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Warum befasse ich mich mit Futterzuchten?
Nun, ich bestreite nicht, dass das Industriefutter heute mit dem vor 40 Jahren hergestellten nicht mehr zu vergleichen ist.
Dabei ist es natürlich sehr wichtig, dieses so frisch wie möglich zu verfüttern. Lieber eine kleine Dose nehmen, die in einem Monat aufgebraucht ist, als ein Großgebinde, welches ein Jahr hält.
Obwohl ich gelegentlich auch Industriefutter füttere, wobei ich nur Granulat-Futter nehme, weil hier der Abrieb und der Phosphatgehalt geringer sein soll als bei der Flocke, so meine ich doch, das Lebendfutter
  • ein natürlicheres Futter für die Fische ist
  • die Vitalität der Fische fördert
  • für einige Fischarten notwendig ist, weil Industriefutter nicht akzeptiert wird
  • für viele Fischarten notwendig ist, will man sie züchten
  • sich günstig auf die Keimbelastung des Wassers auswirkt.
Und noch einen Vorteil hat der Einsatz von Futterzuchten:
Man hat mit Sicherheit das gerade benötigte Futter zur Verfügung.
Glücklich kann sich der Aquarianer schätzen, der "tümpeln" gehen kann.
Ich bin auch ein begeisterter "Tümpler" und der Kescher mit dem Siebrahmenkasten steht ständig einsatzbereit in der Garage.
Aber es müssen auch Teiche in der näheren Umgebung da sein, in denen sich das Fangen lohnt,und sie müssen auch das gerade benötigte Futter beinhalten.
Wer wie ich erst viele Kilometer fahren muss, der kann in dieser Zeit ganze Batterien von Futterzuchten versorgen.

Außerdem ist ein nicht zu unterschätzendes Problem "unsaubere" Teiche.
Ich meine nicht die Teiche, die
  • Hydra beherbergen
  • auf der Oberfläche Wasserlinsen schwimmen haben
  • eventuell von der Karpfenlaus heimgesucht sind
  • von Fischen bevölkert werden.
Sondern die,
  • die ganz allgemein als Müllhalde missbraucht werden
  • die irgendwie als Nachklärbecken eines Drei-Kammer-Systems dienen.

Ich glaube nämlich, dass von den Kaltwasserfischen kaum eine Gefahr ausgeht, obwohl einige Krankheiten der Kaltwasserfische auch bei Warmwasserfischen vorkommen können.
Viel problematischer scheint mir jeder Neuzugang zu sein, auch wenn er äußerlich gesund aussieht.
Sehr schlechte Erfahrungen habe ich allerdings mit den Nachklärbecken gemacht.
Meine Fische wurden regelmäßig krank.
Ich kann es nicht beweisen, aber ich glaube, dass irgendwelche Keime, ausgeschieden von Menschen oder Tieren, sich in diesen Nachklärbecken ansammeln, von den Wasserflöhen auch eingestrudelt werden und somit in die Fische gelangen, die dadurch krank werden.
Dies trifft vermutlich auch genau so auf Pilzsporen oder die Rückstände der Antibaby-Pille zu, aber vermutlich noch auf wesentlich mehr Stoffe.
So nebenbei sei noch erwähnt, dass hier in Niedersachsen das Fangen von Futtertieren nach dem Nieds. Naturschutzgesetz verboten ist. Und in anderen Bundesländern wird es vermutlich nicht anders sein.
Als Alternative wäre dann noch der Einsatz von Gefrierfutter zu erwähnen. Soweit man einwandfreie Ware bekommt, ist dagegen natürlich nichts einzuwenden. Aber man sollte sich vor Augen führen, dass
  • rote Mückenlarven und Tubifex nicht gerade in sauberen Gewässern leben
  • weiße und schwarze Mückenlarven oft nur unwillig genommen werden
  • Frostfutter an Wert verliert, sobald die Kühlkette unterbrochen wurde
  • auch hier der Reiz des Lebendfutters fehlt.

Dies alles zusammen genommen hat mich dazu veranlasst, dass ich mich mit dem Thema Futterzuchten befasst habe. Und inzwischen ist es schon ein Hobby im Hobby geworden.

www.tegelhuetter.org
 
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