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Qumran
Die Bewohner der Ruinen am Toten Meer

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1. Einleitung

2. Abgrenzung

3. Geschichte der Entdeckung von Qumran

4. Die Ruinen von Qumran und En Feschcha

5. Die Bewohner von Qumran

   5.1 Entstehung der Essener
   5.2 Organisation der Qumrangemeinde
   5.3 Die Essener in Qumran

6. Zusammenfassung

7. Literaturangaben

 

 

1. Einleitung

Obwohl von vielen Wissenschaftlern die Funde um Qumran als eine archäologische Sensation eingestuft werden, ist die Öffentlichkeit, meinen Erfahrungen nach auch 50 Jahre nach ihrer Entdeckung, nur wenig über dieses Thema informiert. Für den christlichen Kulturkreis ist die Entdeckung 2000 Jahre alter Schriftrollen jedoch nicht weniger bedeutsam als für das Judentum, wenn auch das Christentum einer anderen Lehre, der des Jesus von Nazareth, folgt so beruht sie doch auf jüdischen Fundamenten, in Gestalt des Alten Testamentes. Dabei geht es nicht darum, dass die Bibel um oder gar neu geschrieben werden müsste, vielmehr bestätigen die Schriftrollen das die Überlieferung der Texte bis in unsere heutige Zeit sehr genau ist. Sie entwerfen jedoch ein sehr viel genaueres Bild der religiösen und politischen Verhältnisse, die damals noch weniger zu Trennen waren als heute. So wird deutlich dass die Essener, eine weitere religiöse Elitegruppe neben den Pharisäern und den Sadduzäer, eine wichtige politische Rolle gespielt haben. Über diese Gruppe war bis dato kaum etwas bekannt. In der Bibel treten sie so gut wie gar nicht in Erscheinung, was daran liegen mag, dass ihr politischer Einfluss zu Jesu Lebzeiten schon eher als gering einzustufen ist und sie sich selbst nie als Essener bezeichnet hatten. Doch gelegentlich findet man Aussagen von Jesus, die die „Kinder des Lichts“ betreffen. Ein Name den die Essener als Bezeichnung für sich selbst verwendeten.
Unter diesen Gesichtspunkten erscheint es auch erforderlich die historische Figur des Jesus von Nazareth neu zu bewerten oder zumindest neu einzuordnen. Bevor dies jedoch geschehen kann muss geklärt werden wie die Befunde über die Essener ins Palästina der Zeitenwende einzufügen sind.

 

2. Abgrenzung

Dieses Referat widmet sich ausschließlich der Zweckbestimmung und den Bewohnern der Ruinen von Qumran. Auf die gefundenen Schriftrollen wird nur in soweit eingegangen, wie sie relevante Informationen , die bei der Beurteilung der Ausgrabungen und Funde behilflich sein könnten, enthalten. Grundlage der hier dargestellten Theorie sind die Schlussfolgerungen die schon Père Roland de Vaux, Leiter der ersten Ausgrabungen zwischen 1950-60, bezüglich der Ruinen von Qumran und En Feschcha, gezogen hat. Zusätzlich fließen Erkenntnisse ein, die Aufgrund neuer wissenschaftlicher Untersuchungsmethoden und der Auswertung der rekonstruierten Schriftrollen der letzten 50 Jahre, gewonnen wurden. In Qumran ein Gemeinschaftszentrum der Essener zu sehen ist jedoch nicht die einzige Weise, in der die Funde um Qumran interpretiert werden. Es würde den Umfang dieses Referates sprengen auf alle einzugehen, weswegen ich mich auf diese, in wissenschaftlichen Kreisen am weitesten verbreitetste, Theorie beschränke. Erwähnt seien an dieser Stelle nur zwei weitere, da sie über den Kreis der Fachleute hinaus, auch in der Öffentlichkeit eine Rolle spielen.

   1. Professor Norman Golb
       Seit etwa 1980 bestreitet Professor Norman Gold, das Qumran jemals von Essenern        bewohnt wurde. Seiner Meinung nach waren die Ruinen stets ein militärischer Stützpunkt        unter dem Oberbefehl der in Jerusalem herrschenden Instanz. Die Schriftrollen        stünden in keinem Zusammenhang mit diesem Stützpunkt, sondern stammten aus        den Bibliotheken des Tempels sowie reicher Privatleute aus Jerusalem. Mit Beginn der        jüdischen Aufstände gegen die Römer 66 n.Chr. seien dann die Schriftrollen in die        Höhlen um Qumran in Sicherheit gebracht worden. Offen bleibt hierbei, wieso die        Schriftrollen in Tongefäßen gefunden wurden, die auf Grund ihrer besonderen        Charakteristik, eindeutig aus Qumran stammen. Fraglich ist auch ob die Nähe eines        Militärstützpunktes dieses Versteck sicherer gemacht hätten. Wenn die Rollen aus der        Tempelbibliothek stammen sollen, muss die Frage erlaubt sein, warum dann nicht        mehr Schriften pharisäischen oder sadduzäischen Ursprungs gefunden wurden.

   2. Kulthöhlen-Theorie
       Weil sich in den Höhlen Handschriften, Tonkrüge, einige Öllampen und Gebets-        riemenkapseln fanden, wird der Schluss gezogen die Höhlen könnten die kultischen        Zentren einzelner Splittergruppen der ansonsten in Qumran lebenden Essener gewesen        sein. Die Bestückung der verschiedenen Höhlen, mit einer jeweils charakteristischen        Auswahl von Texten, lasse darauf schließen welche Lehrorientierung die einzelnen Gruppen        favorisierten. Dazu ist anzumerken, dass in keiner der Höhlen Becken für rituelle Bäder        gefunden wurden, ebenso ist nicht zu erklären warum in einigen Höhlen die wertvollen        Schriftrollen nicht in Tonkrügen gefunden wurden, sondern einfach achtlos auf dem Boden        lagen. Dazu kommt das sich in verschiedenen Höhlen Schriftrollen fanden, die von der        Hand des selben Schreibers stammen.

Die alte Theorie von Pére de Vaux, es handele sich um eine Siedlung der Essener, ist nach wie vor die einzige, die sich nicht nur bewährt hat, sondern auch zu allen weiteren Indizien passt, die seit den Anfängen neu in den Blick gekommen sind. Das, in diesem Referat, gezeichnete Bild der Essener ergibt sich, wenn a) die Qumran - Befunde als essenisch betrachtet, b) die Berichte des Plinius und des Josephus als im wesentlichen sachlich zutreffend gewertet und c) alle diese Informationen in jenes Bild des antiken Judentums hineingestellt werden, das die sonstigen Quellen bieten.

 

3. Geschichte der Entdeckung

Die Ruinen von Qumran liegen in der Wüste Juda am Nordwestende des Toten Meeres, etwa 12 Kilometer südlich von Jericho und 32 Kilometer nördlich der Oase Engedi. Ihren Namen haben die Ruinen von den Beduinen, die sie Chirbet Qumran nennen. Chirbet bedeutet soviel wie Buckelhügel, was die charakteristische Form der Stätte wiedergibt. Sie liegt auf einer dem Gebirge vorgelagerten Terrasse, 50m über dem einstigen Grund des Toten Meeres, direkt an der Klippe des Wadi Qumran. Die Ruinen waren den Forschern schon seit langem bekannt. Im 19. Jahrhundert wurden sie fälschlicherweise für die Ruinen von Sodom und Gomorrah gehalten. Anfang des 20. Jahrhunderts setzte sich die Meinung durch die Ruinen seien ein altes Kastell aus der Römerzeit. Erst nach der Entdeckung von Schriftrollen im Jahr 1947 gerieten die Ruinen wieder in das Augenmerk der Archäologen. Im Frühjahr dieses Jahres entdeckte ein Beduine, etwa 1,5 Kilometer nördlich der Ruinen, eine Höhle. In dieser Höhle befanden sich Tonkrüge in denen er alte Lederrollen fand. Der schlechte Zustand und die seltsamen Schriftzeichen auf den Rollen ließen vermuten, dass die Lederrollen schon sehr alt sein mussten. Die Beduinen brachten die Lederrollen zu einem Schuster in Bethlehem, von dem bekannt war, dass er auch mit antiken Funden handelte. Dieser zeigte die Rollen seinem Bischof, welcher selbst ein Sammler alter Manuskripte war. Dieser erkannte das hohe Alter und beauftragte den Schuster weitere Rollen anzukaufen. Während dessen bemühte sich der Bischof darum Gelehrte zu finden, welche die Schriftrollen entziffern und ihr Alter bestimmen könnten. Die meisten hielten sie jedoch für Texte aus dem Mittelalter. Im Februar 1948 zeigte er eine Rolle dem englischen Bibelgelehrten Prof. Trever. Dieser erkannte sofort das es sich um den hebräischen Text des Propheten Jesaja handelte und anhand der Schriftzeichen datierte er sie auf das 1. oder 2. Jahrhundert vor Chr. Die ältesten bis dahin bekannten alttestamentlichen hebräischen Bibelhandschriften stammten aus dem 10. Jahrhundert nach Christus. Dies veranlasste den Bischof weitere illegale „Ausgrabungen“ vorzunehmen, anstatt die Jordanische Antikverwaltung von dem Fund in Kenntnis zu setzen. Diese erfuhr erst im April 1949 durch einen Artikel in der Times von diesem Fund. Daraufhin wurde nach den Hintermännern dieses Fundes geforscht. Der Bischof war inzwischen mit seinen Rollen in die USA abgereist, sodass die Antikenverwaltung nur noch des Schusters habhaft werden konnte. Dieser gab sein Wissen und Fragmente der Schriftrollen allerdings nur gegen Bezahlung preis. Angespornt durch ihre großen Funde suchten die Beduinen nach weiteren Höhlen mit Schriftrollen und im Herbst 1951 tauchten sie mit weiteren Fundstücken auf. Die Archäologen ließen sich zu der Fundstelle führen, wo bereits wieder illegale Ausgrabungen stattfanden. Um weitere illegale Ausgrabungen zu verhindern organisierte die Jordanische Antikenbehörde im März 1952 eine groß angelegte Höhlenexpedition im Gebiet um Qumran, in dessen Verlauf eine weitere Höhle entdeckt wurde. Jedoch waren es wiederum die Beduinen die im September 1952 Höhle Nummer 4 entdeckten. Bevor die Jordanische Antikenbehörde eingreifen konnte waren schon wieder Tausende von Fragmenten in den Händen der Beduinen, die ihnen wieder für viel Geld abgekauft werden mussten. Bei der Untersuchung der 4. Höhle entdeckte man dann einen Zugang zu einer weiteren, der fünften Höhle. Bis heute wurden 11 Höhlen entdeckt, die letzte 1956. Es fanden sich insgesamt fast 900 Rollen in den elf Höhlen. Lediglich elf Rollen sind mehr oder weniger vollständig erhalten, die anderen Schriftrollen bestehen aus über 80000 Fragmenten, die in mühevoller Kleinstarbeit zu 15000 zusammenhängenden Stücken rekonstruiert werden konnten. All diese Funde stellten die Frage woher diese Schriftrollen kamen und wer sie verfasst hat. Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, wurde in der Umgebung der Höhlen nach Spuren einer Menschlichen Behausung gesucht. Außer den bereits bekannten Ruinen von Qumran konnten jedoch keine weiteren Spuren entdeckt werden, sodass eine systematische Erforschung der Qumranruinen begann. Die erste Ausgrabung fand im November/Dezember 1951 statt, vier weitere folgten, die letzte im Frühjahr 1956.

 

4. Die Ruinen von Qumran und En Feschcha

Unter den schon bekannten Resten römischer Gebäude fanden die Archäologen eine kleine Siedlung von ungefähr 75 Metern Breite und 50 Metern Länge. Der Fund von Tonkrügen, wie sie in den Höhlen gefunden wurden, als auch von Brennöfen mit Ascheresten, eisernen Feuerhaken und der Platz der Töpferscheibe machen deutlich das die Bewohner dieser Anlage in Verbindung mit den Schriftrollen zu bringen sind. Es scheinen aber nicht nur die Behältnisse für die Schriftrollen in Qumran hergestellt worden zu sein, sondern auch die Schriftrollen selbst. Es fand sich ein 13 x 4 Meter großes, ehemals zweistöckiges, Gebäude. Unter den herabgestürzten Trümmern des Obergeschosses fand sich ein 5 Meter langer Tisch mit einer dazugehörigen Bank aus einer Art Beton. Dieser Tisch hat exakt die Breite der Schriftrollen. Die Vermutung auf diesem Tisch könnten die Schriftrollen entstanden sein wurde durch den Fund von insgesamt 6 Tintenfässern bestätigt. Die chemische Analyse der Tintenreste in einigen der Fässer bestätigte, das etliche der Schriftrollen mit dieser Tinte beschrieben worden waren. Die Anlage gliedert sich in drei Hauptkomplexe. Ein Wohnbereich, teilweise einst zweistöckig errichtet, ein Komplex mit Wirtschaftsgebäuden und eine Halle die wohl als Speiseraum und Versammlungshalle gedient haben könnte. Die Art und Weise der Anordnung von Gebäuden zeigt, dass es sich nicht um eine Dorfanlage sondern vielmehr um eine Gemeinschaft handelte die sich hier angesiedelt hatte. Dafür spricht, dass es keine Straßen und einzelne Wohngebäude gibt, dafür aber ein Gemeinschaftszentrum mit großen Versammlungsräumen und Steinbänken ringsherum an den Wänden. Besonders auffällig ist das verzweigte Kanalsystem, das viele Zisternen mit Wasser versorgte. Einige Zisternen waren mit Stufen versehen und dienten wohl für rituelle Bäder. Das Wasser kam über ein teilweise künstlich angelegtes Aquädukt aus dem Bergland. Zu diesem Zweck wurde im Gebirge, am Oberlauf des Wadi Qumran, ein großes Staubecken angelegt, in dem, besonders im Winter, die Niederschläge gesammelt wurden. Die Wasserversorgung allein, reichte aber auch zur damaligen Zeit nicht aus, um eine autarke Gemeinschaft zu bilden. Neben den wirtschaftlichen Gebäuden der Siedlung, diente eine weitere Anlage von Wirtschaftsgebäuden 2-3 Kilometer südlich den ökonomischen Bedürfnissen. Dort liegt ein Süßwasserteich namens En Feschcha. „En“ ist das hebräisch-arabische Wort für „Quelle“, „Feschcha“ ist der Eigenname des Ortes. Durch zusätzliche Leitungsrinnen wurde diesem Ort weiteres Wasser aus den Bergen zugeführt. Dadurch ließen sich Dattelpalmen, Gemüse und Kräuter anbauen. Kerne aus dem Ertrag der Dattelplantagen fanden sich überall im Bereich um En Feschcha. Des weiteren fand man in En Feschcha, den Ruinen von Qumran und den Höhlen Stöcke, Löffel, Kämme und andere Gerätschaften, die aus dem Wurzelholz von Dattelpalmen gefertigt wurden. Aus dem bis heute üppig wachsenden Schilfrohr ließen sich Matten als Bodenbelag und zum Dachdecken, sowie Flechtkörbe und Tragetaschen fertigen. Der etwa 2 Kilometer lange landwirtschaftlich genutzte Streifen ist gegen Geröll und Wildwasser durch einen 1 Meter breiten und 1Meter hohen Schutzwall abgegrenzt. Etwa in der Mitte des Walles befindet sich ein großes quadratisches Gebäude, das zur Aufbewahrung landwirtschaftlicher Geräte und zur Zwischenlagerung von Ernteerträgen gedient haben dürfte. Ca. 100 Meter nördlich des Quellteiches von En Feschcha liegt der Hauptkomplex der Baulichkeiten. Hier befinden sich mehrere Gebäude durch einen Innenhof verbunden. Ein ehemals zweigeschossiges Wohngebäude, einige Lagerhäuser und ein 34 Meter langes aber nur 5 Meter breites Nebengebäude, das als Stallungen für Lastesel gedient hat. Wenige Meter nördlich fanden die Forscher mehrere große Becken die durch eine zusätzliche Leitung aus dem Gebirge mit Wasser gespeist wurden. Diese Becken dienten der Rohlederherstellung, was den enormen Wasserverbrauch erklärt. In den Becken wurden die Häute in Schichten mit Zwischenlagen von Gerbstoffen gestapelt. Die Steine, die zur Beschwerung der Stapel benutzt wurden, waren bei den Ausgrabungen noch vorhanden. Das so gewonnene Rohleder wurde dann nach Qumran gebracht, wo sich im Wirtschaftskomplex ein Gebäude findet, das sich als Feingerberei identifizieren lässt. In diesem Gebäude befinden sich zwei größere Becken, eines davon mit eigener Wasserzuleitung, sowie eine große Feuerstelle. In dem niedrigeren, mit der Zuleitung versehenen, Becken wurde das Rohleder eingeweicht und für die Weiterverarbeitung vorbereitet. Für diese wurde das zweite, höhere Becken genutzt. In diesem Becken wurde das Leder mit einem Bimsstein geglättet bis sich eine hauchdünne Lederqualität ergab, die sich zur Herstellung von Schriftrollen eignete. Das hierzu benötigte warme Wasser erklärt somit auch die Feuerstelle in diesem Raum. Die Schriftrollenherstellung befand sich im Obergeschoss des eingangs erwähnten Gebäudes, in welchem die Tintenfässer gefunden wurden. Das Untergeschoss dürfte die Bibliothek mit einem angrenzenden Leseraum beherbergt haben. Im Leseraum fanden sich Bänke entlang der Wände auf denen die Studierenden gesessen haben dürften während sich im Archiv eine gemauerte Bank befindet auf der sich die Schriftrollen bis zur gewünschten Stelle des Lesers abrollen ließen. Das gesamte untere Geschoss besitzt keine Fenster um die ledernen Schriftrollen vor grellem Licht zu schützen, was dazu geführt hätte, dass das Leder sich dunkel färbt und die Schrift nicht mehr zu erkennen gewesen wäre. Gelesen wurde vor allem mit Hilfe von Öllampen die auf Lampenständern oder Wandhalterungen befestigt wurden. An weiteren Wirtschaftsgebäuden lässt sich nur noch eine Wäscherei, eine Bäckerei, die Töpferei und ein Handelskontor eindeutig bestimmen. Wahrscheinlich gab es noch eine Wollweberei in der die Wolle der Schafe und Ziegen, die auch das Leder für die Schriftrollen lieferten, verarbeitet wurde, sowie eine Drechsler- und eine Schusterwerkstatt. Nach den Funden eines weiteren Raumes handelt es sich bei diesem um eine Schmiede in der Türnägel, Riegel, Schlösser und Schlüssel als auch Bratroste Schürhaken, Pfeilspitzen und Messer hergestellt wurden. Mit den produzierten Waren wurde offenbar ein reger Handel getrieben. In einem Gebäude, dessen Außenwand einen Teil der äußeren Schutzmauer bildete, wurden eine auffallend große Anzahl von Münzen gefunden. In der Außenwand befanden sich zwei schießschartenartige Öffnungen durch die der Handel stattgefunden haben könnte. Diese Münzen, die sowohl in Qumran als auch in En Feschcha, zusammen mit einem Gewichtsstein, zu Hunderten gefunden wurden machen es möglich den ungefähren Besiedlungszeitraum und das Alter der Ruinen zu bestimmen. Damals wie heute, wurde das Prägejahr auf den Münzen angegeben, damals in der Regel durch das Regierungsjahr des betreffenden Herrschers. Durch die Münzfunde lässt sich eine lückenlose Besiedlung von etwa 134 v.Chr. bis 68 n.Chr. belegen. Dieser Zeitraum stimmt mit den Altersbestimmungen der Schriftrollen exakt überein. Die Besiedlung endete mit der Zerstörung von Qumran. In der, über den Ruinen von Qumran liegende Brandschicht, in der römische Spitzen der Brandpfeile gefunden wurden, lassen den Schluss zu, das die Siedlung durch die Römer zerstört wurde. Offensichtlich haben sich die letzten Bewohner in der Siedlung verschanzt. Da aber keine Leichen innerhalb der Ruinen gefunden wurden, ist anzunehmen das die Bewohner rechtzeitig vor den Flammen ins Freie fliehen konnten, wo sie zweifellos von den Römern getötet oder gefangen genommen wurden. Anschließend errichteten die Römer auf den Ruinen einen Militärposten was sich durch aufgefundene römische Münzen oberhalb der Brandschicht belegen lässt. In diesen zeitlichen Ablauf fügt sich nahtlos ein Bericht des jüdischen Historikers Flavius Josephus, über einen Badeausflug des römischen Kaisers Vespasian ans Tote Meer, ein. Laut Josephus besuchte Vespasian das Tote Meer nach der Zerstörung Jerichos und vor dem Marsch nach Jerusalem, das 70 n.Chr. eingenommen wurde. Vespasian und seine Truppen könnten demnach die Zerstörer von Qumran sein. Weitere Münzfunde zeigen das nach den Römern nur noch eine Gruppe von aufständischen Juden den Militärposten für ihre Zwecke nutzten.

 

5. Die Bewohner von Qumran

Hinweise auf die Bewohner Qumrans lassen sich in alten Dokumenten und Schriften finden. Erwähnung findet die Siedlung bei Plinius dem Älteren. Plinius war ein römischer Naturforscher und Geograph, der als hochrangiger römischer Offizier an der Belagerung Jerusalems teilgenommen hatte. Dieser beschreibt in seinem Werk „Naturgeschichten“ auch das westliche Ufer des Toten Meeres. Als einzige Größe nördlich der Stadt Engedi erwähnt er eine Siedlung und beschreibt die Bewohner als eine ausgesprochen fromme Gemeinschaft. Es gibt keinen anderen Ort, der hier gemeint sein könnte, als die damals etwa 1 Kilometer vom Ufer des Toten Meeres entfernte Qumran - Siedlung. Aus der Zeit des zweiten jüdischen Aufstandes 132-135 n.Chr. ist ein Brief erhalten der die Ortsbenennung „Festung der Frommen“ enthält. Dieser Brief stammt aus der Korrespondenz zwischen den Kampgruppen eben jener Aufständischen, die Qumran nach den Römern als Militärposten nutzten. Das hebräische Wort für „Die Frommen“ lautet essén. Aus der griechischen Wiedergabe des Wortes entstand die eingedeutschte Bezeichnung „Essener“. Das die Bewohner sehr strenge und fromme Menschen waren, lässt sich auch aus einigen der gefundenen Schriftrollen erkennen. Sie werden im Allgemeinen als Gemeinschaftsrollen bezeichnet. Darunter findet sich die sogenannte Disziplinarordnung in der verschiedene Rechtsbereiche wie Ehe- und Erbrecht, Landbesitz und Zehntabgaben geregelt wurden. Zu vielen Stellen in den Schriftrollen wurden Kommentare verfasst, die deren Auslegung klarstellen sollten, auch was die kultische Reinheit betraf. Es wurden täglich wenigstens zwei rituelle Waschungen verlangt, was den Zweck der größeren Zisternen mit Treppenabgang erklärt. Des weiteren wurden Kalender gefunden, die sich nach dem alten jüdischen Sonnenkalender richteten. In Jerusalem galt seit der Schändung des Tempels durch die hellenistischen Juden der alte babylonische Mondkalender. Offensichtlich gebot ihnen ihre Frömmigkeit das Beibehalten der alten Traditionen. Im Sonnenkalender fehlen auch die Feiertage, die neu in den Mondkalender aufgenommen wurden. So ist es auch nicht verwunderlich das sämtliche Bücher des Alten Testamentes, mit Ausnahme des Buches Esther in den Höhlen um Qumran gefunden wurden, da das Buch Esther die Grundlage für das Purim-Fest bildet, welches, ebenso wie das Chanukka-Fest, dem Mondkalender folgt. Es lässt sich also mit einiger Sicherheit annehmen, das die Bewohner Qumrans die Essener gewesen sind.

 

5.1 Entstehung der Essener

Bis in die Anfänge des 2. Jh. v.Chr. hinein war das Judentum Palästinas eine recht homogene Größe. Seine Mitte war der Tempel von Jerusalem. Dessen Kultdienst versahen die Priester an deren Spitze der Hohepriester stand. Er war zugleich für die Verwaltung dieses jüdischen Kleinstaates zuständig, gleichgültig welche fremde Macht gerade die politische Oberherrschaft hatte. Das waren nach den Babyloniern zunächst die Perser, dann die Ptolomäer und schließlich, seit Beginn des 2. Jh. V.Chr., die Seleukiden. Diese aus Syrien stammende makedonisch-griechische Dynastie bildet den Höhepunkt einer seit dem Alexander-Zug der Jahre 336-323 v.Chr., einsetzenden Hellenisierung Palästinas. Sie war zunächst ein allgemeiner Kultureinfluss. Die Griechen, ihre philosophische Bildung, ihr Erziehungswesen und ihr Lebensstil galten, besonders im städtischen Judentum, als vorbildlich und modern, das gewohnte als provinziell und veraltet. Jüdisch-religiöse Werte wie Beschneidung, Beachtung der kultischen Reinheit und der Speisetabus, Operdarbringung oder das einhalten des Sabbat wurden allmählich durch griechische Werte wie das Streben nach philosophischer Bildung oder nach sportlichem Erfolg bei Wettkämpfen ersetzt. Die im Jahre 175 v.Chr. beginnende seleukidische Herrschaft war das Startsignal für die Reformpläne der hellenisierten Juden. Zunächst hielt nur die griechische Lebensart Einzug doch im Jahre 167 v.Chr. wurde der jüdische Kult im Jerusalemer Tempel durch den Kult des griechischen Gottes Zeus ersetzt. Zuvor wurde ein Religionsgesetz erlassen, das den toragemäßen Opferkult, den Besitz von Tora-Rollen, die Beschneidung der Knaben und die Einhaltung des Sabbat unter Todesstrafe stellte. Viele Juden wählten den Weg ins Exil und bildeten in den Nachbarländern Vereinigungen, die den toragemäßen, frommen Lebenswandel sichern sollten. Östlich des Jordan bildete sich die größte Organisation, die der „Chasidim“, was übersetzt „Die Frommen“ bedeutet. Aber auch innerhalb des jüdischen Kleinstaates bildete sich Widerstand. So erstach ein Priester in der Stadt Modein einen Anhänger des neuen griechischen Kultes, worauf er mit den treuen Anhängern seiner Stadt in die Berge der Wüste Juda floh. Hier schlossen sich ihnen die Chasidim an und zusammen führten sie einen Partisanenkrieg, der in der Geschichtsschreibung als Makkabäerkrieg bekannt ist. 164 n.Chr. führte dieser Krieg zum Erfolg. Die hellenistischen Juden wurden aus Jerusalem vertrieben und der Kult des Gottes Israel wieder eingesetzt. Der neue Hohepriester kam aus den Reihen der Chasidim und stammte aus der Priesterfamilie der Zadoks. Aus dieser Familie stammte schon der erste Hohepriester und nach jüdischem Gesetz konnte nur jemand Hohepriester werden, der mit dieser Familie verwandt war. Die Juden standen jedoch weiterhin unter der Herrschaft der Syrer. Diese hatten ihnen zwar Religionsfreiheit zugesagt, doch dies war den Makkabäern nicht genug, sie wollten absolute Unabhängigkeit. Die Kämpfe endeten, als der Makkabäerführer Jonatan das Hohepriesteramt gewaltsam, und mit Syrischer Zustimmung, an sich riss. Dies führte zum Bruch zwischen den Makkabäern und den Chasidim. Doch auch die Chasidim waren uneins. Ein Teil blieb in Jerusalem und nahmen lieber wieder den Dienst im Tempel auf, während die übrigen weiterhin den Dienst ablehnten. So entstanden aus den Chasidim die Gruppe der tempeltreuen Pharisäer und die gesetzestreuen Essener. Die Gruppe um den Hohepriester Jonatan organisierten sich ebenfalls und wurde als Sadduzäer bezeichnet. Obwohl es nach den Berichten des jüdischen Historikers Flavius Josephus um die Mitte des 1 Jh. n.Chr. etwa 4000 Essener und 6000 Pharisäer gab und die Anzahl der Sadduzäer nur mit einigen hundert Mitgliedern angegeben wird, gelang es ihnen ihre Vormachtstellung zu behalten. Dies lag vor allem an der Unterstützung Die Jonatan von Seiten der seleukidischen Truppen genoss. Nach dem Tod Jonatans 143 v.Chr. folgte ihm sein Bruder Simeon ins Amt des Hohenpriesters. Ihm gelang es die letzten seleukidischen Truppen aus Palästina zu vertreiben. Diesen Triumph nutzte der Makkabäer Simeon um das Hohepriesteramt erbrechtlich der Familie der Makkabäer zuschreiben zu lassen. Die breite Masse der jüdischen Bevölkerung war wohl letztlich froh, dass die Zeiten religiöser Unterdrückung und kriegerischer Auseinandersetzung im Lande vorüber war. Im allgemeinen akzeptierte man deshalb die Verhältnisse, wie sie nun einmal waren, zollte den Essenern zwar die ihnen gebührende Hochachtung, ignorierte aber mehrheitlich den Anspruch auf das Hohepriesteramt, womit die Ansprüche der Essener entgültig abgewiesen wurden.

 

5.2 Organisation der Qumrangemeinde

Nach heutigen Gesichtspunkten würde man diese Gruppen des palästinischen Judentums als Religionsparteien bezeichnen, in denen allerdings nur die Männer Aufnahme fanden. Nach Berechnungen des israelischen Wirtschaftsfachmannes Arye Ben-David lebten zur damaligen Zeit etwa 1 bis 1,25 Millionen Juden in Palästina. Die zusammen etwa 12000 Mitglieder der Religionsparteien machten demnach nur etwa 1 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Sie waren festgefügte Organisationen mit geregelten Aufnahmeverfahren. Um ein vollwertiges Mitglied der Essener zu werden, musste man wenigstens eine dreijährige Probezeit absolvieren. In dieser Zeit galt es ein Leben nach den Gesetzen der Tora, der heiligen Schrift, zu führen. Dazu gehörte es täglich zu den vorgeschriebenen Zeiten zu beten, die Gebote der rituellen Waschungen einzuhalten, den Sabbat zu heiligen, Keuschheit zu wahren und das Studium der Schriftrollen zu betreiben. Nach jedem Jahr musste ein Neuling sich einer Prüfung unterziehen, in der festgestellt wurde, ob der inzwischen erworbene Kenntnisstand hinreichend war und die konkrete Lebenspraxis des letzten Jahres hindurch wahrer Tora-Frömmigkeit entsprochen hatte. Nur wer diese Prüfung bestand, konnte in die nächste Stufe der Mitgliedschaft aufrücken und erst die dritte erfolgreich bestandene Prüfung brachte die Vollmitgliedschaft.

 

5.3 Die Essener in Qumran

Anstelle der in ihren Augen „abtrünnigen“ Jerusalemer Tempelkultgemeinde, mit einem unrechtmäßigen Hohenpriester an der Spitze, wollten die Essener das „wahre“ Volk Israels darstellen. Die Absonderung vom restlichen Judentum führte dann zum Erbauen der Qumransiedlung. Ein Hinweis, warum die Essener dazu ausgerechnet in die Wüste Juda zogen, wird dem Bibelwort Jesaja 40,3 entnommen: 3 Eine Stimme ruft: In der Wüste bahnt den Weg des HERRN! Ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott! Von den Ausgrabungsergebnissen her betrachtet, besteht keinerlei Zweifel, dass die Qumransiedlung und die Wirtschaftsgebäude bei En Feschcha gleichzeitig um 100 v.Chr. errichtet worden sind. Dafür sprechen außer den Münz und Keramikfunden an beiden Plätzen auch der Baustil der beiderseitigen Hauptgebäude. Für die Gesamtanlage gab es von vornherein ein umfassendes Baukonzept, das planmäßig abgeschlossen wurde, bevor die künftigen Bewohner einzogen. Daraus folgt, dass die Größe der Gemeinschaft, die in Qumran und En Feschcha leben und arbeiten sollte bei Baubeginn schon feststand. Wie viele Essener in Qumran lebten lässt sich auf zweierlei Art ableiten, die beide in etwa zum selben Ergebnis führen. Bei Qumran gibt es drei Friedhöfe. Der Hauptfriedhof liegt nur 50 Meter von der Siedlung entfernt und umfasst etwa 1000 Einzelgräber. Ein zweiter befindet sich etwas tiefer auf einem Vorsprung der Terrasse und das dritte Grabfeld liegt im Tal, dort wo das Wadi Qumran in den Küstenstreifen übergeht. Insgesamt sind auf den beiden kleineren Grabfeldern 200 Menschen beigesetzt worden. Auf den 3 Grabfeldern sind stichprobenartig 54 Gräber geöffnet worden. Dabei fand sich auf dem Hauptfriedhof nur ein einziges Frauengrab, während es auf den beiden Nebenfriedhöfen sowohl Gräber von Männern als auch von Frauen und Kindern gab. Ausgehend von der hierarchischen Gesellschaftsstruktur der essenischen Gemeinde kann man davon ausgehen, das auf dem Hauptfriedhof vorwiegend Vollmitglieder der Gemeinschaft bestattet wurden, was auch den Umstand erklären würde, dass hier nur ein einziges Frauengrab gefunden wurde. Auf den Nebenfriedhöfen befinden sich dann folglich die Gräber derjenigen die den Status des Vollmitgliedes noch nicht erreicht hatten, außerdem Frauen, Kinder und Fremde, die in dieser Gegend ihr Todesschicksal ereilte. Die Siedlung hatte in etwa 170 Jahre Bestand. Wenn man nun von der Annahme ausgeht das die 1000 Gräber der Zahl, der in diesem Zeitraum verstorbenen Vollmitglieder entspricht, so sind im Durchschnitt etwa sechs pro Jahr zu Tode gekommen. Ein essenisches Vollmitglied konnte man frühestens mit Vollendung des zwanzigsten Lebensjahres werden. Da anzunehmen ist das mancher schon älter gewesen sein dürfte scheint es einigermaßen realistisch das durchschnittliche Aufnahmealter mit 22 Jahren anzunehmen. Die Untersuchungen der Bestatteten ergaben ein durchschnittliches Alter von 30 Jahren. Die Verweildauer als Vollmitglied in der Gemeinschaft lag also bei etwa 8 Jahren. Daraus ergibt sich bei sechs Todesfällen im Jahr eine Anzahl von ungefähr 48 Vollmitgliedern. Schließlich ist anzunehmen, dass in den 200 Gräbern der Nebenfriedhöfe ungefähr zur Hälfte Männer bestattet worden sind, die noch nicht Vollmitglieder waren, zur anderen Hälfte Frauen, Kinder und Fremde. Dann haben in Qumran etwa fünf Anwärter und vier bis fünf Frauen gelebt. Daraus ergibt sich eine ungefähre Zahl von 60 Bewohnern. Eine andere Möglichkeit auf die Einwohnerzahl zu schließen geht von der Nutzung des Versammlungsraumes aus. In diesem 4,5 Meter breiten und 22 Meter langen Raum trafen sich die Vollmitglieder drei mal täglich zu den Mahlzeiten und zum Gebet. Der damalige Gebetsritus unterscheidet sich von dem, noch heute gebräuchlichen islamischen Ritus nur in der Haltung der Hände, welche die Essener nach vorne ausstreckten, anstatt sie neben dem Kopf auf den Boden zu legen. Bei einer Raumbreite von 4,5 Metern können nicht mehr als 6 Männer nebeneinander gebetet haben. Jede Reihe beanspruchte mindestens eine Raumtiefe von 1,75 Metern plus dem Freiraum für den Vorbeter an der Stirnseite der Halle. Hieraus ergibt sich eine maximale Anzahl von 60 Vollmitgliedern. Bei der Planung dürfte der Bauherr allerdings von einer etwas größeren, als der später tatsächlichen Anzahl ausgegangen sein. Deshalb ist davon auszugehen, dass es in Qumran in der Regel nur etwa 50 Essener gegeben hat.

 

6. Zusammenfassung

Die angeführten Tatsachen, Indizien und Vermutungen ergeben ein Bild der Essener, die sich selbst als Verfechter des „wahren“ Glaubens sahen. Durch die machtpolitischen Verhältnisse zur damaligen Zeit konnten sie ihre Ansichten und Anliegen jedoch nicht durchsetzen. Das konsequente Festhalten an eben diesen Ansichten brachte ihnen zwar den Respekt der jüdischen Bevölkerung ein, änderte jedoch nichts an ihrer Situation. Der Verlust des Tempels von Jerusalem als ihr Glaubenszentrum mag einer der vorstellbaren Gründe dafür gewesen sein dem Bibelwort des Jesaja zu folgen und in der Wüste Juda die Siedlung Qumran zu erbauen. Isoliert durch ihre Glaubensanschauung schufen sie ein weitestgehend autarkes Zentrum das ihren Fortbestand sichern sollte.

 

7. Literaturangaben

Stegemann, Hartmut ; Die Essener, Qumran, Johannes der Täufer und Jesus ; Freiburg 1993
Schick, Alexander ; Faszination Qumran ; CH-Berneck 1998
Prof. Otto Betz/Prof. Rainer Riesner, Verschwörung um Qumran?, Gießen 1999

 

 

 
     

 

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