Es war Sommer 1984 als ich eingeschult wurde und Sigrun kennenlernte. Ich weiss nicht mehr genau, es mag sein das ich sie auch schon aus dem Kindergarten kannte. Sie und Volker waren damals Jugendfreunde, verbrachten auch viele Nachmittage zusammen. Sie wohnten etwa 500 Meter auseinander und ich dazwischen. Auch ich verbrachte viele Nachmittage mit Volker. Wir saßen auch in der Schule zusammen. Aber zu dritt, mit Sigrun, kann ich mich nicht an irgendwelche Ereignisse erinnern. Außer an den Geburtstagen. Nach Ende der Grundschulzeit im Sommer 1988 trennten sich unsere Wege. Ich besuchte mit Volker die Hauptschule, Sigrun wechselte in die Orientierungstufe nach OS. Wenn sich es zeitlich ergab unternahmen Volker und Sigrun auch weiterhin etwas an Nachmittagen zusammen. Sigrun lernte an ihrer neuen Schule natürlich auch neue Freundinnen kennen. Nicht das sie vorher keine hatte, an ihren Geburtstagsfeiern waren Volker und ich die einzigen Jungs zwischen 8-10 Mädchen. Es muss 1990 gewesen sein (vielleich ein Jahr früher oder später) als Volker mich fragte, ob ich nicht zusammen mit Sigrun und zwei Freundinnen die sie auf dem Gymnasium kennengelernt hatte zusammen einen Spielenachmittag (Gesellschaftsspiele) machen wollte. Möglicherweise war es auch zu Volkers Geburtstag. Ich kann mich noch gut an das Bild erinnern, als ich Manuela und Wibke das erste mal traf. Ich stand in Volkers ehemaligen Zimmer im Erdgeschoss als es an der Tür klingelte und die beiden wenig später durch die Zimmertür traten. Volker hatte Manuela das erste mal beim Schlittschuh laufen auf dem Heidesee in Gaste getroffen, wo sie mit Sigrun war. Von diesem Tag an veranstalteten wir etwa grobgeschätzt 4-5 mal im Jahr solche Spielenachmittage welche entweder bei Sigrun, meistens aber bei Volker stattfanden. Meistens am Wochenende (wenn nicht sogar immer am Wochenende). Ich kann mich erinnern das die vier sich auch vorher schon ab und zu zum spielen bei Sigrun getroffen hatten, auch Mäuseklingeln soll vorgekommen sein. Meistens spielten wir Kiem, ein Kartenspiel für vier Spieler. Wie wir das anfangs zu fünft geschaft haben weiss ich nicht mehr. Da bei Volker und mir langsam auch das Interesse an Mädchen aufkam, machte Volker den Vorschlag: sich irgendwie an Manuela ranzumachen. Mir überliess er Wibke. Sigrun war Tabu. Sie war für Volker zu sehr eher ein Kumpel als dass es da zu einer engeren Beziehung hätte kommen können. Ausserdem hatte Sigrun eine so unschuldige Art an sich, das wir uns sowas sowieseo nicht vorstellen konnten. Sie war sehr Christlich erzogen. Ihr Vater war Mitglied im Presbyterium der Ev. Kirche zu Lotte und die Familie war auch sonst sehr in der Kirche engagiert. Allerdings konnte Volkers Idee wegen unser beiderer Schüchternheit nie wirklich in die Tat umgesetzt werden. Zu Wibke verloren wir mit der Zeit immer mehr an Kontakt. Ich kann mich auch nicht erinnern wann ich sie das letzte mal traf. Es muss aber so Anfang 1992 gewesen sein. Ich glaube es war auch das Jahr wo ich das erste mal bei Manuela war. Sie hatte am 1.März Geburtstag und wir verlegten den Spielenachmittag zu ihr, in einem Hochhaus an der Buerschen Strasse, oberhalb vom Hauptbahnhof. Ihren Vater habe ich nie kennengelernt. Vor ihm war ihre Mutter vor Jahren mit ihren zwei Schwestern (Dajana ca. 3 Jahre jünger & Anabell nochmal ca. 3 Jahre jünger) von Cloppenburg nach Osnabrück geflohen. Dort hatte sie von dem Engländer John-Sylvester (Soldat) nochmal zwei Kinder bekommen (Bernadette muss gerade erst auf die Welt gekommen sein, und Fabienne kam 2 Jahre später). Mit ihrer Familie wohnte Manuela also in dieser Wohnung. Als Sigrun mit der Schule fertig war und ihr Abitur in der Tasche hatte, zog sie um nach Lübeck um dort Musik zu studieren. Wir vier (Manuela, Sigrun, Volker und ich) trafen uns immer seltener, da Sigrun nicht mehr so oft in Osnabrück war. Da Volkers Interesse an Manuela immer noch vorhanden war, fing er zu dieser Zeit wohl auch damit an Manuela zu den Osnabrücker Jahrmärkten die zweimal im Jahr (Frühjahr & Herbst) in Osnabrück stattfinden einzuladen. Auch wollte er mit ihr im Herbst einen Tanzkurs in der Tanzschule Hull besuchen. Das scheiterte bei ihr allerdings aus Zeitlichen gründen meines wissens. Also besuchten Volker und ich alleine einen Kursus. Volker hing sogar noch einen weiteren Kurs dran. Mir allerdings hat die eine Erfahrung gereicht: Hatte ich doch das Pech ein nicht sehr attraktives Mädchen zum Abschlussball geleiten zu müssen. Weitere Treffen: 7.1.94 Volker, 19.2.94 Volker, 4.3.94 Manuela, 20.8.94 Sigrun, 12.11.94 Jahrmarkt (Volker, Manuela, Ich) .Bei dieser Gelegenheit trafen wir dort auf Dennis und die Zwillinge Stefan &  Thorsten P., welche sich kurz mit Volker unterhielten. Während ich etwas abseits mich mit Manuela unterhielt. Später erfuhr ich von Volker, dass die P’s dachten: Manuela wäre meine Freundin !?!?. Mittwoch, 16.11.94 (Buß u Bettag) Volker. Am Freitag den 18.11.1994 rief mich Manuela zum ersten mal zuhause an. Wir hatten uns am Mittwoch eigentlich für Samstag um 15:00 Uhr am Bahnhof verabredet um zu Volkers Ausbildungstelle zum „Tag der offenen Tür“ zu gehen. Mussten dann aber aus organisatorischen und zeitlichen Gründen doch getrennt und zu verschiedenen Zeiten dort erscheinen. Das wäre das erste mal gewesen wo wir uns ohne Volker getroffen hätten. Später erfuhr ich, dass Manuela nun doch gar keine Zeit mehr gehabt hatte dort aufzutauchen, und Dennis hatte das Gelände erst gar nicht gefunden.

 

 

Es war wohl inzwischen 1995 geworden. Wir trafen uns weiterhin an Geburtstagen zu viert. Auch zwischendurch kam es mal ein oder zweimal vor das wir uns trafen, dann wiederum ohne Sigrun. Einmal gingen wir wohl ins Balu im Kolpinghaus. Zum ersten mal. Es sollte auch weiterhin ein Ort der Erinnerungen bleiben. Aber davon später... . Ab 1996 hatten Volker und ich die Möglichkeit uns mit dem Auto zu Manuela zu bewegen. 13.1.1996: Treffen bei Manuela. 24.2.1996: Die übliche 4.er Geburtstagsrunde bei Volker. Irgendwann Anfang 1996 war Manuela mit ihrer Familie in den Middenkamp nach Sutthausen gezogen. Allerdings ohne ihren Stiefvater John. Die beiden hatten sich wohl verkracht und wieder scheiden lassen. Dort gab es auch einen Abend wo wir uns trafen um uns „Outbreak“ mit Dustin Hoffmann auf VHS anzusehen den Volker und Ich vorher ausgeliehen hatten. Dort trafen wir auch auf Manuelas „ersten Freund“ : Rene. Ich habe Rene eigentlich nur in seiner blauen Jeans-Latzhose in Erinnerung. Wahrscheinlich deswegen, weil wir ihn nicht sehr oft sahen. Nicht mehr als ein oder zweimal.

 

Ich bin mir nicht mehr so sicher, muss aber wohl so Ende Februar / Anfang März 1995 gewesen sein, daß Manuela Volker und mich (bei Sigrun bin ich mich nicht mehr so sicher) zu ihrer Geburtstagsparty in die Caprivi? Kaserne eingeladen hat. Sie feierte die Party zusammen mit ihrer Schwester (Dajana? / Annabell?). John hatte es wohl hinbekommen dort einen Saal zu organisieren. Er selber machte dort den DJ. Ich weiss noch daß ich früher mit dem Bus nach hause gefahren bin als Volker, da ich irgendeine Entzündung am Auge hatte.

 

Langsam schien auch Volkers Interesse an Manuela zu schwinden. Im Juli 1996 hatte Manuela mit ihrer Familie ein Ferienhaus im Feriengebiet Schloss Dunkern im Emsland gemietet. Sie hatte uns eingeladen einen Nachmittag vorbeizukommen und dort im Badesee schwimmen zu gehen. Also machte ich mich mit Volker auf dem Beifahrersitz am 23.6.1996 auf den Weg ins Emsland. Ich glaube wir bekamen von Manuelas Mutter sogar was zu Esse vorgesetzt. Im Fernsehen lief die Fussball-EM in England und sie spielten gerade das Video vom Titelsong: Simply Red – We’re in this together. Einer der ersten Songs die ich mit Manuela in Verbindung bringe wenn ich ihn höre. Gegen Abend machten wir uns auf dem Heimweg mit Umweg über die Transrapid-Teststrecke. Ich glaube es Gewitterte ziemlich stark als wir durch Lingen kamen. Ich hatte eine CD an: Madonna – Something to remember. Es lief: One more chance. Ich versuchte Volker diesen wunderschönen Song schmackhaft zu machen und erzählte ihm deswegen, es würde ihre nächste Single werden, dem war allerdings gar nicht so. Oder doch? Das erfuhr ich allerdings erst Jahre später, ca. 2002. Wurde allerdings nur in England veröffentlicht. Komisch an welche Details man sich so erinnert... Aber das nur nebenbei.

 

Wie ich später erfuhr, ist Manuela wohl später in diesen Sommer von ihrer Familie geflüchtet und mit ihrem zweiten Freund Timo zusammengezogen, an die Mindener Strasse. Sie hatte einfach keine Lust mehr ständig auf ihre Geschwister aufpassen zu müssen. Irgendwann diesen Sommer gab es auch wieder einmal einen Spiele Nachmittag bei Volker. Allerdings nicht mit Sigrun, sondern mit Timo als vierten Mann. Als ihren „Freund“ hatte sie ihn uns allerdings nicht vorgestellt, mehr als einen Bekannten. Irgendwann um diese Zeit rum teilte mir Volker auch in einem Gespräch mit, dass er irgendwie kein „Interesse“ mehr an Manuela hatte und ich ja mal mein Glück versuchen könnte. Ich glaube allerdings nicht, das er letzteres wirklich ernst gemeint hat. Außerdem hatte ich mit Volker einen „Erfahrungsaustausch“ darüber, wie viel Mädchen wir schon geküsst hatten. Volker prahlte damit, dass er vor Jahren mal ein ehemaliges Nachbarsmädchen geküsst hatte (Wer das war habe ich gerade vergessen). Und ich hatte irgendwie noch nichts vorzuweisen.

 

Es war Donnerstag der 8.5.1997 geworden als Manuela nach langer Zeit mal wieder Zeit für uns hatte. Sie hatte sich von Timo auf freundschaftlicher Basis getrennt. (Wie ich einige Monate später erfuhr einen heftigen Streit bei einer Winterlichen Umzugsaktion der beiden in getrennte Zimmer einer Studentenunterkunft an der Martinistrasse). Es war ein Spiele Nachmittag bei Volker angesetzt. Wir spielten Poker. Dennis rief zwischendurch öfters an um mit Volker den morgendlichen Abend zu planen. Sie wollten irgendwo nach Westerkappeln zu den Yankees. Ich fügte hinzu dass ich dazu keine Lust hätte. Daraufhin fragte Manuela mich ob ich nicht Lust hätte mit ihr stattdessen ins Kino zu gehen. Wie konnte ich ihr das abschlagen. Wir verabredeten uns zu 19:30 Uhr in der UFA-Passage. Das allererste treffen alleine zu zweit. Wir entschieden uns für „Tage wie dieser...“ mit Michelle Pfeiffer und George Clooney. Manuela schlug vor: anschließend noch über die gerade eröffnete Maiwoche zu gehen. Später erfuhr ich von Volker, dass Manuela ihm (nachdem ich mich am Donnerstag schon verabschiedet hatte) fragte ob er glaube dass ich nach dem Kino dazu wohl noch Lust haben würde. Nach der Maiwoche gingen wir noch in den Irish Pub. Volker wollte dort nie hin. (Unter uns ging dass Gerücht um, man müsse dort auf Englisch bestellen). Da wir dort aber keinen Platz mehr bekamen gingen wir ins Rampendahl. Ich erinnere wage an die 3 Stunden die wir dort verbrachten im 1.OG am Fenster. Sie war stolz auf ihre frisch gefärbten dunkelroten Haare... .

 

Um 1:00 Uhr war uns wohl irgendwie der Gesprächstoff ausgegangen und ich brachte sie nach hause. Freitag 16.5.1997: Volker wollte sich ein Video ansehen. Manuela fragte ob sie vorbeikommen und mit sehen dürfte, natürlich sagte er nicht nein. Ich führ währenddessen mit Dennis zum Billardspielen, brachte ihm aber vorher noch „Die Krähe“ auf VHS vorbei.

Samstag 16.5.1997: Ich wollte mit Volker ins Kino (Romeo + Julia). Er fragte Manuela ob sie Lust hätte mitzukommen. Natürlich, gerne. Allerdings müssten wir sie dafür aus Preußisch Oldendorf abholen. Sie ging dort immer noch reiten. (Timo’s Eltern wohnten dort und betrieben dort eine Jugendherberge).

Ich fuhr. Wir holten sie um 19:00 Uhr von dort ab. Auf dem Weg zum Kino verhielt Volker sich verhältnismäßig ruhig. Ich unterhielt mich ausgelassen mit Manuela. Der Film begann um 20:30 Uhr.

Als der der Film zu ende war schlug ich vor zu mir zu fahren um noch ein paar Spiele zu spielen, was wir dann auch taten. Volker wollte zuhause raus gelassen werden. Er wollte mit seinem eigenen Wagen zu mir hochfahren, da er Andys Handy mit hatte und auf einen Anruf von ihm und seiner Schwester wartete weil er sie noch aus Bissendorf abholen sollte. Ich spielte mit Manuela inzwischen eine Runde Kniffel bis Volker schließlich nachkam. Volker schlug vor noch einen Nacht Spaziergang zu machen. Wir gingen bis zum Goldbach wo wir uns etwas hinsetzten und gingen danach zurück. Wir spielten ein paar Spiele (Spiel des Wissens, Mensch ärgere dich nicht) bis plötzlich Volkers Handy klingelte. Er fragte Manuela ob er sie mitnehmen sollte. Aber wir hatten noch keine Lust aufzuhören. Nach einigen Stunden brachte ich dann Manuela nach Hause. Als wir bei Volker vorbeifuhren war er gerade aus Bissendorf wiedergekommen.

Ich verabredete mich mit Manuela für den nächsten Tag. Ich sollte sie um 22:00 Uhr vom Arndtplatz abholen. Wir parkten im Nikolaiort und hielten uns ca. 2 Stunden im Irish Pup auf wonach wir noch einmal über die Maiwoche gingen. Danach brachte ich Manuela nach hause. Das war allerdings noch nicht alles was es dazu zu erzählen gibt: Als Manuela um 22:00 Uhr zu mir ins Auto einstieg erzählte sie mir, dass sie gerade Volker und Dennis in der Stadt getroffen hatte. Natürlich erzählte sie ihnen unser Vorhaben. Als wir also vom Arndtplatz kamen und auf der Linksabbiegerspur Richtung Nikolaiort standen, hielten die beiden neben uns auf der gerade aus Spur und hupten. (Volker fuhr). Aber es kommt noch besser:

 

Demnächst mehr..