittersüß oder tieftraurig erzählt Heinrich Peuckmann in seinen neuen, autobiographisch gefärbten Erzählungen bewegende Geschichten, die vor dem Hintergrund des Ruhrgebietes spielen.
Brockmeyer-Verlag Bochum. ISBN: 978-3819607240
"Baku und das Wembley-Tor",  das Peuckmann zusammen mit Michael J. Nosiadek nach seiner Fahrt nach Baku geschrieben hat. Dort waren die beiden Autoren zusammen mit Hannes Tilkowski in Sachen "Wembley-Tor" unterwegs.
*siehe Bericht weiter unten*
„Armentafel“. Neuer Kriminalroman. Anselm Beckers 5. Fall
Neuer Krimi: Heinrich Peuckmann, Armentafel
Heinrich Peuckmanns literarischer Kommissar Anselm Becker ist für Krimi-Freunde längst zu einem Begriff geworden. In diesen Tagen ist der fünfte Band des in Dortmund ermittelnden und in Werne lebenden Kommissars erschienen. „Armentafel“ heißt der neue Krimi und der Titel verrät schon, dass Peuckmann seiner Konzeption treu geblieben. Wie immer geht es um ein brennendes Thema, das die Gesellschaft bewegt. Diesmal ist es die neue Armut in Folge der Wirtschaftskrise.
Ein Obdachloser wird in Dortmund erschlagen, Anselm Becker und seine türkisch-stämmige Kollegin Sibel Dogan müssen die Ermittlungen aufnehmen und sie lernen dabei die Gesellschaft von einer Seite kennen, die ihnen bisher völlig fremd war. Ganz in der Nähe des Tatorts befindet sich eine Zeltstadt mit Obdachlosen, mit Gestrandeten der Gesellschaft, gegen die sich eine Bürgerinitiative aus dem benachbarten Villenviertel gebildet hat. Hat der Mord etwas mit dieser Auseinandersetzung zu tun? Hat vor allem der Rechtsanwalt Mönkmeyer, Sprecher der Bürgerinitiative, seine Finger im Spiel, um die Obdachlosen los zu werden? Anselm Becker fängt an, Verdacht zu schöpfen. Aber der Mord ist nicht sein einziges Problem. Seine Freundin Tanja lehnt nämlich plötzlich jedes Gespräch mit ihm ab, sie möchte nicht einmal, dass er sie in Münster besucht. Was ist denn da los?
Ziellos irrt er zwischendurch über Wernes Kirmes „Simjü“ und schießt eine Rose, weiß aber nicht, wem er sie schenken soll. Erst als er hinter Mönkmeyers Geheimnis kommt, als danach ein zweiter Mord geschieht, lichtet sich der Nebel und Anselm Becker und Sibel Dogan finden eine Spur. Bis zur endgültigen Aufklärung bleibt ihnen aber noch ein gutes Stück Arbeit, vor allem die Nächte werden kalt und anstrengend.
Peuckmann hat für seinen Roman intensiv recherchiert, damit auch diesmal die Fakten stimmen. Und Spuren führen wie so oft in seinen Krimis wieder in den Kreis Unna, diesmal nach Bergkamen.
Am Ende bleibt dann nur noch ein Problem für Anselm Becker, das mit seiner Freundin Tanja.
In Baku auf Spurensuche, April 2009 
Eine tolle Reise hat Heinrich Peuckmann zusammen mit dem ehemaligen Nationaltorhüter Hans Tilkowski unternommen. Auf den Spuren des berühmtesten Fußballtores, das jemals bei einer Fußball-Weltmeisterschaft erzielt wurde, waren die beiden unterwegs.
Beim WM-Endspiel 1966, als die Deutschen ins Endspiel vordrangen und gegen England spielten, wurde es gegeben, das berühmte Wembley-Tor.
Englands Stürmer Geoff Hurst kam in der Verlängerung an den Ball, schoss aus der Drehung aufs Tor, der deutsche Torhüter Hans Tilkowski lenkte mit den Fingerspitzen den Ball an die Latte und von dort sprang er – ja wohin eigentlich? Nicht ins Tor behauptet bis heute unerschütterlich Hans Tilkowski. Ins Tor entschied damals der Linienrichter und Sowjetbürger Tofiq Bachramov und machte mit dieser Entscheidung die Engländer zu Weltmeistern.
Tofiq Bachramov war Aserbaidschaner und stieg, nachdem das kleine Land am Kaspischen Meer selbständig wurde, zu einer Art Nationalheld auf. Das Stadion, in dem die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im August spielen wird, wurde nach ihm benannt, als er 1993 starb, eine große Bronzefigur wurde errichtet und eine Sonderbriefmarke herausgegeben.
Michael Nosiadek, Vorstandsmitglied der deutsch-aserbaidschanischen Unternehmer und über viele Monate im Jahr in Baku tätig, kam nun auf die ebenso launige wie gute Idee, Hans Tilkowski im Vorfeld des Länderspiels nach Baku einzuladen. Heinrich Peuckmann stellte den Kontakt zu seinem Freund Tilkowski her und so sind die beiden tatsächlich, gefördert von der deutschen Industrie in Aserbaidschan, zu einer Art Versöhnungstour nach Baku aufgebrochen, während Michael Nosiadek dort schon auf sie wartete.
Beim aserbaidschanischen Fußballverband, dessen Nationalmannschaft von Berti Vogts trainiert wird, wurden sie empfangen. Peuckmann recherchierte dort für ein Buch, während Tilkowski vor jungen aserbaidschanischen Torhütern ein Seminar leitete. Dann kam es zu der geplanten Begegnung am Bachramov-Denkmal, von den anwesenden aserbaidschanischen Parlamentariern, den Fußball-Funktionären und von Presse und Fernsehen mit großer Spannung erwartet. Wie würde Tilkowski, erstes Opfer der damaligen Bachramov-Entscheidung, reagieren? Tilkowski reagierte sehr souverän. Er blieb bei seiner Meinung, die er seit 42 Jahren vertritt –„Der Ball war nicht drin“ – aber er hielt eine sehr diplomatische Rede zur Freude der Aserbaidschaner, zitierte zur Versöhnung sogar die Bible in dem islamischen Land und sprach zum Schluss Tofiq Bachramov direkt an: „Tofiq, wenn du noch leben würdest, hätten wir garantiert ein sehr interessantes Gespräch im Sinne des Fairplay.“ Das war beste Werbung für das kommende Länderspiel, zu dem Tilkowski, Nosiadek und Peuckman als Ehrengäste eingeladen wurden. Bis dahin soll auch das Buch fertig sein, an dem Peuckmann und Nosiadek schreiben und das die erstaunlich vielfältigen Bezüge zwischen dem aserbaidschanischen und dem deutschen Fußball aufzeigen soll.
Natürlich haben die drei auch die Zeit genutzt, sich Land und Leute anzusehen, waren bei den „ewigen Feuern“, wo die Erde brennt, sahen einen Zarathustra-Tempel und Felszeichnungen von Menschen, die über 30.000 Jahre alt sind. Fußball und Kultur, das haben die drei festgestellt, passen gut zusammen. Und ganz nebenbei hatten sie jede Menge Freude.
Peuckmanns Kriminalroman "Zweites Leben", Anselm Beckers vierter Fall. Aschendorff Verlag Münster 2008
Am Anfang von Peuckmanns neuem Krimi steht der brutale Überfall auf einen Geldtransporter. Mit einer Panzerfaust bedrohen die Täter die beiden Geldboten. Sie selbst tragen eine Clowns- und eine Horrormaske, als handle es sich um einen Karnevalsauftritt. Mehr als 700.000 Euro beträgt ihre Beute.
Anselm Becker ist verwirrt. Was hatte die Verkleidung zu bedeuten? Und vor allem, haben sie von den Geldboten oder von Bankangestellten einen Tipp bekommen? Aber die Überprüfung bringt nichts. Lange tappen Anselm Becker und seine Mitarbeiterin Sibel Dogan im Dunklen, bis Anselm Becker plötzlich auffällt, dass er in diesem Fall nicht mit der üblichen Polizeiroutine weiterkommt. Im Gegenteil, manchmal scheinen die Täter genau das Gegenteil von dem gemacht zu haben, was die Polizei annehmen musste. Erst als Anselm Becker das erkennt, spürt er, dass er den Tätern näher kommt und fühlt gleichzeitig, dass auch sie ihm näher kommen. Wer verfolgt hier eigentlich wen?
Nicht nur spannend wie seine drei Vorgängerbände ist dieser Krimi, er verbreitet zusätzlich eine geheimnisvolle, bedrohliche Stimmung.
Erst als ein Mord geschieht, ahnt Becker die Lösung und gerät prompt in Lebensgefahr.
Eines ist allen Anselm-Becker-Krimis gemeinsam. Hinter der spannenden Handlung schimmert wieder ein großes gesellschaftliches Thema auf, das diesmal weit zurückreicht. Bis in den deutschen Herbst, in die Zeit des Terrorismus.
“Der Sohn der Tänzerin” Ein Deutscher verliebt sich während einer Weltreise in eine thailändische Tänzerin. Sehnsüchtig zieht es ihn nach seiner Rückkehr wieder nach Thailand, wo er die Frau schließlich heiratet. Als das frisch verheiratet Paar in einem Jeep das Heimatdorf der Frau verlässt, läuft ihnen, jämmerlich rufend, ein halb verhungerter Junge nach. Blähbauch, überall Hämatome, kaputte Zähne – der Junge erschreckt und irritiert den Mann. Als er seine Frau bedrängt, gibt sie es schließlich zu. Ja, es ist ihr Sohn, mit dem sie schon ein schreckliches Schicksal hinter sich hat.
Der Mann adoptiert den Jungen und holt ihn nach Deutschland, wo er mehr auf Verwunderung als auf Zustimmung stößt. Die Frau verlässt ihn schließlich, der Junge bleibt und es entwickelt sich eine ganz unglaubliche Vater-Sohn-Geschichte. Gegen alle Widerstände, gegen Schicksalsschläge halten die beiden zusammen und feiern am Ende im Sport große Erfolge.
Die Personen, ihre Gedanken und Gefühle, sind erfunden. Aber beim Handlungsgerüst dieses ebenso spannenden wie berührenden Romans hat sich der Autor Heinrich Peuckmann von den Erlebnissen des Koblenzers Erik Kothnys und seines Sohnes Wiradech, genannt „Willi“ Kothny leiten lassen, getreu dem Motto, dass das Leben selbst immer noch die besten Romane schreibt. Bei der Olympiade in Sydney gewann Willi Kothny für das deutsche Team gleich zwei Bronzemedaillen im Säbelfechten.
Mit dem entscheidenden Olympiakampf beginnt auch der Roman, bevor im Rückblick der lange Weg erzählt wird, der Vater und Sohn bis hierher geführt hat.
Es ist eine Liebesgeschichte, dazu ein Roman über Thailand, vor allem aber eine beeindruckende Vater-Sohn-Geschichte in einer Zeit, in der die Väter immer mehr aus dem Erziehungsprozess verschwinden.
Heinrich Peuckmann dankt Erik Kothny für Beratung, Hilfe und Zuspruch beim Schreiben des Romans
"Partystimmung".  Anselm Beckers dritter Fall erscheint im Herbst beim Münsteraner Aschendorff Verlag. Ein Bauunternehmer wird tot in seiner Villa im Dortmunder Süden aufgefunden. Zuerst gibt es keine Spur, die auf den Täter hinweist. Dann aber findet sich eine merkwürdige Telefonnummer auf dem Handy, die zu einer Wohngemeinschaft für gestrandte Jugendliche im Dortmunder Norden führt. Ein merkwürdiger Zusammenhang, denkt Anselm Becker, kommt dem Geheimnis aber nur nach gründlichen Recherchen nahe. Als er glaubt, den Täter endlich überführt zu haben, bekommt der spannende Krimi noch mal eine überraschende Wende. Eine Lesefreude für alle Anselm-Becker-Fans!
Begegnung mit einem berühmten chinesischen Schriftsteller
Der Schriftsteller Heinrich Peuckmann erfüllte seinen Lehrauftrag in Xi´an, April 2007
Ebenso anstrengende wie erfolgreiche Osterferien liegen hinter dem Schriftsteller Heinrich Peuckmann. Zusammen mit Ehefrau Beate hatte er sich auf den Weg in die alte chinesische Kaiserstadt Xi´an gemacht, um an der dortigen Fremdsprachenuniversität Deutsche Literatur zu lehren und zusätzlich chinesische Germanistikstudenten in kreatives Schreiben einzuführen. Von seiner Gastdozentur im vergangenen Jahr in Shanghai wusste Peuckmann, wie gut chinesische Studenten schon nach drei Jahren Studium Deutsch sprechen und schreiben können.
Den Anfang bildete die Einführung in die Klassik, in die Literatur von Goethe und Schiller, dann wünschten sich die Studenten die Romantik als Thema. Heines berühmtes Gedicht von der Loreley konnten sie teilweise auswendig. Den Abschluss bildete eine Übersicht über die deutsche Gegenwartsliteratur, wobei Peuckmann die Gelegenheit nutzte, seinen gerade erschienenen Gedichtband „Der Sommer fällt“ vorzustellen und einige Gedichte daraus vorzulesen. Die Chinesen fanden darin Bezüge zur Melancholie romantischer Gedichte.
Einen unerwarteten Höhepunkt erlebte Peuckmann, als er dem Dekan der germanistischen Fakultät, Prof. Wen, und den ihn betreuenden Prof. Huangfu erzählte, dass er im Rahmen einer Schriftstellerbegegnung vor einigen Jahren Xi´ans berühmten Dichter Chen Zhong Shi getroffen hatte, dessen Roman „Bai Lu Yuan“, eine Familiengeschichte vergleichbar den Buddenbrocks, fast alle Chinesen kennen. Zwei Tage später kam es tatsächlich zu einer erneuten Begegnung, die auf chinesischer Seite, nicht zuletzt wegen der Beziehung Dortmund – Xi´an, eine große Bedeutung hatte. Der Rektor der Fremdsprachenuni, Prof Hu, ließ es sich nicht nehmen, als Gastgeber zu fungieren, dazu kam die gesamte Lehrerschaft der germanistischen Fakultät. In einem offenen Gespräch, bei dem Dekan Wen als Übersetzer fungierte, tauschten sich die beiden Autoren aus Dortmund und Xi´an aus, stellten fest, dass sowohl in China als auch in Deutschland ein Verlust an Lesekultur zu beklagen sei, dass die Krimiliteratur im Gegensatz zu Deutschland in China keine große Rolle spielt. Sie gilt sprachlich-ästhetisch als trivial. Chinas Literatur, erzählte Chen, der stellvertretender Vorsitzender des chinesischen Schriftstellerverbands ist, kämpfe um seine Anerkennung in der Welt.
Den Abschluss seiner offiziellen Tätigkeiten bildete eine Lesung im Gästehaus der Universität, die unter Mitwirkung des Goethe-Instituts zustande kam. Peuckmann überraschte dabei seine etwa 50 chinesischen Zuhörer mit einer seiner Erzählung „Das Lied an den Schmetterlingsquellen“, die im Süden von China spielt. Die Chinesen waren ebenso erstaunt wie erfreut, wie genau bis in die Gesten hinein Peuckmann chinesische Mentalität in seiner Erzählung gestaltet hätte. Peuckmann verwies auf seinen Bergkamener Freund Heinz Kordy, dessen umfassende Chinakenntnisse ihm geholfen hätten.
Mit Auszügen aus seinem Roman „Flucht in den Berg“ stellte er anschließend seinen chinesischen Zuhörern seine Heimat, das Ruhrgebiet vor. Seine Studenten, von denen einige gekommen waren, berichteten ihm im Anschluss, dass sie nach dem Seminar über Klassik tatsächlich begonnen hatten, Goethes „Faust“ auf Deutsch zu lesen, eine Nachricht, die Peuckmann hoch erfreut zur Kenntnis nahm.
Den Rest des Aufenthalts bildete die Besichtigung der großen Kulturdenkmäler der alten Kaiserstadt, die schon um das 800 n. Chr. eine Million Einwohner hatte. Die weltberühmte Terrakottaarmee war natürlich ein wichtiges Ziel, wobei das Ehepaar Peuckmann feststellte, dass seit seinem letzten Besuch wieder einiges ausgegraben worden war. Sensationell war für beide ein gerade erst eröffnetes Museum außerhalb der Stadt. Dort hatte man das Grab des Kaisers Yangling aus den Han-Zeit (200 vor bis 200 nach Christus) geöffnet. In Gräben waren unzählige etwa 40 Zentimeter hohe Keramikfiguren zu sehen, die diesem Kaiser mit ins Grab gegeben worden waren: menschliche Figuren, aber auch alle möglichen Haustieren, die sehr realitisch dargestellt sind und so Einblick geben in höfisches Leben der damaligen Zeit. Dieses Museum, fanden die Peuckmanns, kam dem der Terrakottaarmee fast gleich.
Beim Abschied ließen die Professoren Wen und Huangfu keinen Zweifel daran, dass sie Peuckmann gerne wieder zu einer Gastdozentur begrüßen würden, mit seinem Studenten hatte Peuckmann vereinbart, wenigstens in Mail-Kontakt zu bleiben.
Einladung zur Lesung in XiŽan an der International Studies University (zum Herunterladen)
Heinrich Peuckmann: „Der Sommer fällt“
Gedichte und Illustrationen mit einem Vorwort von Peter Kracht und Graphiken von Stephan Geisler.
2007, ISBN 978-3-8196-0680-9, kart. ca. 80 S. inkl. ca. 12 Graphiken, € 9,90
Die Natur im Blick hat Heinrich Peuckmann in seinen einfühlsamen Gedichten, auf die er seine Gedanken lenkt. Das Staunen über die Vielfalt der Natur, das Melancholische des Vergehens, das Einverständnis mit dem Lauf der Zeit bewegen ihn. Und dann finden sich Begegnungen mit Freunden, ganz ungewöhnliche, die ihn weit bis nach China führen.
Der einfühlsame Blick vom Rande aus ist es, der diese Gedichte auszeichnet, der das Mitleiden nicht ausspart und Widerstand im Alltag aufzeigt. Letztlich erweist sich der Autor als ein Unangepasster, der seinen Lesern eines mitteilt: Was immer auch passiert, das Leben versöhnt!.
Ergänzt werden die Gedichte durch Graphiken des Künstlers Stephan Geisler, der die Stimmung aufgreift und mit seinen Mitteln eigenständig ergänzt und fortentwickelt. Eingeleitet wird der schöne Geschenkband durch einen Essay von Peter Kracht.
Vertonung von “Später Mai” aus “Der Sommer fällt”
Schillers Vermächtnis.
Kriminalroman. Aschendorff Verlag Münster April 2006
Ein Marokkaner wird in der Dortmunder Nordstadt angeschossen und Kommissar Anselm Becker muss den Fall übernehmen. Merkwürdig ist nur, dass der Angeschossene vorgibt, nichts über den Täter zu wissen, obwohl er ihn nach Aussage des Dortmunder Rotweinphilosophen Hegel gesehen haben muss. Anselm Becker, Kommissar bei der Kripo Dortmund und Held in Heinrich Peuckmanns neuem Kriminalroman „Schillers Vermächtnis“, vermutet denn auch einen Anschlag innerhalb der kriminellen Szene und beginnt seine Recherche, die ihn auch nach Kamen führt, wo er allerdings nicht den Täter, sondern mit Hilfe der Kamener Polizei einen anderen Kriminellen entlarvt.
Kurze Zeit später ermorden Unbekannte aber den pensionierten Kriminalkommissar Schreiber, der vor seinem Tod auf eigene Faust in der Nordstadt ermittelt hatte und der Fall bekommt eine völlig andere, überraschende Wendung. Ihre Ermittlungen führen Anselm Becker und seine junge Kollegin Sibel Dogan in eine Motorradwerkstatt in der Nordstadt und an ein Dortmunder Elitegymnasium. Anselm ist erschüttert über den Tod seines früheren Kollegen und Partners, dessen Vergangenheit ihm aber Rätsel aufgibt. Als sich alle Spuren hartnäckig als Fehlspuren herausstellen, beginnt er, genau das zu unternehmen, was vor ihm sein pensionierte Kollege Schreiber versucht hat und was ihn das Leben kostete. Becker macht sich allein auf zu einer spannungsgeladenen Recherche in der Nordstadt. Als er schließlich das Geheimnis der Verbrechen erkennt, verschlägt es am Ende auch ihm den Atem.
|