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Was ist generell zu beachten?
Als Grundsatz gilt, dass man sich beschränken sollte auf die Arten von Futterzuchten, die man braucht und nicht alles macht, was man kann. Denn Arbeit ist es schon, die diversen Ansätze ständig zu versorgen, das soll hier überhaupt nicht verschwiegen werden.

Man muss halt danach sehen. Getreu dem Motto:

"Das Auge des Herrn macht das Vieh fett."

Dies gilt besonders dann, wenn ein neuer Ansatz gemacht wird. Später dann genügt ein Routineblick.

Und noch eins. Und dies gilt für alle Futterzuchten:

"Nicht kleckern sondern klotzen."

Wer mit 2 Zuchtpärchen Fruchtfliegen eine Zucht aufbauen will, der muss schon ein großer Könner sein.

Etwas verstehen von den Futterzuchten und ihrer Betreuung muss man natürlich auch, ohne dies geht es nicht. Also, man muss die Handhabung erst lernen.
Viele fangen mit irgendeiner Futterzucht an, weil man ihnen gesagt hat, dass es ganz einfach sei damit. Aber sie hören dann auch genauso schnell wieder damit auf, wenn sie keinen Erfolg haben.

Gründe haben sie dann auch schnell bei der Hand:

  • die Futterzuchten stinken
  • außer Milben war da nichts
  • der Ertrag entspricht nicht den Erwartungen
  • es ist zu viel Arbeit damit verbunden.
Nun, Arbeit macht es, das sagte ich ja schon. Alle anderen Widrigkeiten sind zu vermeiden, wenn wir es richtig machen. Da liegt der Fehler bei uns, und wir sollten die Flinte nicht so schnell ins Korn werfen. Wie gesagt, man muss auch den Umgang mit Futterzuchten lernen.

Gut beraten ist der Anfänger immer damit, es so zu machen wie der, der ihm die Futterzucht gegeben hat. Dies heißt aber nicht, dass es immer und überall auch klappt und der Erfolg so eintritt, wie es der Verkäufer der Futterzucht von sich behaupten kann. Wenn es z.B. bei mir und bei meinen Verhältnissen sehr gut klappt, so muss die Zucht bei dir noch längst nicht gut gelingen.

Es spielt nämlich das Kleinklima, in dem die Futterzucht lebt, eine große Rolle:
  • Lichtverhältnisse (Tageslicht oder Kunstlicht)
  • Lichtintensität (Dauer der täglichen Beleuchtung)
  • Temperatur (gleichbleibend oder schwankend)
  • Luftfeuchtigkeit (gleichbleibend oder schwankend)
  • Luftfeuchtigkeit (hoch oder niedrig)
  • Luftaustausch (Zugluft)

Man muss es halt ausprobieren und evtl. die Hälterungsempfehlung des Verkäufers etwas abwandeln.

Allerdings hat es bei mir noch nie zu noch besseren Ergebnissen geführt, wenn ich ein anderes Rezept ausprobiert habe, was angeblich noch bessere Erträge bringen sollte. Deshalb probiere ich nur noch etwas anderes aus, wenn es so, wie ich es bis jetzt mache nicht klappt, d.h. ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden bin.

Wenn man überhaupt nicht mit dem Erfolg zufrieden ist, sollte man es aufgeben, denn der Arbeitsaufwand muss in einem richtigen Verhältnis zum Erfolg stehen. Sonst artet es in Spielerei aus.

Wichtig ist für mich, dass man die Futtertiere gut und gehaltvoll ernährt, denn nach meiner Meinung können sie nur so wertvoll für die Fische sein, wie sie selber ernährt wurden.
Mit anderen Worten:

Fruchtfliegen in einem Brei aus Sägespänen und Rotwein gezüchtet, dürften nicht viel Nutzen für die Fische bringen.

www.tegelhuetter.org
 
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