Christina beschreibt eine Methode der Mikrowurmzucht, die nachahmenswert ist !


Benötigtes Material:
  • Plastikdosen mit perforiertem Deckel (wegen der Sauerstoffzufuhr)
  • Semmelbrösel (ohne Konservierungsstoffe und Backpulver)
  • Trockenhefe


Substrat herstellen:
In die Plastikdose gebe ich die Semmelbrösel bis der Boden des Behälters bedeckt ist. Mehr braucht man nicht.
Darauf kommt etwas Trockenhefe und ein Ansatz Mikrowürmer aus einem laufenden Ansatz.

Die Hefe ist also die Nahrung, die Semmelbrösel dienen nur dazu, dass der Ansatz feucht genug gehalten wird und damit er nicht 'läuft'.

Der Deckel der Dose wird fest aufgesetzt.



Behandlung der Kultur:
Ich warte dann 1 - 3 Tage bis die Würmer anfangen, an den Wänden hoch zu klettern.
Nun lege ich auf die Oberfläche der Kultur ein Stückchen Putztuch (Wettex oder notfalls Scotch-Brite).Es eignet sich auch irgend ein Spültuch oder Wischlappen, ganz gleich aus welchem Material. Er sollte allerdings möglichst weich, saugfähig und einige mm dick sein.
So bleibt dann die Oberfläche der Kultur angenehm trocken, ohne klebrig zu werden. Das Tuch kann immer wieder ausgespült oder ausgewechselt werden.

Wenn ich einen Zuchtansatz weitergebe, so stecke ich so ein Tuch in eine Plastiktüte und verschicke es per Post.



Verfütterung der Mikrowürmer:
Wenn ich die Würmer verfüttern will, lege ich auf dieses Tuch flache Holzstäbchen (die von der Eiscreme).
Nach einigen Stunden krabbeln die Mikrowürmer da drauf und man braucht die Holzstäbchen nur noch im Aquarium abzuspülen. Danach sind sie sogleich wieder gebrauchsfertig.
Genau so gut gehen natürlich auch andere Stäbchen, z.B. aus Plastik oder Glas.

Übrigens, die Würmer bleiben nach meinen Beobachtungen schon ein bis zwei Tage am Leben im Aquarium. Wenn allerdings der Salzgehalt ansteigt, so verkürzt sich dieser Zeitraum.
Dieses konnte ich feststellen, wenn ich die Mikrowürmer in meinen Brackwasserbecken verfütterte.



Kultur erneuern:
Eine Kultur auf diese Art betrieben duftet höchstens mal nach frisch gebackenem Brot.

Wenn die Kultur anfängt 'zu laufen' kommen mehr Semmelbrösel drauf. Geht es mal wieder langsamer mit der Vermehrung, streue ich Hefe auf die Oberfläche (aber nur ganz dünn).
Beim Aufstreuen geht die Kultur nach und nach in die Höhe. Ich achte aber darauf, dass sie nie höher als 1 cm wird.
Manche Züchter gehen auch bis 2 cm Höhe, das scheint in Ordnung zu sein, allerdings fängt es dann schnell an zu riechen.

Wenn der "Duft" sich verändert (Kultur zu alt, schiefgegangen oder zu warm) mache ich einfach einen neuen Ansatz.
Diese laufen bei mir einige Monate. Allerdings ist es ratsam, nach 1-2 Monaten einen neuen Ansatz zu machen.

Wer sich an diese Empfehlung hält, wird kaum Probleme mit den Fruchtfliegen haben.
Und Schimmel gibt es nur, wenn man nicht aufpaßt.



Urlaub:
Während des Urlaubes kann man solche Kulturen absichtlich "vergessen". Es gibt immer Würme, die sich bei neuer Fütterung mit Trockenhefe beleben lassen

Aber bitte beachten:
  1. Die Würmer nicht in die Sonne stellen. Das verkraften sie nicht.
  2. Unter 10° C bleiben sie zwar noch am Leben, vermehren sich allerdings nicht mehr.


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