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Zuchtbeobachtungen

Zuchtbeobachtungen bei meinen Dunkelroten Aras

Hier beschreibe ich ein paar Beobachtungen,  die ich bei meinen Paar Dunkelrote Aras während der Zucht gemacht habe.

Dieses beschriebene Paar Aras merkt man es an, wenn sie kurz vor einer Brut stehen. Sie werden immer aggressiver gegenüber den Artgenossen und mir. Kurz vor der Eiablage, dank meiner installierten Videoanlage, habe ich dann beobachten können, das sich die Aras sehr oft getreten haben. So nennt man es wenn sich Vögel im allgemeinen paaren und für Nachwuchs sorgen wollen. Das füttern des Hahns an die Henne wurde immer Intensiver. Gegenseitige Gefiederpflege stand auch immer öfter an. Die beiden wichen nie weit von einander. Dem Brutkasten wurden durch benagen letzte Schönheitsoperationen unterzogen, Überflüssiges Nistkasteneinstreu, das aus Hobelspänen und Torf besteht, wurde aus dem Nistkasten befördert. Die Beiden waren sehr oft im Nistkasten zu Beobachten. Diese kann ich durch meine im Nistkasten installiert Kamera sehr gut Kontrollieren. Ein paar Tage vor der ersten Eiablage blieb die Henne auch Nachts im Nistkasten. Sie verließ diesen nur noch um ihr Geschäft zu verrichten und um zu fressen. Ab dem ersten Ei fütterte der Hahn die Henne mehrmals täglich im Nistkasten und blieb auch Nachts bei ihr. Sie hatten drei Eier gelegt. Diese habe ich durch die Kamera gesehen und dann bei einer Nistkastenkontrolle fotografiert.

Nach einer Brutzeit von 29 Tagen konnte ich das erste piepsen eines jungen im Ei hören. Es war aber noch nicht ausgefallen. Diese geschah erst im dem 30 Tag. Nach zwei weiteren Tagen fiel dann auch das zweite Ei aus. Der Hahn hatte jetzt sehr viel zu tun. Er fütterte ausschließlich nur die Henne im Nistkasten. Diese verließ in den ersten Lebenstagen der Jungen kaum den Nistkasten. Die Henne fütterte bis zum achten Lebenstag die Jungen allein. So konnte ich dieses Beobachten. Auf dem Bild ist ein Junger im alter von 5 Tagen zu sehen. Nach dem der zweite Junge ausgefallen war, vergingen 5 Tage bis das dritte Junge ausgefallen ist.

Ab dem neunten Lebenstag der Jungen fing der Hahn auch mit an die Jungen zu füttern. Was ich in den Tagen zuvor nie beobachtet habe. Das Drei Junge da waren machte mir sorgen. Ich wusste nicht, schaffen sie alle durchzubringen, lassen sie einen Verhungern weil in der Natur auch fast immer nur das stärkste Kücken überlebt. Also viele Fragen worauf ich keinen Antworten wusste.

Aber die Antwort habe ich schnell bekommen. Der Jüngste wurde an seinem zweiten Lebenstag beiseite gelegt. Die Eltern huderten und versorgten ihn nicht. Er drohte zu unterkühlen und zu verhungern. Also was in diesem Fall machen. Verhungern lassen, rausnehmen zur Handaufzucht, nur den kleinen rausnehmen oder alle? Wieder stand ich vor einer Frage. Da der kleinste nicht allein aufwachsen sollte, habe ich mich entschlossen alle drei Jungtiere aus dem Nistkasten genommen. So können diese im Geschwisterverband groß werden. Der kleinste Junge wiegt auf dem nächsten Bild gerade mal 38 Gramm.

Also eine Menge arbeit die auf mich wartet um die kleinen durchzubringen. Denn von 38 Gramm bis hin zu fast 1500 Gramm ist ein langer Weg. Die ersten Tage alle 1,5 Stunden füttern, Das rund um die Uhr. Das heißt auf einiges verzichten . Aber was tut man nicht alles für so kleine Geschöpfe. Die Futtermenge hängt vom Gewicht des Jungvogels ab. 10% des Körpergewichtes sollen nicht überschritten werden. Die Temperatur des Futterbreis soll zwischen 40 und 40 Grad Celsius liegen. Denn dann fressen die Jungen es am liebsten. Auf keinen Fall sollte die Temperatur von 42 Grad überschritten werden, Denn dann kann es zu Kopfverletzungen kommen.

Trotz intensiver Pflege kann man den Größenunterschied immer noch sehen. Das wird auch bleiben bis die Jungen fast alle Federn haben. Dann wird man nicht mehr sehen welcher der jüngere oder der ältere ist. Der älteste ist auf dem Bild oben 33 Tage alt und wiegt 850 Gramm im Gegensatz zu dem kleinsten der gerdae mal 580 Gramm wiegt.. Mittlerweile haben auch alle ihren geschlossenen Fußring um. Das habe ich bei den Jungen in der Zeit zwischen dem 18 und 21 Lebenstag gemacht. Die ersten Federn kann man auch schon an den Flügeln und am Schwanz erkennen.

Auf dem Bild oben ist der älteste von den dreien nun 61 Tage alt und wiegt 1260 Gramm. Die Fütterungsinterwalle habe ich auf 4 mal täglich reduziert. Weil der Kropf zu jeder Fütterung immer noch ein wenig gefüllt war. Fütterungszeiten 04,30Uhr, 10,00 Uhr, 15,00 Uhr und 21,30 Uhr. Bei jeder Fütterung erhält er jetzt so ca. 80 ml bis 100 ml. Laut einer Gewichtskurve die besagt das Hähne in der ersten Zeit schnell zunehmen und Hennen dagegen langsam, müsste ich zwei Hähne und eine Henne haben. Da ich diese nicht für die sicherste Methode halte um das Geschlecht feststellen zu lassen. Habe ich eine DNA machen lassen. Antwort von denen war , alle drei sind Hähne.

Das füttern mach ich mit der Futterspritze. Bei der Spritze habe ich vorn das Ende wo die Nadel normalerweiße drauf gesetzt wird um die Hälfte abgeschnitten. So ist das Risiko das es zu Verletzungen kommt sehr gering. Mit der Kropfsonde musste ich noch nie einen Ara füttern. Denn das schlucken ist ein Reflex den die kleinen angeboren haben.

Im Alter von 65 Tagen sitzen die Jungen wie Hühner auf dem Boden des Käfigs. Denn das halten auf einem Ast will gelernt sein und klappt noch nicht ganz sicher. Der Käfig ist rundherum mit Draht bespannt so das sie an ihm klettern können. Die Sitzstangen  aus Naturhölzern werden auch dafür sorgen das ihre Krallen abgenutzt werden. Denn zu lange Krallen liegt nur daran das die Sitzstangen zu klein im Durchmesser sind. Da er sich jetzt frei in seinem Käfig bewegt wird ihm auch schon Futter wie Bananen, Weintrauben,  und Extrudatefutter in Schüsseln gereicht. Dieses können sie spielerisch schon mal probieren.

Hier werden gerade die Flugmuskeln trainiert. Diese ist ein Arababy mit gerade mal 85 Tagen. Es kann schon etwas fliegen. Den Käfigboden sucht es nur noch zum fressen auf. Denn er sitzt schon ein paar Tage auf der Stange. Auch beim schlafen sucht er den Käfigboden nur noch sehr selten auf. Unbeaufsichtigt sollte man diese kleinen nicht draußen lassen. Er würde wegfliegen.

Zur Klarstellung Die Abgabe von Handaufzuchten erfolgt bei mir frühstens, wenn die Tiere schon Obst, Pellets und Körnerfutter allein fressen. Um den Tieren die Neue Umgebung und den neuen Besitzern  das Vertrauen der Tiere etwas zu erleichtern, empfehle ich den neuen Besitzern, die Jungen Papageienbabys noch etwas zuzufüttern. (zur weiteren Handaufzucht um die Bindung zwischen neuem Besitzer und Papageienbaby zu festigen)

Weiters wird folgen